AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Wieder kein Angebot Niemand will die marode Alitalia

Zum achten Mal in Folge ist Donnerstagabend die Verkaufsfrist für die marode italienische Fluggesellschaft Alitalia abgelaufen. Premier Giuseppe Conte hofft aber noch immer auf eine "Marktlösung".

Keine Interessenten in Sicht für den Kauf der italienischen Fluglinie Alitalia
Keine Interessenten in Sicht für den Kauf der italienischen Fluglinie Alitalia © APA/AFP/Alberto Pizzoli
 

Die Verkaufsfrist für die Alitalia ist am Donnerstagabend abgelaufen. Für die marode italienische Fluggesellschaft wurde kein verbindliches Angebot eingereicht, doch der italienische Premier Giuseppe Conte hofft noch auf eine "Marktlösung".

Erwartet wird, dass die Regierung zum achten Mal in Folge die Verkaufsfrist verlängert. Eine Insolvenzerklärung der Airline schließt das Kabinett in Rom aus. Linksparteien fordern eine Verstaatlichung der Airline, die 11.000 Personen beschäftigt. Dieser Weg gilt jedoch wegen der EU-Regeln als kaum durchführbar.

Conte gab laut Medienangaben zu, dass die norditalienische Infrastrukturholding Atlantia auf eine Beteiligung am Konsortium zur Alitalia-Übernahme verzichtet habe, das Interesse anderer Unternehmen sei jedoch weiterhin vorhanden. Er bezog sich dabei auf die italienische Eisenbahngesellschaft "Ferrovie dello Stato", sowie auf die US-Airline Delta und die AUA-Mutter-Lufthansa, die Interesse für die Alitalia bekundet hatte. Lufthansa beteuerte jedoch, lediglich an einer "kommerziellen Partnerschaft" mit einer bereits sanierten Alitalia interessiert zu sein.

Gewerkschaft droht mit weiteren Protestaktionen

Die Gewerkschaften drohten mit weiteren Protestaktionen, sollte es nicht bald Klarheit über die Zukunft Alitalias geben. Ein Streik in der italienischen Luftfahrtbranche ist am 13. Dezember geplant. Die Alitalia-Belegschaft hatte sich bereits am 25. Oktober an einem Arbeitsausstand beteiligt.

Alitalia ist seit Mai 2017 insolvent und wird mit staatlichen Überbrückungskrediten in der Luft gehalten. Seit Monaten verlängert die Regierung in Rom die Verkaufsfrist für die Airline, ohne dass Licht am Ende des Tunnels in Sicht ist. Die Rettung der Alitalia beschäftigt die italienischen Regierungen schon seit Jahren.

Kommentare (4)

Kommentieren
VH7F
0
0
Lesenswert?

Seit 2,5 Jahren gibt es Überbrückungskredite

Das könnte der italienische Steuerzahler noch ein paar Jährchen so weiter machen bis es dann endgültig aus ist.

Antworten
duerni
0
7
Lesenswert?

"Die Gewerkschaften drohten mit weiteren Protestaktionen......"

Mit Protesten kann keine marode Firma saniert werden. Streiks vertreiben die noch vorhandenen Kunden. Die Angestellten sind wieder einmal alleine gelassen - denn Proteste alleine sind zu wenig.
Hinsetzen - ein tragbares Konzept zur Lösung des Problems ausarbeiten - durchführen. Management buy out ..........?
Es gibt zu viele Anbieter in der Luftfahrt Branche - und die Kosten sind eher wieder im Steigen - Kerosinpreis - Billigflugpreise....
An alle Stewardessen und Stewards und die sonstigen kundennahen, schlecht Bezahlten - alles Gute und viel Glück!

Antworten
Kristianjarnig
0
5
Lesenswert?

Streik war bei der Alitalia schon immer die goldene Lösung.

Warum auch nicht, bislang hat es ja immer funktioniert und der Staat hat wieder mal Steuergeld verheizt.

Marode war die Firma von jeher, nochmals, als Staatsairline war es ja auch nie notwendig Gewinne zu machen(siehe dazu die AUA deren Leben/Leidensweg ähnlich verlief wie die Alitalia nur das es in Italien offenbar kein Erwachen geben will).
Mich wundert bereits seit langem das die EU bereits die alljährlichen Staatszuschüsse toleriert weil hier eine offensichtliche Pleitebude(netter kann man es leider nicht beschreiben) den Markt für die noch halbwegs gesunden, NICHT staatlich subventionierten Mitbewerber kaputt macht und somit eigentlich noch gesunde Unternehmen in den Ruin treibt.
Letztlich verlieren also immer Menschen den Job, nur eben nicht die bei Alitalia was ich als sehr unfair empfinde.

Fakt ist, die Alitalia wird nie jemand kaufen ganz einfach weil sich niemand beim Schwimmen im Haifischbecken der Airlinebranche einen Betonklotz wie die Alitalia um den Hals hängen will. Komischerweise weiß das die gesamte Airlinebranche nur bis zur italienischen Regierung hat es sich (wieder mal) nicht rumgesprochen.
Man kann ein Unternehmen nicht jährlichen mit hunderten Millionen von Euro über Wasser halten. Konkurs und danach kann sich der italienische Markt endlich mal frei konsolidieren. Den italienischen Steuerzahler würde es freuen. 11.000 mal Arbeitslosenunterstützung kommt günstiger für den Steuerzahler. Klingt hart, ist aber fair.

Antworten
Mezgolits
4
6
Lesenswert?

Niemand will die marode Alitalia

Und warum? Offensichtlich gibt es nichts zu
verdienen. Tut mir sehr leid für die 11000
Beschäftigten, aber ein Gesundschrumpfen
bei den Fluglinien, wäre für mich die beste
Lösung. Erfinder Stefan Mezgolits Draßburg

Antworten