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Quartalsergebnis Chiphersteller ams zuversichtlich für Einigung mit Osram

Steirischer Chiphersteller erwartet sich erhebliche Kostenersparnis durch eine Zusammenarbeit. Quartalsgewinn vervielfacht.

© APA/Hans Klaus Techt
 

Der um den deutschen Lichtkonzern Osram buhlende steirische Chiphersteller ams hat sich zuversichtlich gezeigt, dass eine Einigung auf eine Zusammenarbeit mit dem deutschen Traditionsbetrieb gelingt. "Wir erwarten eine Einigung, bevor das Übernahmeangebot startet", sagte ams-Chef Alexander Everke am Dienstag.

Die jüngsten Gespräche mit dem Osram-Management bezeichnete der Manager als konstruktiv. Vorbehaltlich der Zustimmung der deutschen Finanzaufsicht (BaFin) erwartet ams den Beginn der neuen Angebotsfrist bis Ende Oktober.

Kaufangebot gescheitert

ams war mit einem ersten Kaufangebot für Osram gescheitert, will sich aber nicht geschlagen geben. Am Freitag hatte der steirische Konzern ein neues Offert angekündigt, wobei am Preis von 4,6 Milliarden Euro nichts geändert wurde. Allerdings wurde die Mindestannahmequote auf 55 Prozent gesenkt. Zwischen beiden Seiten gab es zudem Gespräche über eine künftige Zusammenarbeit. An den erwarteten Kostensynergien durch einen Zusammenschluss von 300 Millionen hält der Chiphersteller fest. ams ist mit knapp 20 Prozent bereits größter Aktionär des deutschen Traditionskonzerns.

Der in der Schweiz börsennotierte steirische Sensorhersteller ams kann starke Zahlen für das dritte Quartal vorweisen. Im dritten Quartal gab es einen Umsatz von 645 Millionen Dollar (577 Millionen Euro), um 41 Prozent mehr als im Vorjahresquartal (458,7 Millionen Dollar). Das bereinigte Nettoergebnis betrug 158,1 Millionen Dollar verglichen mit 17,8 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. ams investiert allerdings heuer deutlich weniger als im Vorjahr.

Auch für das vierte Quartal erwartet ams eine starke Geschäftsentwicklung und einen Umsatz von 610 bis 650 Millionen Dollar, das wäre ein Anstieg um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge soll mindestens so hoch wie im dritten Quartal sein, das Ergebnis soll sich mehr als verdoppeln.

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