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Neues Wundermittel?Kärnten startet Wasserstoff-Initiative

Kärnten hat eine Wasserstoff-Deklaration verabschiedet, um das Element für Mobilität und Wirtschaft zu nutzen. Doch die Technologie ist noch nicht massentauglich.

Landesräte Sebastian Schuschnig und Martin Gruber mit Hyundai-Flottenchef Michael Heilmann am Dienstag in Klagenfurt
Landesräte Sebastian Schuschnig und Martin Gruber mit Hyundai-Flottenchef Michael Heilmann am Dienstag in Klagenfurt © Hannes Krainz
 

Insgesamt 40 Wasserstoff-Autos gibt es derzeit in Österreich. Und fünf öffentliche Wasserstoff-Tankstellen – in Wien, Wiener Neudorf, Graz, Asten bei Linz und in Linz.
Von einer Massentechnologie ist Wasserstoff in Bezug auf Mobilität noch weit entfernt. Aber politisch ist er en vogue.
Jetzt sollen auch in Kärnten die ökologischen und volkswirtschaftlichen Vorteile des chemischen Elementes mit dem Symbol „H“ ausgelotet werden. Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) unterschrieb am Dienstag gemeinsam mit seinem Amtskollegen Martin Gruber ebenso wie zahlreichen hohen Wirtschaftsvertretern die „1. Kärntner Wasserstoff-Deklaration“. Deren zentraler (hier verkürzt wiedergegebener) Satz: „Im Bereich der Mobilität, besonders im Öffentlichen Verkehr, bekunden wir das Bestreben, die Möglichkeiten der Erzeugung von grünem Wasserstoff sowie den Aufbau der notwendigen Tankinfrastruktur für den ansteigenden Wasserstoffbedarf zu unterstützen, damit das Land Kärnten ein Vorreiter in der Wasserstoff-Nutzung werden kann.“

Kärnten will Wasserstoff-Technologie vorantreiben

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"Modellregion Großglockner"

Wie viel öffentliche Mittel sind dafür nötig? Wie Wasserstoff konkret Kärntens Wirtschaft und Fahrzeuge klimaneutral machen soll, ist noch nicht klar. Nur, dass die Großglockner Hochalpenstraße eine „Modellregion“ werden soll. Auch nicht, wann mit der ersten Kärntner Wasserstofftankstelle zu rechnen ist, ohne die es freilich keinen Sinn macht, hier ein Wasserstoff-Auto zu fahren. Es gibt in Kärnten kein einziges.
Michael Heilmann, Hyundai-Flottendirektor in Österreich, fuhr gestern zu Demo-Zwecken mit einem „Nexo“ in Klagenfurt vor. Auch Heilmann sagt: „Massentauglich wird die Technik erst in sieben bis zehn Jahren sein.“ Als Gründe dafür nennt er: Der Treibstoff ist noch zu teuer, er kostet derzeit gleich viel wie Benzin. Es gibt zu wenig Infrastruktur. Und es gibt zu wenig „grünen“ Wasserstoff.
Grün darf man Wasserstoff nennen, wenn er mit erneuerbarer Energie erzeugt wird. Das geschieht in einem Elektrolyseur, der Wasser unter Strom setzt, sodass sich Wasserstoff und Sauerstoff voneinander trennen.
Der südkoreanische Auto-Konzern, der sich seit 25 Jahren mit der Wasserstoff-Technologie beschäftigt, kann ihre Vorzüge freilich gut anpreisen. Die Norm-Reichweite des rund 65.000 Euro netto teuren Nexo liegt bei 660 Kilometern. In vier Minuten ist er vollgetankt. Er ist mit 6,6 Kilo gasförmigem Wasserstoff an Bord sehr leicht. Und wegen seines E-Motors leise. Ja, auch Wasserstoff-Autos brauchen einen E-Motor.

Treibstoff von morgen?

Wie bei Batteriefahrzeugen treibt beim Wasserstoff-Auto ein Elektromotor die Räder an. In eigenbauten Brennstoffzellen reagiert Wasserstoff mit Sauerstoff zu Wasser. Dabei wird Strom erzeugt. Aus dem „Auspuff“ kommt: Wasserdampf.
Norwegen, Holland und auch Deutschland sind in Sachen Wasserstoff schon weiter.
Hyundai glaubt an Wasserstoff als Zukunftsthema. „700.000 Fahrzeuge Jahresproduktion ist das Ziel des Konzerns“, sagt Flottenchef Michael Heilmann.

Kommentare (13)

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CuiBono
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Konstruktive Info

Um die Diskussion zu den Für&Wider der H2- bzw. E-Technologie ein wenig weiter zu bringen:
Im journalistischen rosafarbenen Mitbewerberblatt bin ich auf einen Link zu einem recht konstruktiven Beitrag zu diesem Thema gestossen.

Links sind hier nicht erwünscht (vielleicht sagt uns die Redaktion der KlZ ja irgend wann einmal, warum?), daher bitte selber suchen unter:

"Brennstoffzelle im Auto: Besser als Lithiumakkus? | Harald Lesch".

