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Rekord: 64.000 Arbeitslose"Nie da gewesener Ausnahmezustand" am steirischen Arbeitsmarkt

Mit Ende März waren 63.998 Personen in der Steiermark beim AMS arbeitslos gemeldet, das ist im Vorjahresvergleich beinahe eine Verdoppelung (+90,9 Prozent).

© (c) Juergen Fuchs (FUCHS Juergen)
 

Die Coronakrise führt zu Rekordarbeitslosigkeit in der Steiermark: Mit Ende März waren 63.998 Personen als arbeitslos beim AMS gemeldet, das ist im Vorjahresvergleich beinahe eine Verdoppelung (+90,9 Prozent). „Das AMS Steiermark erlebt aufgrund der Flut an Arbeitslosenmeldungen und Anträgen auf Kurzarbeit einen noch nie da gewesenen Ausnahmezustand“, betont AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe in einer Aussendung.

Die ab 16. März 2020 bestehenden Ausgangsbeschränkungen und vorübergehenden Betriebsschließungen sorgten dabei für massive Umwälzungen am steirischen Arbeitsmarkt. "Mit Ende März waren 63.998 Personen beim AMS Steiermark als arbeitslos gemeldet, das bedeutet gegenüber dem Vorjahresmonat fast eine Verdoppelung von 30.466 Personen oder 90,9 Prozent", teilt das steirische AMS mit.

  • Mit 15. März, also einen Tag vor Beginn der Ausgangsbeschränkungen, waren 37.307 Personen (21.874 Männer, 15.433 Frauen) als arbeitslos in unserem Bundesland vorgemerkt – binnen etwas über zwei Wochen kamen also 26.691 Arbeitsuchende (14.238 Männer, 12.453 Frauen) dazu.

"Niemand war auf so eine Katastrophe vorbereitet"

„Niemand war auf so eine Katastrophe vorbereitet. Wir haben unsere bestehenden Kernprozesse verworfen, Krisenpläne umgearbeitet und befinden uns im permanenten Krisenmodus. Absoluter Vorrang haben derzeit die Existenzsicherung der Betroffenen durch das Arbeitslosengeld, die rasche Bearbeitung der Kurzarbeitsanträge von den Unternehmen und die Aufrechterhaltung der Erreichbarkeit. Überdies geht es natürlich auch um den gesundheitlichen Schutz der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Jobvermittlung von Arbeitsuchenden hin zu kritischer Infrastruktur“, so der Landesgeschäftsführer des AMS Steiermark, Karl-Heinz Snobe.

Diese Branchen sind am stärksten betroffen

  • Vom massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit waren die Steirer (36.112, +17.298 Männer, +91,9 Prozent) in der Relation etwas stärker betroffen als die Steirerinnen (27.886. +13.168 Frauen, +89,5 Prozent).
  • Die stärksten Ausschläge gab es dabei in tendenziell eher dynamischen Branchen wie Beherbung und Gastronomie (+185,9 Prozent), dem Bau (+155,6 Prozent) sowie im Bereich Verkehr und Lagerei (+132,3 Prozent).
  • In einigen steirischen Arbeitsmarktbezirken haben sich die Arbeitslosenzahlen sogar mehr als verdoppelt, etwa in Weiz (+192,0 Prozent), Gleisdorf (+164,0 Prozent), Liezen (+150,7 Prozent) und Murau (+142,4 Prozent).

"Anrufvolumen geradezu explodiert"

Nebst dem eAMS-Konto und Mails ist die wichtigste Kommunikationsform mit dem AMS in Zeiten der Einschränkung persönlicher Kontakte das Telefon. Seit Montag, dem 16. März, ist das Anrufvolumen bei der Serviceline des AMS Steiermark geradezu explodiert. Nach 44.782 Anrufversuchen am 16. März hat sich der Wert mittlerweile bei etwa 7000 bis 8000 Anrufen täglich eingependelt. Der Grad der tatsächlich beantworteten Anrufe liegt dabei bei etwa 4500 bis 5500 Gesprächen pro Tag. Zum Vergleich: Vor der Coronakrise verbuchte die Serviceline im Tagesschnitt etwa 3200 Anrufe. „Trotz dieser extremen Belastungen vollbringen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Serviceline einen tollen Job. Sollte es zu Wartezeiten kommen, so bitten wir um Verständnis und darum, unbedingt in der Telefonleitung zu bleiben“, sagt Snobe. Im Gegensatz zu den nun zeitlich eingeschränkten Öffnungszeiten der regionalen Geschäftsstellen (Montag bis Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr) ist die Serviceline auch am Nachmittag erreichbar.

„Ich kann mich seitens der Landesgeschäftsführung bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des AMS Steiermark nur für das enorme Engagement in dieser für alle herausfordernden Zeit bedanken. Das AMS erweist sich dieser Tage als wichtige, versorgungskritische Organisation im Leben der Österreicherinnen und Österreicher. Wir kämpfen gegen die Zeit, stellen uns auf einen Marathon ein und müssen mit den Kräften haushalten“, sagt Snobe.

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Danke für Ihr Verständnis.

ChihuahuaWelpe56
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Wie sieht es derzeit aus in der Arbeitslosigkeit?

