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Vorläufige SchließungGüssinger Mineralwasser schlittert in die Insolvenz

Nach dem Wegfall eines Großkunden schlittert der Mineralwasserhersteller Güssinger in die Pleite. Der Betrieb soll renoviert werden, bleibt aber vorerst geschlossen.

2004 war Güssinger bereits einmal in Insolvenz
2004 war Güssinger bereits einmal in Insolvenz © APA
 

Der burgenländische Mineralwasserabfüller Güssinger (Güssinger Beverages & Mineralwater GmbH) ist insolvent. Beim Landesgericht Eisenstadt wurde am Donnerstag ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt, wie der KSV1870 mitteilte. Eine Fortführung des Unternehmens wird beabsichtigt. Allerdings soll der Betrieb zunächst geschlossen werden, um unter anderem den Maschinenpark zu erneuern.

Betroffen von der Insolvenz sind den Kreditschutzverbänden KSV, Creditreform und AKV zufolge 17 Mitarbeiter und 120 Gläubiger, davon entfallen 23 auf Dienstnehmerforderungen. Die Passiva werden mit rund 2,08 Mio. Euro angegeben. Die Aktiva sind laut KSV1870 "ziffernmäßig nicht bekannt", es gibt "lediglich einen veralteten Maschinenpark". Die Aktiva bestünden nur noch aus dem Anlagenvermögen, Vorräte seien kaum noch vorhanden, bekräftigte der Alpenländische Kreditorenverband.

Kunde weggebrochen

Begründet wird die Insolvenz unter anderem mit einem veralteten Maschinenpark sowie einem erheblichen Investitionsstau und dem "Ausfall eines Hauptkunden" bzw. die "Preisgestaltung des Hauptkunden", der laut KSV1870 für 80 Prozent des Umsatzes verantwortlich war. Mitte Juli hatte der Lebensmitteldiskonter Hofer einen Lieferstopp verhängt. Das habe zu massiven wirtschaftlichen Verlusten geführt. Die Buchhaltungsunterlagen seien "nicht vollständig". Die Hausbanken hätten Kreditlinien fälliggestellt. Dadurch fehle es an Liquidität.

Das Unternehmen soll weitergeführt werden. Die benötigten Geldmittel sollen aber erst im Jänner 2020 fließen. Deshalb solle das Unternehmen kurzfristig geschlossen werden, um den Maschinenpark zu erneuern. Danach soll der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Den Gläubigern wird laut dem Sanierungsplan eine Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar binnen zwei Jahren. Die Erfüllung des Sanierungsplanes soll durch Unterstützung des wirtschaftlichen Eigentümers erfolgen, hieß es vom AKV und vom Gläubigerschutzverband Creditreform. Forderungen können ab sofort über KSV1870, AKV Europa und Creditreform angemeldet werden.

Kommentare (5)

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wedef1
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15 Mille

2 Millionen Passiva. Ein guter Grund ein Unternehmen zu schließen. Gibt es da nicht eine Partei von der kürzlich berichtet wurde sie habe 15 Mille Schulden?

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helmutmayr
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Wer den Artikel

Im Standard liest, dem ist alles klar. Russische, bulgarische Mafia. Mitten drin bekannte FPÖ ler und
Ex Minister der Roten. Man staunt. Aber es wird klar warum sich österreichische Politiker mit der Ost Mafia so leicht tun. Gleich und Gleich gesellt sich gern.

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schteirischprovessa
1
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Das passiert halt üblicherweise bei einem Unternehmen, bei

dem die Eigentümerstruktur dubios ist, bei dem (einschließlich Vorbesitzer) jahrzehntelang nichts investiert wurde und das 80% seines Umsatzes mit einem einzigen Kunden macht.

Auch wenn die wirtschaftlichen Eigentümer - keiner weiß, wer das wirklich ist - Geld für die notwendigen Investitionen in die Hand nehmen, wird das nicht helfen. Zumindest der österreichische LEH wird sich nicht mit einem Lieferanten beschäftigen, bei dem manches im Unklaren ist.

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wahrheitverpflichtet
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und alle wissen es!

Insolvenz von firmen sind nicht immer sauber, und ich frage mich halt wer zahlt das alles die ganzen Millionen! AHA IM JÄNNER FLIEST GELD NA DANN MELDET man schnell noch Insolvenz an dann sin die Bücher sauber, die Buchhaltung nicht vollständig soll halt mal der Staatsanwalt sich das anschauen, wenn ein privater in Konkurs geht dann ist Schluss aber fürs leben lang nicht mal einen Handyvertrag kriegt man dann usw! KOMISCH IST SCHON DAS DIE GANZEN Insolvenz Konsorten privat immer sehr sehr sehr gut da stehen BMW oder Porsche fahren ich meine diese großen firmen Pleiten usw

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lieschenmueller
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Dazu gibt es in der lachsfarbenen Onlineausgabe einen interessanten Artikel vom 10. September dieses Jahres

Da ging es ganz schön zu, einschließlich eines Fotografierten, der auch heute wo Thema ist.

Der große Diskonter gibt sich sicher nicht mit Undurchsichtigem ab und wechselte halt von der grünen Flasche zur weißen aus Tirol. Geschmack finde ich gleich gut.

Abgehen wird mit Limette-Ingwer von Güssinger. Hoffe bald wieder in Arbeit dort und den Angestellten alles Gute.

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