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CoronavirusAUA beantragt Kurzarbeit für alle 7000 Mitarbeiter

Die Austrian Airlines haben am Freitag um 17 Uhr die Kurzarbeit für alle Mitarbeiter der Airline beantragt. Wie viele wirklich in Kurzarbeit gehen, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Live ab 10 Uhr mit Ministerinnen Schramböck und Aschbacher.

Zahlreiche AUA-Flugzeuge bleiben vorerst am Boden
Zahlreiche AUA-Flugzeuge bleiben vorerst am Boden © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Die Ausbreitung des Coronavirus trifft die Reisebranche hart, allen voran die Fluglinien. Deshalb haben die Austrian Airlines vorsorglich beim AMS  Kurzarbeit für alle 7000 Mitarbeiter beantragt. Das Ziel sei es, die Auswirkungen des Coronavirus auf die Fluglinie abzufedern. Die Airline musste bereits zahlreiche Flüge streichen. Neben den China-Verbindungen wurden auch alle Flüge nach Israel storniert.

Im Laufe der vergangenen Wochen musste die Fluglinie immer mehr Verbindungen einstellen. Die Flüge nach China sind seit Mitte Februar gestrichen. Mit Anfang März wurde auch das Flugprogramm in Europa drastisch eingekürzt. 20 Prozent der geplanten Flüge finden im März nicht statt. 14 Flugzeuge bleiben vorerst fix am Boden. Zuletzt mussten außerdem aufgrund der strengen Einreisebestimmungen auch alle Flüge nach Israel abgesagt werden.

Livestream ab 10 Uhr mit den Ministerinnen Schramböck (Wirtschaft) und Aschbacher (Arbeit):

Jetzt müsse geklärt werden, welche Form der Kurzarbeit für welche Beschäftigungsgruppe sinnvoll sei, sagte AUA-Sprecher Peter Thier. "Es kann Beschäftigungsgruppen geben, die eine stärkere Kurzarbeit machen als andere." Zeitpunkt, Umfang, Ausmaß und Dauer müssten noch vereinbart werden. "Das werden wir in den nächsten zwei Wochen mit dem Betriebsrat besprechen." Frühestmöglicher Zeitpunkt sei der 1. April, "das ist unser Ziel". "Wir können und wollen das nur gemeinsam mit dem Betriebsrat machen", betonte Thier. Die Austrian Airlines haben für das fliegende und für das Bodenpersonal unterschiedliche Betriebsräte.

Die Gewerkschaft Vida lobt hier das AUA-Management. „In der Luftfahrt ist die AUA vorbildlich“, sagt Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der vida. Er sieht nun auch die Politik in der Pflicht. „Die Beschäftigtendürfen nicht die Rechnung zahlen für die Maßnahmen, die durch Behörden gesetzt werden.“

Wesentlich härter trifft es wohl die Mitarbeiter der Billigairline Laudamotion. Da diese nur einen Grundgehalt von 1000 Euro brutto bekommen, sei es für Laudamotion einfach, auf dem Rücken der Mitarbeiter Kosten zu sparen, sagt der Gewerkschafter.

Lufthansa reduziert um bis zu 50 Prozent

Indes entschied der Vorstand der AUA-Mutter Lufthansa, die angebotene Flugkapazität noch stärker als bisher geplant zu verringern. Abhängig von der weiteren Entwicklung der Nachfrage, soll die Kapazität in den nächsten Wochen um bis zu 50 Prozent reduziert werden.

Die Maßnahme dient dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern. Sie ergänzt die geplanten Sparmaßnahmen im Personalbereich, bei Sachkosten und Projektbudgets sowie weitere Liquiditätsmaßnahmen.

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