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ÖGK weist Kritik zurückKrankenkassen: Das neue Logo soll 400.000 Euro kosten

Die mit Jahresanfang an den Start gehende Österreichische Gesundheitskasse bekommt auch ein Logo. Das soll 400.000 Euro kosten, berichtet die "Krone". ÖGK weist Kritik zurück. NEOS empört.

© (c) Franz Pfluegl - stock.adobe.com (Franz Pfluegl)
 

Die neue Österreichische Gesundheitskasse bekommt auch ein neues Logo. Ein Erstentwurf zeigt einen grünen Kreis und den schwarzen Schriftzug "Österreichische Gesundheitskasse". Die Kosten für den Auftrag sollen sich auf satte 400.000 Euro belaufen. Dafür hat laut "Krone" eine türkis-blaue Mehrheit in den Gremien gestimmt.

Die Umsetzung der Kassenreform, ein Prestigeprojekt der mittlerweile zerbrochenen türkis-blauen Regierung, ist derzeit in vollem Gange: Statt neun Gebietskrankenkassen soll es ab 1. Jänner 2020 eine Österreichische Gesundheitskasse geben. Umgesetzt wird die Reform vom sogenannten Überleitungsausschuss, der Anfang April seine Arbeit aufgenommen hat. Dort gibt es eine türkis-blaue Mehrheit, rote Vertreter klagen gegenüber der "Krone", dass sie bei Abstimmungen überstimmt werden.

Wer den Auftrag erhalten soll

Auch in der Kostenfrage für das Logo soll über die roten Vertreter drübergefahren worden sein. Den Auftrag erhalten hat laut dem Bericht die Agentur GGK MullenLowe - nach einer Ausschreibung vom damals noch blauen Sozialministerium. Erst im April sorgten die Kosten für den neuen Markenauftritt der Stadt Wien für Kritik. Die Erarbeitung des Logos ließ sich die Stadt 595.000 Euro kosten.

ÖGK weist Kritik zurück

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hat die Kritik an den Kosten für ihr neues Logo als falsch bzw. verkürzt dargestellt zurückgewiesen. Beim Angebot von 400.000 Euro gehe es um mehr als nur das Logo, zudem sei der Auftrag noch nicht erteilt, sondern erst ein Angebot eingeholt worden. Das erklärte der Vorsitzende des Überleitungsausschusses, Matthias Krenn, in einer Aussendung am Sonntag.

Bei diesem Auftrag gehe es darum, dutzende Außenstellen, eigene Einrichtungen, hunderte Websites, Drucksorten, Online-Angebote und auch die gesamte direkte Kommunikation mit den Versicherten zusammenzuführen. Zudem existiere derzeit lediglich ein Rahmenbeschluss des Überleitungsausschusses der ÖGK, wonach Leistungen der aus einer europaweiten Ausschreibung als Best-und Billigstbieter hervorgegangenen Agentur abgerufen werden dürfen.

"In einem ersten Schritt wurde die Agentur zur Angebotslegung eingeladen - diese Offerte liegen vor und werden nun einer intensiven Marktüblichkeitsprüfung unterzogen. Ich will klarstellen, dass keine Beauftragung erfolgt ist. Wir haben Angebote auf dem Tisch, prüfen diese nun und gehen in die nächsten Verhandlungsrunden", so Krenn.

NEOS vermuten "Selbstbedienung"

„Es ist eine unfassbare Sauerei, wie Türkis-Blau auf Kosten der Versicherten Unsummen an Beiträgen verschleudert“, kommentiert NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker die Berichte über die Kosten für das Logo.

Man fordere "die sofortige Offenlegung der Ausschreibungsunterlagen". Zudem kündigen NEOS eine parlamentarische Anfrage zu dieser Auftragsvergabe an. Loacker: „Denn ich frage mich schon: Wozu braucht eine Körperschaft öffentlichen Rechts ohne jeden Mitbewerber und ohne jede Konkurrenz einen so teuren Markenauftritt?“ Loacker vermutet, dass ein Teil des Geldes an Agenturen im Parteiumfeld fließen könnte.

