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Bei gutem VerlaufNachtgastronomie: Öffnung ab 1. August im Gespräch

Wenn sich die Zahlen der Covid-Erkrankten weiter verbessert, könnten Nachtlokale ab August wieder bis 4 Uhr früh öffnen.

Die frühe Sperrstunde macht Nachtlokalen zu schaffen.
Die frühe Sperrstunde macht Nachtlokalen zu schaffen. © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Wenn alles nach Plan verläuft, werden Nachtlokale ab 1. August wieder bis 4 Uhr früh offenhalten können - diese Zusage habe man vom Gesundheits- und von Tourismusministerium bekommen, sagte der Sprecher des Verbandes der österreichischen Nachtgastronomen, Stefan Ratzenberger, am Freitag der APA.

Die Öffnung werde es aber es nur geben "wenn die epidemiologische Situation es zulässt" - das hat das Gesundheitsministerium  betont. "Es gibt gute Konzepte, aber alles hängt von der epidemiologischen Situation ab", heißt es in einer Stellungnahme des Ministeriums. "Wenn sie sich verbessert und stabilisiert, dann könnte eine Öffnung der Nachtgastronomie realistisch werden. Aber bei Fortsetzung oder Verschlechterung der derzeit unsicheren Lage wird eine Öffnung kurzfristig nicht möglich sein."

Entscheidung Mitte Juli

"Wir haben uns den 15. Juli als Entscheidungstag genommen, um ab 1. August mit einer Belegung von maximal 60 Prozent der zugelassenen Personen bzw. maximal 200 Personen aufzusperren", berichtete Ratzenberger. Die Sperrstunde werde dann auf 4 Uhr verlängert.

Ab Mitte August sollen die Lokale dann bis zu 750 Leute bewirten dürfen. Geplant seien dafür Sektorlösungen mit bis zu 200 Personen pro Sektor (ein Sektor wäre beispielsweise der Barbereich), wobei aber keine baulichen Maßnahmen vorgesehen seien. Die Unternehmen sollen zudem Präventionskonzepte erstellen und Corona-Beauftragte einsetzen, die etwa auf die Einhaltung der Sicherheitsabstände und auf die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln achten.

E-Mail-Adressen angeben

Auf freiwilliger Basis sollen Lokalbesucher anonyme E-Mail-Adressen angeben können, damit man sie über einen Infektionsverdacht verständigen kann. "Wenn eine Gruppe von fünf, sechs Leuten kommt, reicht es, wenn einer sich einträgt, der würde ja die anderen auch informieren", erklärte Ratzenberger.

"Das ist an sich sehr positiv, wir haben aber noch einen großen Punkt, das ist der Fixkosten-Zuschuss", sagte der Sprecher der Nachtgastronomen. Die Nachtgastronomie sei seit der ersten Märzwoche geschlossen, man fordere daher rückwirkend für vier Monate einen 100-prozentigen Ersatz der Fixkosten. "Der Fixkostenersatz muss kommen, weil wir sonst lauter verschleppte Insolvenzen haben", warten Ratzenberger.

Kommentare (7)

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tenke
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Was hilft eine zahlenmäßige Beschränkung?

Abstand wird in Nachtlokalen mit Sicherheit nicht gehalten! Schon alleine wegen der lauten Musik muss man sich mit Zentimeter-Abstand ins Ohr schreien.
Das KANN NICHT gut gehen....

Lepus52
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Die Corona-App verpflichtend

Für solche Lokale (Nachtbars, Diskotheken u.ä.), Öffis und Veranstaltungen sollte beim Einlass eine Appkontrolle stattfinden, um bei Vorfällen schneller und effizienter handeln zu können.

kog1
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Das ist ein relativ kleiner Wirtschaftszweig

mit einem enormen Infektionspotential. Superspreading ist vorprogrammiert - siehe Schweiz - und dann trifft uns wirtschaftlich wieder die große Keule.
Man sollte die Lokale bis auf weiteres geschlossen halten und die Branche vernünftig entschädigen.
Das ist volkswirtschaftlich sicher die vernünftigste Lösung.

scaramango
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WO BITTESCHÖN IST GERADE EIN "GUTER VERLAUF" ??????????


Bei den aktuellen, rasch steigenden Infektionszahlen wäre wohl eher die Wiedereinführung von Maskenpflicht, per Strafe verpflichtenden Abstandsregeln und ein striktes Verhindern von Menschenansammlungen angebracht!

Nachdem zu Viele die "neu erworbene Freiheit" falsch verstehen und gar keine Rücksicht auf gar nichts nehmen, ist ein optimistischer Blick leider in weite Ferne gerückt.

duesentrieb1
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Z'samm, z'samm

Wenn ich mir schon jetzt anschaue, wie eng die Menschen in Tagescafes oder Lokal zueinander stehen, wird eine weitere Ausbreitung von Covid-19 nicht zu verhindern sein. Und dann in Nachtbars erst recht, bei den Anbahnungsgesprächen. Die Menschheit ist nur sehr schwer zu belehren.

Ba.Ge.
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Mittlerweile

hat man erkannt, dass covid19 doch nicht ganz so schlimm wie befürchtet ist und dass die Krankenhäuser wohl doch auch mit mehr Patienten umgehen könnten. Warum also sollten wir weiterhin eingesperrt werden? Kopf einschalten sollten wir natürlich trotzdem - aber ganz so schlimm, wie noch im März vermutet, ist Corona zum Glück doch nicht :)

jan31
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Ja das möchten alle glauben

Aber dem ist nicht so. Es IST eine Lungenkrankheit. Und ich wünsche es keinem. Also habt Respekt und haltet Abstand.