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Bis zu 111 EuroSchweiz beschließt Klima-Abgabe auf Flugtickets

Die Schweiz verteuert Flugtickets deutlich. Die Klima-Abgabe soll Investitionen in die Entwicklung alternativer Treibstoffe finanzieren.

Swiss-Schalter am Flughafen Zürich
Swiss-Schalter am Flughafen Zürich © AFP
 

Fliegen dürfte in der Schweiz bald deutlich teurer werden. Nach der kleinen Kammer des Parlaments hat am Mittwoch auch die große Kammer einer Flugticketabgabe zugestimmt. Sie soll bei kommerziellen Passagierflügen pro Ticket je nach Distanz und Buchungsklasse 30 bis 120 Franken (bis zu 111 Euro) betragen. Private Maschinen müssen je nach Größe des Flugzeugs pro Start 500 bis 5.000 Franken zahlen.

Durch die Abgabe sollen pro Jahr etwa 500 Millionen Franken (464 Millionen Euro) zusammenkommen. Das Geld soll teils Fluggesellschaften zugute kommen, wenn sie in erneuerbare Treibstoffe investieren. Die rechte SVP-Fraktion lehnte den Vorschlag ab. Kritiker warnten, dass Urlauber künftig Flughäfen im nahen Ausland nutzen würden.

Kurzstrecke wird teurer

Mehrere europäische Länder haben seit Jahren solche Gebühren. Sie sind aber meist deutlich niedriger. Österreich plant die Ticketabgabe auf 12 Euro pro Flug zu vereinheitlichen, die Regierung hat im Rahmen der AUA-Rettung allerdings kürzlich angekündigt, für Kurzstreckenflüge bis 350 km die Ticketsteuer auf 30 Euro zu erhöhen. Derzeit gelten je nach Streckenlänge Zuschläge von 3,50 bis 17,50 Euro. In Deutschland wurde die Abgabe pro Ticket gerade auf 13 bis 60 Euro erhöht.

Die sozialdemokratische Umweltministerin und Präsidentin Simonetta Sommaruga hofft, dass die Bahn den grenzüberschreitenden Verkehr ausbaut. "Das wäre dann eine echte Alternative zu einem Kurzstreckenflug."

Auch Benzin wird wegen Klimaschutzmaßnahmen in der Schweiz teurer. Künftig müssen Treibstoff-Importeure mehr klimaschädliche CO2-Emissionen kompensieren, und das vorwiegend im Inland. Sie dürfen deshalb pro Liter Treibstoff bis 2024 höchstens 10 Rappen (gut 9 Cent) aufschlagen, ab 2025 bis zu 12 Rappen.

 

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Danke für Ihr Verständnis.

georgXV
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???

die Frage, die sich immer wieder stellt, ist, was geschieht mit / wer bekommt diese "Klima-Abgabe" ?
So wie ich unsere Politiker kenne, fließt dieses Geld wieder in die leeren Staatskassen, anstatt es zweckgebunden für sinnvolle Klimaprojekte auszugeben.

Schwupdiwup
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Die Schweiz verhaltet sich in diesem Fall vorbildhaft. Österreich bzw. die ganze EU sollte nachziehen und ähnlich hohe Flugsteuern einheben.
Die in Ö angedachten 12 bzw. 30 Euro sind ein Witz und geradezu lächerlich niedrig.
Fliegen ist in Zeiten des Klimawandels generell viel zu billig und wenn der Staat der AUA schon hunderte Millionen Euro an Steuergeld hinten nachwirft weil die Fliegerei angeblich unverzichtbar ist, dann sollen das gefälligst auch die zahlen die nicht drauf verzichten wollen.
Vor allem die Idee, die Steuerhöhe der gebuchten Flugklasse anzupassen finde ich sehr gut. Wer 1. Klasse fliegt, dem tun die paar zusätzlichen Euro auch nicht nicht weh. Und wer gar mit der Privatmaschine reist, der ist so ziemlich auf die umweltschädlichste Art unterwegs die man sich nur vorstellen kann, der soll dann auch entsprechend löhnen.

Lodengrün
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Wissen Sie

auch was man in der Schweiz verdient? Da dürfte der Unterschied nicht mehr eklatant sein.

Mezgolits
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Die Schweiz beschließt Klima-Abgabe auf

Flugpreise. - Und ich - bleibe dabei: Entweder
+ 50 % Mineralölsteuer auf alle Flug- + Land-
+ Schiff-Treibstoffe - oder weiter Umwelt-
Schmäh. Erfinder Mezgolits Draßburg