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Danke für Ihr Verständnis.

tomtitan
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Wenn man bedenkt was die ORF-Logos bisher gekostet haben

ist das ja glatt ein Schnäppchen (und noch dazu alles für den Hugo... )

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CuiBono
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EUER Geld

für unsere Leut.
Merkt's Euch das endlich.

Und tut's nur brav den Kurzen wieder wählen, wo er doch so liiiieb schweigen kann.
Man gönnt sich ja sonst nix.

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Miraculix11
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Sturm im Wasserglas

Die ÖGK wies Kritik an den Kosten für ihr neues Logo als falsch bzw. verkürzt dargestellt zurück. Beim Angebot gehe es um mehr als nur das Logo, zudem sei der Auftrag noch nicht erteilt, sondern erst ein Angebot eingeholt worden. Das erklärte der Vorsitzende des Überleitungsausschusses, Matthias Krenn, in einer Aussendung.

Bei diesem Auftrag gehe es darum, Dutzende Außenstellen, eigene Einrichtungen, Hunderte Websites, Drucksorten, Onlineangebote und auch die gesamte direkte Kommunikation mit den Versicherten zusammenzuführen. Zudem existiere derzeit lediglich ein Rahmenbeschluss des Überleitungsausschusses der ÖGK, wonach Leistungen der aus einer europaweiten Ausschreibung als Best- und Billigstbieter hervorgegangenen Agentur abgerufen werden dürfen.
Quelle :ORF

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Mein Graz
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@Miraculix11

Steht auch hier...

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Hans Gürtl
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Gebührenordnung für Graphiker

Es gibt eine GOA für Graphische Arbeiten. Was sagt da die Gebührenordnung ? Die Erregungsdemokratie beginnt schon zu laufen. Mich interessiert auch das Ergebnis der Vorschlage vor dem Ankauf.

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Miraculix11
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@ Mein Graz

Ja das steht auch hier. Aber auch: Den Auftrag erhalten hat laut dem Bericht die Agentur GGK MullenLowe - nach einer Ausschreibung vom damals noch blauen Sozialministerium.
Womit sich die Kleine Zeitung selbst widerspricht.

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ChihuahuaWelpe55
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Wie wäre es, den ganzen schwarz-blauen Schwachsinn einfach rückgängig zu machen und stattdessen

das Geld für eine solide Sozialleistung wieder auszugeben?

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Balrog206
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Mach

Mal Vorschläge ? Bekommst zu wenig ?

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paddington1
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@balrog

In welchen Bereichen sind für den VERSICHERTEN Verbesserungen gegeben?

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ChihuahuaWelpe55
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Whaaaat?

Das versteh ich nun nicht! Bitte erläutern's mir das, was sie gemeint haben.

Wenn die FPÖ-ÖVP Regierung meint, sie müsse die Sozialleistungen an die der Arbeitgeber-Krankenkasse angleichen, dann bedeutet das ein MASSIVER Sozialverlust, denn als Arbeitgeber musst entweder vom Arzt alles (horrende Summen gleich über den Selbstbehalt) zahlen oder du hast eine Zusatzversicherung. Und das einem Arbeitnehmer aufhalsen, das möchte kein vernünftig denkender Mensch! @Balrog, sind sie Arbeitnehmer oder Arbeitgeber?

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Balrog206
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Chia

Beides in einem als Antwort auf deine letzte Frage 😉

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ChihuahuaWelpe55
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No "als" .. Ich weiß nicht, wo sie einen Vergleich heraus lesen!

Beantworten's mir nun meine Frage: sind sie ein Arbeitnehmer oder Arbeitgeber?

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Balrog206
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Chia

Gesellschafter und Geschäftsführer einer GmbH mit 25% Anteil ist was ? Somit wäre das Rätsel gelöst 😉

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voit60
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Hauptsache

100 Prozent der Kassen sind dann unter schwarzer Führung.

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Estarte
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EINE FRECHHEIT !!!

