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Klimaneutral fliegenDeutsche Luftfahrt will synthetisches Kerosin forcieren

Die deutsche Luftverkehrsbranche will langfristig auf die Entwicklung und Produktion synthetischen Flugbenzins setzen und macht weitere Vorschläge zur CO2-Reduktion beim Fliegen.

© Griese
 

Auf dem Weg zum klimaneutralen Fliegen setzt die deutsche Luftverkehrsbranche langfristig auf die Entwicklung und massenhafte Produktion synthetischen Flugbenzins. Das fossile Kerosin müsse durch regenerative Kraftstoffe ersetzt werden, damit die CO2-Emissionen des Luftverkehrs auf Null sinken könnten, heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung des Branchenverbands BDL. Dafür sei eine industriepolitische Initiative der EU und ihrer Mitgliedsstaaten notwendig.

So könnte beispielsweise überschüssige Windkraft mit dem "Power to Liquid"-Verfahren zur Kraftstoffproduktion eingesetzt werden. In der Erklärung zeigten sich die beteiligten Unternehmen bereit, sich an Pilotprojekten zu beteiligen, ohne einen konkreten Zeitplan zu benennen.

Debatte um Luftverkehrssteuer

Der Verband, in dem unter anderem die Flughäfen und die größeren Fluggesellschaften organisiert sind, verlangte zudem, die deutsche Luftverkehrssteuer für die Förderung der regenerativen Kraftstoffe einzusetzen. Bislang hatte sich der BDL stets für die Streichung der sogenannten Ticketsteuer eingesetzt, die dem Bund im vergangenen Jahr rund 1,2 Milliarden Euro eingebracht hat. Einzelne Manager wie der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr oder der Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte hatten diese Position bereits in den vergangenen Monaten aufgegeben.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte zwar die Zielsetzung des Verbandes, wies aber auf weitere schädliche Folgen des Flugverkehrs hin. Verkehrsexperte Arne Fellermann verlangte eine Ausweitung der bestehenden Luftverkehrsabgabe um eine Klimakomponente. Die erhöhten Einnahmen sollten zur Finanzierung klimafreundlicherer Alternativen wie der Bahn eingesetzt werden. Der tourismuspolitische Sprecher der Grünen, Markus Tressel, verlangte einen konkreten Zeitplan und belastbare CO2-Reduktionsziele.

Bahn statt Flugzeug

Der BDL macht weitere Vorschläge: So sollen den Passagieren im Buchungsprozess leichter CO2-Kompensationszahlungen angeboten werden. Auch müsse der europäische Luftraum weiter vereinheitlicht werden, um klimaschädliche Umwege der Flugzeuge zu vermeiden. Man sei bereit, innerdeutsche Flugstrecken einzustellen, wenn mit einer gut ausgebauten Bahnanbindung sogenannter intermodaler Verkehr möglich werde. Die Fluggesellschaften investierten in neues, effizienteres Fluggerät und nähmen weiterhin an den internationalen Programmen zum Emissionshandel teil. Nationale Alleingänge etwa zur Einführung einer CO2-Bepreisung lehnt der BDL aber weiterhin ab.

Kommentare (9)

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Amadeus005
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Synthetisches Kerosin

Und was ist das jetzt getankte? Natürliches Kerosin?

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gm72
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Fossil

.

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crawler
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um kein schlechtes Gewissen zu haben

könnt man da das Ganze als BIO- Kerosin betitteln.

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gm72
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Warum?

Was soll daran "BIO" sein? Es wäre synthetisch erzeugt.

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büffel
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Für jene, die es noch nicht gewußt haben:

Das Modewort "klimaneutral" bedeutet nicht "nicht umweltschädigend". Es müssen also alle Urlauber, welche per Flugzeug unterwegs sind, nach wie vor ein schlechtes Gewissen haben sich am Aussterben diverser Arten inkl. uns Menschen massiv zu beteiligen.

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pesosope
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büffel

na Sie scheinen ja wirklich ein Experte zu sein, also erklären Sie mir das (Erzeugung, Treibhausgase, Schadstoffe von XTL) doch bitte einmal näher

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schulzebaue
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Aber

Letzteres würde erstere retten

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ichbindermeinung
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EU-Vorbild der Glaubwürdigkeit wegen

die Mitarbeiter der EU, ca 50.000 an der Zahl, sollten der unionsweiten Vorbildfunktion wegen, alle innereurop. Dienstreisen nur mehr mit der klimafreundl. Bahn absolvieren und auf die klimaschädl. CO2-Flugreisen verzichten, damit man den Unionsbürgern veranschaulicht, dass man das, das man tagtäglich predigt und fordert, auch selbst lebt

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tomtitan
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@ich: sensationeller Vorschlag!

Nur glaube ich nicht, dass er umgesetzt wird...

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