80% Arbeitslosengeld in den ersten 3 Monaten, danach Notstandshilfe

Zum Glück hat Türkis-Schwarz-Blau unter Kurz-Strache das damals nicht durchgebracht!

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Gerhard818
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Türkis Blau

War eine Katastrophe. Man sollte Strache ein Denkmal bauen für Ibiza. Kurz war nicht einmal in der Lage den Irrsinn des Innenministers Kickl wirksam in Frage zu stellen. Und er hat das Rauchergesetz, dass seine Partei schon beschlossen hatte für Straches eigene Rauchvorstellungen gekippt. Die Übergangsregierung hat Gott sei Dank im Schnellzugsverfahren den Kurz-Strache Unsinn gekippt.

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undhetz
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Bravo Herr Kurz und Konsortien ...

dann hatten wir mal "kurz" Arbeit ...

und die Politics schleichen sich wieder mit den besten Ausreden zur nächsten Wahl ... geil!

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AonFlux
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Sofortiges Ende der Sperren

Es ist ein eine sofortiges Ende der Sperren anzuordnen, Oesterreich endet sonst in einer wirtschaftlichen Katastrophe, welche nicht nur die Wirtschaft vernichtet, Arbeitsplätze, Versorgung, auch das Gesundheits- und Sozialsystem ist gestorben. Jeder der meint, sich zu Hause sicher zu fühlen soll es tun, wenn er sich es leisten kann. Ohne Gehälter, Arbeitslosenunterstuetzung, Mindestsicherung und Pensionen wird die Situation schnell in soziale Unruhen muenden. Jeder weitere Tag der Sperre ist unverantwortlich und ein Verbrechen am Land

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Gerhard818
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Unbedarfte

sollten vom Kommentare schreiben ausgeschlossen werden. Die Gesundheit ist das höchste Gut was es zu verteidigen gibt und gehört somit zur Priorität des Staates.

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Kammern
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Überraschung

Die Arbeitslosenzahlen werden weiter steigen und die Pleitewelle von Unternehmen und Privatpersonen wird in nie dagewesener Zahl sein. Da die Massnahmen über den 13.04. hinausgehen wird der April es zeigen.

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AndiK
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Das ist doch erst der Anfang

und eigentlich sollte unser Kanzler eher sagen „ bald wird jeder von uns irgendwen kennen der arbeitslos ist“.
Aber das wäre für ihn wohl zu nahe an der Realität.

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Gerhard818
11
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Überraschung

Wenn ich diesen Artikel so lese, dann muss ich fast lachen. Die Wirtschaft wird stillgelegt, die Wirtschaftsforscher reden von Minus 2,5% Wirtschaftsleistung im Jahr, obwohl fast alles stillsteht. Das AMS spricht von plus 90% Arbeitslosen, obwohl die anderen plus 400% in Kurzarbeit sind und auch 'vom Staat bezahlt werden'. Wenn Du für den Staat z.B. in Sozialeinrichtungen arbeitest dann genügen auch 50% der Arbeitszeit um Dein volles Gehalt vielleicht plus Prämien zu kassieren. Banken verweisen Dich betreff Kredite an den Härtefond und werden durch staatliche Massnahmen, die eigentlich unfinanzierbar sind am Leben erhalten. Es ist nur eine Frage, wo Du Gott sei Dank oder Leider in dieser wirtschaftlichen Überlebenskette steckst, dann geht es Dir viel besser als vorher oder eben viel schlechter!!!

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Shiba1
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Dieser Schaden

wird ins noch wesentlich länger verfolgen, als die Corona-Grippe

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Gerhard818
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Schaden

Wir sprechen von einer beispiellosen Umverteilung an all die, die vom Staat leben oder für den Staat arbeiten! Statt jeden Steuerzahler durch monatliche Zahlungen zu unterstützen werden umfassende Regeln aufgestellt die über unnütze nicht-staatliche Stellen wie WKO etc etc administriert werde. Orban macht es halt ein bisschen anders.

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Sam125
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Gerhard818,ja stimmt! Ungarn hat in den vielen ? Jahren ,die es in der EU ist,

wirtschftlich überhaupt nichts weitergebracht!EU Gelder,die für den wirtschaftlichen Aufbau und für die Bevölkerung gedacht waren,wurden in die Taschen Orbáns und in die seiner Freunde gewirtschftet!Warum verdienen die Ungarn in ihrer Heimat, noch immer so wenig,das es geradeeinmal zum Überleben reicht!Genauso schaut es in Bulgarien,Rumänien usw,usw aus! Warum kommen denn all diese Menschen zu uns,um Geld zu verdienen?Weil sie so gerne von Daheim weg sind,oder weil die Menschen bei uns Sozialversichert und Pensionsverichert sind und weil bei uns die Erntehelfer und Pfleger bei uns mehr verdienen,wie so manche "bessergestellte"Berufe,wie zB.Lehrer usw.,der Heimat!Was macht Orbán nun so gut das frag ich mich wirklich?Einzig allein, dass er die Genzen geschlossen hat,kann ich ihm gutheißen,aber das macht Orbán nur deshalb,weil er absolut keine Fremden in SEINEM Land haben will und das kommt somit auch uns zugute,da über die geschlossene Grenze,fast keine illegalen Migranten zu uns kommen!

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