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Airline in der KriseRettung oder Schließung: Italiens Regierung setzt Alitalia eine letzte Frist

Die italienische Fluglinie Alitalia steht am Scheideweg. Die italienische Regierung gibt der maroden Airline noch sechs Monate Gnadenfrist.

Alitalia in der Dauer-Krise
Alitalia in der Dauer-Krise © (c) APA/AFP/FILIPPO MONTEFORTE (FILIPPO MONTEFORTE)
 

Die italienische Regierung hat sich eine sechsmonatige Frist für die Veräußerung der maroden Airline Alitalia gesetzt. Sollte bis Ende des ersten Halbjahres 2020 kein Käufer für die Fluggesellschaft gefunden werden, wird diese geschlossen.

"Uns bleiben sechs Monate Zeit, um die Alitalia zu retten. Unser Ziel ist, den Verkauf bis Mitte 2020 abzuschließen. Ansonsten wird Alitalia geschlossen", betonte der italienische Industrieminister Stefano Patuanelli im Interview mit der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" (Samstagsausgabe).

"Die Regierung hat 400 Millionen Euro für einen Überbrückungskredit für Alitalia locker gemacht. Es wird keine andere Finanzierung für die Airline geben", erklärte der Minister. Er äußerte die Hoffnung, dass eine Holding mit den italienischen Staatsbahnen (FS - Ferrovie dello Stato) an der Spitze die Alitalia übernehmen könne. Als Partner aus der Luftfahrtbranche kommen laut dem Minister die AUA-Mutter Lufthansa oder Air France-KLM in Frage. Eine Zerstückelung der Alitalia, um den Verkauf zu erleichtern, schloss Patuanelli aus.

Am 21. November war eine schon sieben Mal verlängerte Frist zur Rekapitalisierung der seit Mai 2017 insolventen Airline abgelaufen. Eigentlich sollten die italienischen Staatsbahnen mit dem Infrastrukturkonzern Atlantia und der US-Gesellschaft Delta Airlines ein Konsortium für die Übernahme bilden. Vierter Partner wäre das italienische Finanzministerium geworden. Kurz vor Ablauf der Frist stieg Atlantia aber aus. Alitalia beschäftigt 11.000 Mitarbeiter.

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