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Kein eigenes LandHongkong-Proteste: Swarovski gerät unter Druck

Chinesische Schauspielerin beendet Zusammenarbeit mit Schmucklabel, das Hongkong auf Webseite als eigenes Land aufführt.

Symbolbild
Symbolbild © APA/EPA/Georgios Kefalas
 

Die Proteste in Hongkong haben auch für nicht-chinesische Firmen Folgen. Denn das Regime in Peking erhöht den öffentlichen Druck. Und so geriet auch der Tiroler Schmuck-Hersteller Swarovski in Kritik. Auf seiner Webseite kann man bei der Länderauswahl Hongkong als eigenes Land auswählen. Für China ein No-Go, da Hongkong zwar relativ viele Freiheiten genießt und eine eigene Währung hat, jedoch seit 1997 Teil des kommunistischen Landes ist.

Und so sah sich die chinesische Schauspielerin Jiang Shuying veranlasst, die Zusammenarbeit mit Swarovski zu beenden, berichtet die BBC. Swarovski reagierte schnell und veröffentlichte auf Facebook eine Entschuldigung.

Swarovski beteuert in dem Posting, das es die Souveränität Chinas stehts beachtet hat und "Ungenauigkeiten" auf seinen Webseiten korrigieren will. Vorerst kann man Hongkong aber weiterhin auf der Webseite des Schmuckherstellers als Land auswählen.

Kein Einzelfall

Swarovski ist allerdings kein Einzelfall. Im Zuge der Proteste in Hongkong haben mehrere chinesische Stars ihre Zusammenarbeit mit ausländischen Firmen aufgekündigt. So kündigte Supermodel Liu Wen an, ihre Geschäftsbeziehungen zum New Yorker Modelabel Coach zu beenden. "Ich entschuldige mich bei allen für den Schaden, den ich aufgrund meiner weniger sorgfältigen Markenwahl angerichtet habe", schrieb sie in einem Weibo-Post, der hunderttausende Male "geliked" wurde. "Ich liebe mein Mutterland und bewahre unerschütterlich Chinas Souveränität." Auf den T-Shirts war in einer Liste mit Städte- und Ländernamen neben "Beijing, China" auch "Hongkong" ohne Länder-Zugehörigkeit aufgeführt. Das zu Tapestry gehörende Label Coach entschuldigte sich und erklärte, den "schwerwiegenden" Fehler im Mai 2018 entdeckt und die T-Shirts weltweit sofort zurückgerufen zu haben.

Das beliebte chinesische Musik-Idol Jackson Yee sagte, er habe bei Weibo die Verbindung zu Givenchy abgebrochen, nachdem Bilder von einem T-Shirt der Marke aufgetaucht waren, auf denen Hongkong und Taiwan wie separate Staaten aufgeführt wurden. Auch Givenchy entschuldigte sich am Montag und sagte, dass "die chinesische Souveränität immer geachtet wird". Die künstlerische Leiterin von Versace, Donatella Versace, hatte bereits am Sonntag ihr Bedauern erklärt und mitgeteilt, den Verkauf der T-Shirts mit ähnlichen Aufdrucken am 24. Juli gestoppt und die Ware zerstört zu haben.

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Danke für Ihr Verständnis.

Amadeus005
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Geht ja einfach - mit Währungswahl

China (CNY)
China (HKD)
China (MOP)
Und gerne
China (NTD)

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waggef
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Erschütternd

Wie sie alle ihren Bückling vor Peking machen und „Mea culpa!“ rufen. FREE TIBET! FREE TAIWAN! FREE HONGKONG!

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Reipsi
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Dabei haben

die Chinesen mehr zu verlieren wie wir, sie wollen ja ihren Ramsch verkaufen.

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styrianprawda
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@Reipsi

In diesem Fall wohl eher die "westlichen" Marken ihr Zeugs an wohlhabende ChinesInnen bringen.

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paulrandig
2
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Gibt's sonst keine Models und Schauspieler?

Ich habe immer geglaubt, es gäbe so etwas wie einen Freien Markt. Oder hat das System der Erpressung und des reinen Machtgehabes Chinas bereits alles so weit infiltriert, dass solche Rückzüge tatsächlich Erfolg haben?

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schadstoffarm
4
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aha

ich stelle mich als Bierbauchmodel für die Leiberln "Freies Tibet" und "Freies Xinjiang" zur Verfügung.

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