Warum bezahlt "man" 400.000 Euro für ein einfaches Logo ?
Viele einheimische Werbeagenturen hätten es für ein Zehntel dieses Preises gemacht, und besser hingekriegt.
Wer ist dafür verantwortlich ? bzw. Wer kann einfach über diese Summe verfügen und in den Steuertopf greifen ?
Wie kann es sein, dass die Firma einfach verlangen kann ,was sie will ??? das ist ja bereits mehr als ein Wucherpreis.
Ein Grafiker muss für diese Summe fast 20 Jahre lang arbeiten gehen !
Es muss doch Bestimmungen und Richtlinien , wie überall geben ! oder nicht ? eine Obergrenze
Ein NEUES GESETZ !!! müsste beschlossen werden.
Hat GGK einfach einen Auftrag erhalten ? und konnte verlangen was sie will ?
Diese Agentur bekommt ja so gut wie ALLE Aufträge !
Wie erklärt oder rechtfertigt diese Firma den Preis ?
Warum wird einfach bezahlt, was verlangt wird ?
Wer erhält die Vermittlungsprovision ?
Wer hat die Agentur ausgewählt ?
Vetternwirtschaft ? Freunderlwirtschaft ?
Ein Auftrag in dieser Höhe muss öffentlich ausgeschrieben werden ! die Auftragssumme sollte vom Auftragsgeber festgelegt werden bzw. die Höhe muss begrenzt werden.

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fersler
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abgesehen

vom Logo.

Werden die GKK in den Bundesländern zugesperrt und durch Briefkästen ersetzt?

Wenn nein, sind es dann ja 9+1= 10 !!??

Die großspurig angekündigte Milliarde an Einsparungen hat sich ja ohnehin schon in Luft aufgelöst. Es wird sogar teurer.

Der neue (blaue) Chef hat bereits vor einiger Zeit in einem peinlichen ORF Auftritt keine einzige Maßnahme anführen können, die eine Kostenreduktion in dieser Größenordnung bestätigt.

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Miraculix11
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Zm Vergleich wie sparsam die Gemeinde Wien ist

Wien verpasst sich neues Logo - um 582.000 Euro!

Die Hauptstadt richtet ihre Kommunikation neu aus, am Mittwoch wurde das Herzstück der Neuaufstellung enthüllt: Wien bekommt ein neues Logo und Schriftbild. Statt unzähliger Designs setzt die Stadt auf einen einheitlichen Auftritt. Ein Jahr lang hat eine Arbeitsgruppe an dem neuen Erscheinungsbild gebastelt. Kostenpunkt der Aktion: 582.000 Euro!

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mapem
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Und was willst jetzt mit dem Hin und Her in diesem Thread zum Ausdruck bringen, Miraculix?

• Kosten fürs Logo eh okay, weil Wien auch neues Logo blablabla …? (ohne Whataboutism geht´s offenbar nicht mehr – oder wie?)
• Kritik verboten?
• …

Weißt noch: Muss unbedingt gespart werden – Sparen am System usw. …
Tja – schon paradox, wenn man dann unbedingt einsparen möchte und dann bläst man 400.000 Euro für ein simples Logo raus – gell Miraculix …

Um die Kohle könnte man zB. rund 17.400 Gratis-Zeckenschutzimpfungen durchführen – nur so als Beispiel.
Oder ist´s mal wieder die automatische türkise Ponyhof-Verteidigung?!

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KarlZoech
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@ Miraculix11: Naja, den Wienern kann man jedenfalls aber zugute halten, dass

sie als touristisch und kulturell international nicht ganz unbedeutende Stadt international auftreten und um Besucher werben (müssen). Was man wohl von der ÖGK nicht behaupten kann, die bekommt ihre Klienten ganz automatisch.

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Mein Graz
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@Miraculix11

Was Wien macht müssen die Wiener über die Wiener Abgaben zahlen. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich solche Geldverbratungsaktionen sinnvoll oder gut finde, ganz im Gegenteil.