Typen wie RaraAvis hier wird das wohl auch nicht interessieren. Dessen Meinung ist vorgefasst und in Lithium gemeißelt und aus welcher Ecke dieser Kommentator kommt, darf sich jeder hier selber aussuchen.
LOL

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tom2
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Ein wenig spät..

... die Initative und noch immer irgendwie zahnlos wenn nicht gar planlos. Dabei lässt sich die richtige Strategie sehr einfach "erahnen":
E-Mobilität stößt sehr bald an ihre Grenzen was Massentauglichkeit anbelangt. Effizente! Reichweite (Akkugröße und Produktionsresourcen), Ladezeiten und Energiebereitstellung (Produktion und Verteilung)sind nicht gelöst
.
Hier hat der Wasserstoff einige klare Vorteile, nur ist ein dichtes Tankstellennetz ebenso aufwendig. Die naheliegende Lösung: E-Motor getriebene Fahrzeuge die einen kleinen Akku ( ~150km Reichweite) besitzen für tägliche Kurzstrecken und eine Brennstoffzelle mit Wasserstofftank für Langstrecken. Dadurch erhält man die Basismobilität (an jeder Steckdose ladbar) hat aber dennoch die heutige langstrecken Tauglichkeit inkl. schnellem auftanken und braucht darüber hinaus kein dichtes Wasserstoff Tankstellennetz zu bauen da ja der "kleine" Akku genug Autonomie bringt.

Zusätzlich gehört auf den Transportrouten die 1. Fahrspur der Autobahnen zu 75% mit Oberleitung ausgestattet, sodass (vorerst) der gesamte Inlands LKW/Bus Transport auch auf E-motoren (plus kleiner Akku mit ~50km Reichweite) umgestellt werden kann. Die Technologie für letzteres ist bereits vorhanden es fehlt nur der politische Wille zur zügigen Umsetzung.

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Geerdeter Steirer
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Eine sicherlich gut bezahlte Werbeaktion

vom Autohersteller...........

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RaraAvis
22
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Wasserstoff mag als Speicher und für Schiffe, LKWs eine Lösung sein

hat aber im PKW nichts verloren. Im PKW macht nur Akku einen Sinn. Alle feuchten Träume vom Wasserstoffauto sollte man rasch als solche erkennen und beenden.

Wenn man sich aufs Prinzip konzentriert - für Schiffe, LKWs, Speicher - könnte das Konzept aufgehen.

Wasserstoff ist im PKW auch viel zu gefährlich, monatliche TÜV-Prüfungen wären wohl notwendig und wer will jeden Monat zum "Pickerl"?

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hugo22
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Kärnten für Wassersoff prädestiniert

In Kärnten vermischt sich Ahnungslosigkeit mit Größenwahn. Du kannst den Kärnten aufgrund ihrer Unwissenheit alles erzählen. Niemand wird hier hinterfragen, warum Wasserstoff aus fossilem Erdgas hergestellt wird, warm er 4-5x so teuer ist wie Strom-Autos und wie gefährlich er ist. Niemand weiß hier was 700 bar bedeutet, wer hat schon im Physik Unterricht aufgepasst?

Kärnten wird im globalen Alleingang zur Wasserstoffnation werden. Ganz sicher.

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scionescio
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Es tut weh, so viel geballten Unsinn zu lesen ...

... tröstlich ist nur, dass deine Absicht und Ahnungslosigkeit von jedem auch nur mittelmäßig intelligenten Konsumenten offensichtlich ist!

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RaraAvis
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:)

Ihre nur aus persönlichen Angriffen und sonst sinnleeren, meist mit Lügen gespickten Kommentare sind wohl allen im Forum bestens bekannt.

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joektn
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Ähm

Auch ein Wasserstoffauto hat einen Akku, nur ist der halt deutlich kleiner da hier der Strom selbst in einer Brennstoffzelle erst erzeugt wird. Als auch ein Wasserstoffauto ist genau genommen ein Elektroauto.
Wasserstoff ist auch kein bisschen gefährlich im Normalfall, da sich das Gas sehr sehr schnell verflüchtigt und mit einer kleinen Flamme verbrennt. Expolsionsgefahr ist nur bei einer speziellen Mischung aus Wasserstoff und Sauerstoff gegeben, die man aber in der freien Natur so nicht zusammen bekommt in der Regel.

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CuiBono
4
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Belege

für das offensichtlich aus Ihren Fingern Gesaugtem haben Sie nicht zufällig.

"Wasserstoff ist im PKW auch viel zu gefährlich, monatliche TÜV-Prüfungen wären wohl notwendig und wer will jeden Monat zum "Pickerl"?"

Geht's noch?

Wo anders fahren die Dinger schon längst alltagstauglich herum und der Kärntner neo-Ableger vom Messias (mit dem lokalen Statthalter der Schwarz-Türkisen im Gespann) faselt irgendwas von "Vorreiterrolle".
Die zwei Koryphäen sollten mit Ihren Wahlspendern reden damit endlich EIN PAAR Wasserstofftankstellen in Kärnten angesteuert werden kann. Aber die sind wohl noch zu sehr im Fossilverbrenner-Imperium verhaftet.

