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Nach ParlamentsbeschlussViele offene Fragen rund um das Totalverbot von Glyphosat

Viele offene Fragen nach Nationalratsbeschluss. Klarheit, ob überhaupt und wann das Glyphosatverbot gilt, gibt es nicht vor Herbst. Ein Faktencheck.

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Glyphosat
Glyphosat © APA
 

Ja was jetzt? Seit Jahren beschäftigt der in der EU noch bis 2022 zugelassene Pflanzenwirkstoff Glyphosat Studienautoren, Gerichte, Polit-Debatten und Stammtische. Im Zuge des vorwöchigen Abstimmungsmarathons im Nationalrat ging alles plötzlich ganz schnell – und mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ, Jetzt und Neos wurde ein totales Glyphosat-Anwendungsverbot in Österreich bestimmt.
Nun fragen sich Anwender des Herbizids, (die bekannteste Marke ist „Round up“) von Kleingarten-Besitzern über die Landwirtschaft bis hin zu Kommunen oder Infrastruktur-Unternehmen, wann das Verbot in Kraft tritt und ob man es überhaupt noch verwenden darf.

Kommentare (6)

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duerni
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6
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Gifte gehören nicht in die Hände.........

…… von Laien. Die Anwendung von Glyphosat in der Landwirtschaft vereinfacht die Unkrautbekämpfung und verbilligt damit die Produktion. Da Unkrautbekämpfung unabdingbar ist, muss beim Verbot von Glyphosat eine Alternative bereitstehen und verfügbar sein. Das Verbot von Glyphosat nur in begrenzten Einsatzgebieten, verzerrt den Wettbewerb, weil die Alternativen teurer sind. Die derzeitige Situation im Parlament mit wechselnden Mehrheiten Beschlüsse fassen zu können, wird offensichtlich von den seit der letzten NR Wahl entmachteten Parteien für "Racheakte" missbraucht - Populismus eben.

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CuiBono
6
5
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Eine dämliche Augenauswischerei

ist der Kärntner Alleingang.

Das Verbot gilt nämlich nur für Privatanwender und NICHT für die Landwirtschaft. Alldieweil Privatanwender angeblich zu blöd sind, die glyphosathältigen Herbizide korrekt anzuwenden. Neben- und Vollerwerbsbauern (inklusive der Agrarindustriebetriebe) sind da - so die Annahme - viel gescheiter und verwenden streng nach Vorschrift.

Nur um klar zu stellen:
ich bin GEGEN jegliche Weiterverwendung von Glyphosat. Der Zulassungsprozess dieses Herbizids in der EU (und nicht nur dort) stinkt bis zum Himmel. Es ist mittlerweile erwiesen, dass Expertisen für die rechtliche Zulassung von Monsanto vorgegeben wurden und einer unabhängigen Überprüfung nicht stand halten.
Mit einem Wort: es wurde getürkt.
Die Annahme, dass das Mittel doch krebsauslösend sein könnte, erhält immer mehr an Gewicht.

Also - wenn schon Verbot, dann zumindest flächendeckend EU-weit, für ALLE Anwender!
Und konsequentes Importverbot für Agrarprodukte, wie unter Anwendung von Glyphosat hergestellt wurden.

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CuiBono
4
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edit

...ist der ÖSTERREICHISCHE Alleingang.

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umo10
3
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Unrentabel

Getreide wird wohl zukünftig aus dem Ausland kommen

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stprei
3
13
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Ablaufdatum

Es gab dafür soundso ein Ablaufdatum verstehe es die plötzliche Hudelei nicht. Hier wird einfach nur populistisches Gold-Plating betrieben, das wohl EU-rechtlich nicht ganz sauber ist.

Aber man kann ja glyphosat-Kartoffel aus Spanien und Ägypten holen und den heimischen Bauern die Produkte verteuern.

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X22
4
8
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Da macht man genau das Gegenteil, was man versprochen hat, laut Türkis(blau) sollten nationale Belange, die rein nur innerösterreichische Belange sind, die gegenüber EU Regelungen den Vorzug erhalten sollten

Wenn's ums Geld geht entscheidet die Türkise VP gleich wie die Schwarze VP, da sind die möglichen gesundheits- und umweltschädlichen Folgen nebensächlich, mich wundert's, dass sie noch keine Subventionen für die industrielle Landwirtschaft gefordert haben

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