Erheiternd finde ich die Stellungnahme von Kurz dazu: "Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat Kritik an den Kosten des neuen einheitlichen Markenauftritts der Stadt Wien geübt. Knapp 600.000 Euro für das neue Design sei eine "absurde Größenordnung", so der Kanzler am Donnerstag: "Die Bundesregierung hat für die Vereinheitlichung aller Bundeslogos 70.000 Euro ausgegeben."

Jetzt wurden 400.000€ für das neue Logo der "Gesundheitsversichrung" ausgegeben, welche Stellungnahme gibt Kurz jetzt als einer der Verursacher dieser Kosten an? Richtig. Keine.
Und die Folgekosten zahlen alle Österreicher.

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Miraculix11
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Mein Graz,

es ist leider üblich dass Großunternehmen, Städte, Regierungen etc. von den Agenturen abgezockt werden. Eine kleine billige Agentur kommt gar nicht in die Ausschreibung.
Und wenn es wie hier 400.000 € kostet stimmen alle die Kurz nicht mögen in den Chor ein. Bei der Gemeinde Wien hingegen stimmte Kurz in den Chor ein.
Quod licet jovi not licet bovi sagten schon die alten Römer.
Zitat aus dem Kurier:
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat Kritik an den Kosten des neuen einheitlichen Markenauftritts der Stadt Wien geübt. Knapp 600.000 Euro für das neue Design sei eine "absurde Größenordnung", so der Kanzler bei einer Pressekonferenz am Donnerstag

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sunny1981
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Logo

Ich mach’s um 100000 € oder noch weniger

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paddington1
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Kosten....

und so werden wir jetzt nach und nach mit den Kosten konfrontiert werden, die UNS die Reform kosten wird. Aber das ist alles kein Problem: Das uns diese Reform mehr kosten als bringen wird, kann man als gegeben jetzt schon erkennen (die beliebigen Zahlenspiele der Ex-Regierung gehören wie schon von mehreren Seiten durchgerechnet ins Reich der Phantasie). Aber dieses Negativ-Leuchtturmprojekt ist halt für die Ex-Regierung ziemlich unkritisch. Warum: 1) Werden die Einsparungsziele verfehlt, sind die zusammengelegten Kassen schuld (tja, anschaffen ist halt leicht, wenn ein anderer ausführen muss) 2) wer wird in 5 bis 10 Jahren, wenn die Katze aus dem Sack ist, noch an die Versprechen und die Versprechenden denken. Also ein Projekt, bei dem es nur einen Verlierer geben kann: UNS: die zahlenden Versicherten. Und: Wollte nicht Hr Hofer den Flughafen Schwechat in Gedenken an Hrn. Lauda umbenennen. Nett und ehrenwert gedacht, aber auch hier: Dachte er auch nur annähernd an die (unter Anderem) entstehenden (Logo)kosten?

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KarlZoech
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Wie immer, auch in der privaten Wirtschaft: Zuerst muss ein neues Logo her,

dieses darf natürlich auf Rechnung der Beitragszahlerinnen einiges kosten, eine befreundete Agentur freut sich sicher über einen Auftrag....

Das die Gesundheitskasse in keinerlei nationalem oder internationalem Wettbewerb steht, hätte es wohl gereicht, wenn eine begabte Zeichnerin aus dem Kreis der Mitarbeiterinnen eines entworfen hätte zu Kosten von einigen Stunden Arbeitszeit.

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voit60
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bin neugierig

wie lange der Artikel hier stehen bleibt.

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Mein Graz
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Das Logo ist einfallslos, nichtssagend und sieht nicht einmal gut aus.

Dafür 400.000 € hinblättern ist eine Frechheit, auch wenn es nur ein "erster Entwurf" ist. Ein Volksschulkind hat mehr Einfälle und ein Kind in der Unterstufe setzt diese besser um!

Aber wir habens ja: "sparen im System".

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