Also wäre es besser, die zwei würden den Mund halten, weil realisieren können's beide genau nix.
Und heisse Luft gab es schon genug vom PatzDiAn.

Weniger Show und BlaBla und MEHR Inhalt.
So schaut verantwortliche Politik aus.
So hätte sie auch auszusehen, durch die von uns gewählten und bezahlten Treuhänder.

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RaraAvis
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Wasserstoff ist riesige Energieverschwendung

Dass Wasserstoff so gepusht wird, ist natürlich ein verzweifelter Versuch der Mineralölindustrie uns weiter am Schnürchen der Abhängigkeit zu halten, denn Wasserstoff wird aus Erdgas geröstet. Die Herstellung aus Elektrolyse braucht bis zu zehnmal so viel Strom im Vergleich zur direkten Nutzung.

Wasserstoff hat im Endeffekt einen grottenschlechten Wirkungsgrad und keinen Vorteil.

Wasserstoff ist ein hochexplosives, brennbares und aggressives Gas - wie man bei der Explosion einer Wasserstofftankstelle in Norwegen kürzlich gut sehen konnte und es wird nicht die letzte sein.

Wasserstoff greift alle Elemente extrem an. Schon VW musste bei seinen Erdgas Autos erleben, dass die Tanks und Ventile leck wurden. Beim Wasserstoff ist das noch viel wahrscheinlicher.

Aktuell können Sie Wasserstoffautos (die 40 Stück :) auch nur leasen und müssen ein treuer Kunde der Wasserstoffindustrie sein (warum wohl? :).

Kärnten wäre besser beraten in den Ausbau des Schnellladenetzes für Elektroautos zu investieren und dieses zu beschleunigen und den Lithiumabbau im Land voranzutreiben. Denn selbst als Speicher ist ein Lithiumakku besser als Wasserstoff.

Ich befürchte, dass jede Investition in Wasserstoff ein Milliardengrab wird.

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scionescio
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@Ahnungslos: Längst ist nicht die Energiegewinnung, sondern die Bereitstellung/Speicherung die Herausforderung ...

... und da ist der hohe Energieinhalt in Verbindung mit der Speicher- und Transportmöglichkeit das aktuell unschlagbare Plus von Wasserstoff!

6kg Wasserstoff lassen sich in 4Minuten tanken und reichen für echte 600km - man braucht knapp 3000kg Akkupacks, die viele Stunden (trotz akkuzerstörender Schnell-Ladung) geladen werden müssen, für ein BEV - also mehr als ein Kleinlaster um jemanden in Schleichfahrt (ohne große Steigungen, ohne Anhänger und zu kalt sollte es auch nicht sein ...) mit einem akkugespeisten Fahrzeug zu transportieren - also sprich bitte als Ahnungsloser nicht von Wirkungsgrad und erspar uns deine alternativen Fakten aus deiner Echokammer.
Das einzige Milliardengrab sind die Investitionen für Ladeinfrastruktur für eine sauteure und umweltschädlich Brückentechnologie (Akku als Energiespeicher)!

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RaraAvis
3
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Sie beweisen mit jedem Post

dass alles Ihrer Phantasie entspringt.
Aber es macht einfach keinen Sinn mit Ihnen zu diskutieren, das ist wie mit einer Taube Schach zu spielen. Sie kacken halt nichts aufs Brett, sondern wiederholen mit Copy und Paste seit fünf Jahren die selben identischen, erfunden, falschen Sätze. (3000 kg, Schleichfahrt …. nicht von Graz nach Wien …. akkuzerstörend …. Anhängerblabla, Steigung …. umweltschädigend, sauteure. Mit den Kosten einer Wasserstofftankstelle kann man halb Kärnten mit Ladestationen versorgen zb.

Das gute daran ist, dass wir halt wissen, dass das E-Auto gewinnt und Wasserstoff im PKW nicht kommt. Aber bisschen dürfen Sie ja den Bubentraum träumen. Wobei ich nicht mal weiß, was am Wasserstoff so toll sein soll.

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scionescio
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@Ahnungsloser: jede meiner Behauptungen habe ich auch für Laien verständlich argumentiert und Fachleute wissen eh Bescheid ...

... warum sie trotz mehrmaliger Wiederholung nicht in der Lage sind, Zusammenhänge zu verstehen, kann ich ihnen nicht beantworten.
Nur ohne Argumente/Fakten zu behaupten, dass alles, was nicht ins eigene Weltbild passt, falsch ist, wird nicht einmal die Dummen beeindrucken ...
Mir geht es nicht ums gewinnen (im Gegenteil zu ihnen bin ich davon nicht wirtschaftlich vom Erfolg von eAutos abhängig und muss deshalb schauen, dass ich viele Uninformierte zu einer Fehlentscheidung verleite) sondern um eine zukunftsträchtige, umweltschonende und nachhaltige Lösung des Mobilitätsproblems - und da wird der Akku, abgesehen von einer schmalen Nische, keine tragende Rolle spielen!

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