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Neue Studie Weniger Stress und mehr Produktivität im Homeoffice

Der Wechsel ins Homeoffice infolge der Coronakrise war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung: weniger Stress, mehr Produktivität und mehr Zeit für die Familie.

Knapp 80 Prozent der Beschäftigten haben bei einer Umfrage angegeben, zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten zu wollen © APA/BARBARA GINDL
 

Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und sogar eine höhere Produktivität: Der Wechsel ins Homeoffice infolge der Coronakrise war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung. Das geht aus einer Studie der Krankenkasse DAK hervor. Fühlten sich vor der Pandemie 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, waren es während der Coronakrise nur 15 Prozent.

Der Anteil der Erwerbstätigen, die nie oder nur gelegentlich gestresst waren, stieg unterdessen von 48 auf 57 Prozent.

Die Forschungsinstitute IGES und Forsa hatten für die DAK-Studie vor und während der Pandemie jeweils rund 7000 Beschäftigte befragt. Von denjenigen, die mittlerweile regelmäßig zu Hause arbeiten, sagten 56 Prozent, sie seien dort produktiver als im Büro. Zwei Drittel erklärten zudem, sie könnten Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren. Ähnlich viele freuen sich über den Zeitgewinn, seit das Pendeln zum Arbeitsplatz weggefallen ist.

"Senkt die Ansteckungsgefahr"

"Von zu Hause aus zu arbeiten, senkt nicht nur die Ansteckungsgefahr vor Virusinfektionen, sondern zahlt sich auch für das seelische Gleichgewicht aus", bilanzierte DAK-Vorstandschef Andreas Storm. Die positiven Erkenntnisse müsse man für die Zukunft nutzen - "ohne die negativen Aspekte des Homeoffice zu übergehen, die es ebenfalls gibt". Denn fast jeder Zweite vermisst laut der Studie die klare Trennung zwischen Job und Privatleben. Bei den 18- bis 29-Jährigen bemängelt das sogar eine Mehrheit von 52 Prozent. Drei Viertel der Befragten fehlt zudem der direkte Kontakt zu den Kollegen.

Doch viele Betroffene wollen das Homeoffice trotzdem nicht mehr missen: 76,9 Prozent der Beschäftigten, die erst seit der Corona-Krise regelmäßig in der eigenen Wohnungen arbeiten, möchten diese Arbeitsform auch in Zukunft - zumindest teilweise - beibehalten.

Kommentare (6)

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pescador
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Produktiver bezweifle ich

Vor allem wenn man von Kindern oder sonstigem ständig unterbrochen oder abgelenkt wird kann man nicht produktiv arbeiten.

AIRAM123
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Im Büro beim ständigen Kaffee Trinken

Und mit Dauerstörungen gehts sicher produktiver

AIRAM123
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Im Büro beim ständigen Kaffee Trinken

Und mit Dauerstörungen gehts sicher produktiver

melahide
0
4
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Es hat

wie alles Gutes und Schlechtes! Man steht auf, frühstückt, liest die Zeitung, haut sich in die kurze Hose, setzt sich an den PC. Isst zu Mittag ... also der ganze „zurecht machen, Anfahrtsweg“ entfällt. Nur braucht man im Home Office eine strukturierte Arbeitsweise und Selbstkontrolle. Aber man kann auch gut konzentriert arbeiten, sofern ein eigener Raum vorhanden ist. Mit Kindern im Haus stell ich mir das schwer vor

Der Kontakt zu netten Kolleginnen und Kollegen war das, was ich am meisten vermisst habe. Video-Konferenzen empfand ich je nach Runde sehr beschwerlich.

walterkaernten
10
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homeoffice

Wäre gut zu wissen wer diese Studie gezahlt hat.

Ich weiss nur aus eigener erfahrung mit europäischen und internationalen betrieben:

Vieles geht langsamer.
Viel langsamer.
Mehr fehler als sonst werden gemacht.

Aber in zeiten wie zu CORONA eine gute alternative.
Aber wenn es wieder zur normalsituation dann ist es wohl besser wenn homeoffice so wenig als möglich genutzt wird.

isteinschoenerName
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Und ich weiß aus persönlicher Erfahrung als auch jener vieler Kollegen ...

... und auch deren Vorgesetzter, dass es vielfach sehr wohl produktiver ist.

Hier ein bezahltes Ergebnis einer Studie anzunehmen ist lächerlich.