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2,3 Millionen Euro gefordertEx-Vorstand Sidlo klagt Casinos Austria

Der ehemalige Vorstand der Casinos Austria, Peter Sidlo, besteht auf die Auszahlung seines Vertrags. Es geht um 2,3 Millionen Euro.

Ex-Casinos-Vorstand Peter Sidlo
Ex-Casinos-Vorstand Peter Sidlo © CASINOS AUSTRIA/CHRISTOF WAGNER
 

Der ehemalige Finanzvorstand Peter Sidlo hat die teilstaatlichen Casinos Austria auf Auszahlung seines Vertrags geklagt, berichtete der "Kurier" am Donnerstag. Der frühere FPÖ-Bezirksrat soll 2,3 Millionen Euro einfordern. Sidlo wurde im Dezember vom Casinos-Aufsichtsrat vorzeitig abberufen, er war erst im Mai als Kandidat von Aktionär Novomatic in den Vorstand bestellt worden.

Bis Vertragsende wären ihm noch für zwei Jahre und vier Monate 1,9 Millionen Euro an Fixgehalt (400.000 Euro jährlich) und Boni zugestanden, heißt es in dem Zeitungsbericht. Hinzu kommen Sachbezüge und Pensionszusagen.

Kurz nach seiner Abberufung hatte Sidlo in einem Brief an den Casinos-Aufsichtsrat erklärt, dass er verhandlungsbereit sei. Seine Abberufung sei nicht rechtmäßig gewesen und ihm würden weiterhin die in seinem Vorstandsvertrag und im Aktiengesetz vorgesehenen Ansprüche zustehen.

Keine Reaktion

Auf sein Vergleichsangebot hat der Aufsichtsrat laut "Kurier" nicht geantwortet, daher habe sich Sidlo zur Klage entschlossen.

Laut "Standard" (online) räumte Sidlo in seinem Schreiben vom 12. Dezember ein, dass die mediale Berichterstattung über die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen dem "Image der Casinos nicht förderlich waren und sind. Für diesen Imageverlust kann aber gewiss nicht ich ad personam verantwortlich gemacht werden." Ihm werde der schwarze Peter zugeschoben.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) prüft, ob für Sidlos Bestellung Novomatic Glücksspiellizenzen in Aussicht gestellt wurden. Alle elf Beschuldigten in der Casinos-Affäre bestreiten die Vorwürfe, es gilt die Unschuldsvermutung.

 

Kommentare (8)

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ausTirol
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So ein „Vertragerl“ hätten wir doch alle gerne ...

Das war ja zu erwarten, daß der für kompetent gehandelte, dennoch geschaßte Herr S. versucht, den gekündigten Vertrag zu lukrieren. So ein „Vertragerl“ hätten wir doch alle gerne. – Und, nota bene, die „soziale Heimatpartei“ des „kleinen Mannes“, wäre sie noch an der Macht, würde natürlich sofort dafür sorgen, daß dieses Geld an sozial Bedürftige gelangt. Zur Erinnerung, Stand April 2019: In Österreich sind
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# ca 2,74 Mio (ca 31%) armuts- oder ausgrenzungsgefährdet (=das Einkommen liegt unter der Armutsschwelle;
# ca 250.000 (ca 3%) erheblich materiell depriviert (= wesentliche Güter / Lebensbereiche sind nicht leistbar)
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Und: Gibt es keinerlei persönlich Haftung für Geschäftsführer, Aufsichtsräte usw für eine derartige Personalentscheidung? Denn auch dafür kassieren die Höchstgehälter plus Boni plus Pension plus plus plus … Ebenso deren politische Einflüsterer? Und für jene, die – wie es hieß – eine klar ablehnende Einschätzung eines Personalberaters vorsätzlich zurückgehalten haben?
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Haben die alle so etwas wie eine unendliche Narrenfreiheit??
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Und noch eine Erinnerung: Es soll doch früher einmal einen gewissen Haider–Jörg gegeben haben, der die „Altparteien“ (auch „Systemparteien“ erschallte es) mit markige Sprüchen wie „Freunderlwirtschaft“, „Postenschacher“ und „Parteibuch vor Kompetenz“ der „Korruption“ in öffentlichen Bereichen gar übel geziehen hat. Im TV führte er per Taferl Multifunktionäre und ihre Mega–Gagen vor.

ausTirol
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Schadenersatz ?

Wie wär’s, verkaufte diese Partei ihren Goldschatz (nicht vergessen, den Spekulationsgewinn zu versteuren!) und leistete Schadenersatz (übrigens auch für die nutzlose Pferdestaffel) …

5eb7da484beaee2a044a78a3cf8d3a1e
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Widerlich.und ekelhaft!

Danke Fpö und Wähler!

AloisSteindl
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Blaues Leistungsprinzip

An solche Leistungsträger sollten wir denken, wenn die FPÖ vom Leistungsprinzip spricht.
Gehört ihnen regelmäßig um die Ohren gehaut.

UHBP
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@alois

Warum blaues Leistungsprinzip?
Glaubst ein Schwarzer würde nicht klagen?
Oder glaubst, dass die Ex-ÖVP-Vize-Klubobfrau Glatz-Kremsner ohne ÖVP-Ticket Generaldirektorin der CASAG geworden wäre?

Balrog206
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Oder

Der Herr Rotbart Hoscher ! Aber der wurde ja fürstlich abgefertigt oder 😂

ronny999
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Dem SPÖ-

Hoscher wurde noch mehr gewährt, als Sidlo jemals einklagt! Umgangssprachlich wurde ihm der Puderzucker in den A... geschossen. In dieser Beziehung sind alle Parteien gleich - aber die SPÖ, welche es mehr als 70 Jahre betrieben hat, ist gleicher - sie sieht es als ihre politische Erbpacht.

georgXV
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???

das war doch wohl in diesem Selbstbedienungsladen zu erwarten ...