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Datenschutz-VerletzungenFacebook zahlt 5-Milliarden-Dollar-Strafe

Der Skandal rund um Cambridge Analytica wird für Facebook teuer. Der Konzern akzeptiert eine Strafe in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark Zuckerberg © APA/AFP/Josh Edelson
 

Facebook hat einem milliardenschweren Vergleich mit der US-Aufsichtsbehörde zugestimmt. Die Federal Trade Commission (FTC) hat bekannt gegeben, dass der Konzern als Teil der Vereinbarung einen Vorstandsausschuss für Datenschutz einrichten werde. Reuters hatte die Details bereits zuvor von zwei mit den Vorgängen vertrauten Personen erfahren.

Auch solle sichergestellt werden, dass die Privatsphäre der Nutzer künftig angemessen geschützt werde. Die von der FTC verhängte Strafe von fünf Milliarden Dollar (4,48 Mrd. Euro) - die höchste von ihr geforderte Strafe - werde Facebook akzeptieren.

Die Behörde untersuchte, ob das weltgrößte soziale Netzwerk mit der Weitergabe von Nutzerdaten an die Analysefirma Cambridge Analytica im US-Präsidentschaftswahlkampf von Donald Trump gegen ein Datenschutz-Gesetz von 2011 verstoßen hat. Cambridge Analytica hatte Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern abgegriffen, die bei der Präsidentenwahl mutmaßlich missbraucht wurden, um Trump zu unterstützen. Politiker und Regulierer rund um den Globus hatte das alarmiert und zu einer breiten öffentlichen Diskussion darüber geführt, ob Facebook nicht stärker kontrolliert werden müsse.

Für das Online-Netzwerk ist eine Strafe dieser Größenordnung leicht zu verdauen. Bereits im ersten Quartal hatte Facebook dafür drei Milliarden Dollar zurückgestellt. In dem Vierteljahr gab es immer noch 2,43 Milliarden Dollar Gewinn. Schon damals hatte das Unternehmen geschätzt, dass die Zahlung auf fünf Milliarden Dollar hinauslaufen könnte.

 

Kommentare (1)

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joe1406
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Wenn es sich eine Firma leisten kann

5 Mrd. Dollar Strafe zu zahlen, ist das schon an und für sich unmoralisch.

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