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FlugausfällePiloten der Adria Airways wollen streiken

Piloten der slowenischen Fluggesellschaft Adria Airways haben eine Reihe von Streiks angekündigt, nachdem die bisherigen Verhandlungen zum Abschluss eines neuen Kollektivvertrages ergebnislos verlaufen sind.

Piloten von Adria Airways haben für den 8. September den ersten Streik angekündigt © Markus Traussnig
 

Die Piloten der Adria Airways, der slowenischen Fluggesellschaft mit deutschen Eigentümern, haben eine Reihe von Streiks angekündigt. Sie wollen damit die Unternehmensführung zum Abschluss eines neuen Kollektivvertrages zwingen, nachdem der bisherige am Wochenende ausgelaufen war, berichtete die Nachrichtenagentur STA.

Jeder Streik soll drei Tage dauern, der erste wurde für den 8. September ab Mitternacht angekündigt, teilte die Pilotengewerkschaft SPSS mit. Weitere Streiks sollen am 18. und am 30. September folgen.

Die Verhandlungen, die diese Woche fortgesetzt werden sollen, haben im Juni begonnen, obwohl die Gewerkschaft bereits vor einem Jahr darauf drängte. Trotz intensiver Gespräche im vergangenen Monat gab es noch keinen Durchbruch, weshalb nun die Streiks angedroht wurden. Die Tür für eine Vereinbarung in letzter Minute bleibe aber offen, hieß es aus der Gewerkschaft.

"Unerträgliche Arbeitsbedingungen"

Die Piloten wollen "unerträgliche Arbeitsbedingungen" verbessern und fordern von der Unternehmensführung, dass sie aufhören solle "den bisherigen Kollektivvertrag zu verletzen", berichtete die STA. Die Fluggesellschaft wollte laufende Verhandlungen nicht kommentieren.

Die Adria-Piloten haben sich bereits vor und auch nach der Privatisierung der Fluggesellschaft, die 2016 an den deutschen Investmentfonds 4K Invest verkauft wurde, über schlechte Arbeitsbedingungen beschwert.

Finanzielle Schwierigkeiten und Flugausfälle

Die Fluglinie, die in finanziellen Schwierigkeiten steckt und seit einiger Zeit mit Flugausfällen und Verspätungen kämpft, sucht nach einem strategischen Partner. Die Ausfälle werden mit technischen und operativen Gründen erklärt, laut Medienberichten handelt es sich um einen Mangel an verfügbaren Flugzeugen und Besatzungen. Früheren Berichten zufolge beschwerten sich Piloten, dass sie deswegen bis an die laut Kollektivvertrag zulässigen Grenzen arbeiten müssen.

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