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Angeblich ohne AuflagenEU wird Osram-Übernahme durch ams offenbar genehmigen

EU-Wettbewerbshüter wollen laut informierten Kreisen die Osram-Übernahme durch die steirische ams AG genehmigen. Unterdessen weist der steirische Sensorspezialist darauf hin, dass sich Ermittlungen der Finanzmarktaufsicht nicht gegen das Unternehmen richten.

 

Die EU-Wettbewerbshüter wollen mehreren Insidern zufolge die Übernahme des deutschen Leuchtmittelherstellers durch den österreichischen Chipkonzern ams ohne Auflagen genehmigen. Der Apple-Zulieferer hatte sich Ende 2019 nach langem Ringen die Mehrheit an Osram gesichert. Nach früheren Angaben wollte die EU-Kommission bis 6. Juli über das 4,6 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot entscheiden.

ams AG hat Finanzmarktaufsicht kontaktiert

Die ams AG ist derzeit aber auch mit einem weiteren Thema konfrontiert. Das deutsche "Handelsblatt" hatte am Donnerstag berichtet, die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ermittle gegen die ams-Führung wegen angeblich zweifelhafter Aktiengeschäfte bei der laufenden Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram. Nach dem Bericht stürzte die ams-Aktie um 16 Prozent ab. Ein Sprecher der FMA bestätigte am Freitag erneut auf APA-Anfrage: "Wir gehen grundsätzlich jedem Hinweis auf einen Gesetzesverstoß nach und ermitteln den Sachverhalt." Zum Verfahren selbst wollte der FMA-Sprecher mit Verweis auf die Amtsverschwiegenheit aber keine Stellungnahme abgeben. 

ams hat am Freitagabend in einer Aussendung zwar bestätigt, dass die Finanzmarktaufsicht (FMA) wegen des Verdachts auf Insiderhandel ermittelt. Man habe die FMA aufgrund der Medienberichte kontaktiert, diese habe mitgeteilt, dass sich keine Ermittlungen gegen die Gesellschaft richten, jedoch gegen natürliche oder juristische Personen, die mit ams in Verbindung stehen könnten. Das Unternehmen teilte zudem mit: "Zum Zeitpunkt der Einleitung der Ermittlungen, deren Gegenstand, Verlauf, oder Abschluss" seien seitens der FMA "keine Angaben gemacht" worden.

ams habe Richtlinien und Abläufe festgelegt, die Mitarbeiter-, Management- sowie andere Handelstransaktionen regeln würden. Diese würden regelmäßig überprüft und die Einhaltung aktiv überwacht.

In der Nacht auf Freitag hatte die ams AG die Berichte in "Bezug auf Unterstellungen aus der Vergangenheit, die von Medien 2019 gemacht" worden seien, noch dementiert. "Bereits zum damaligen Zeitpunkt hat ams klar festgehalten, dass ams keine Kenntnis irgendeiner Untersuchung durch Aufsichtsbehörden gegen Beschäftigte oder ein Mitglied des Vorstands oder Aufsichtsrats von ams hat", so das Unternehmen am Freitag in seiner Stellungnahme.

 

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