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KooperationSingapur: Starthilfe für Start-ups aus Österreich

Abkommen mit Start-up-Inkubator NUS Enterprise eröffnet österreichischen Gründern und KMU Chancen für Erfolg in Südostasien.

Start-Up-Austausch mit Singapur soll möglich werden
Start-Up-Austausch mit Singapur soll möglich werden © Adolf Winkler
 

Singapur, neuntreichster Staat der Erde, lebenswerteste Stadt Asiens, globaler Innovationshub bei künstlicher Intelligenz und Big Data: Hier, in Block71 am Campus der bestgerankten Universität Asiens, der National University of Singapur (NUS), brodelt die Gründerszene. 300 Technologie-Start-ups bringt der privat finanzierte Inkubator NUS Enterprise pro Jahr hervor, ein Netzwerk mit weiteren Inkubatoren spannt sich von China und Indonesien bis ins Silicon Valley sowie München und Zürich.

AI statt Registrierkasse. Yon Yi Kai zum Beispiel hat mit einigen Studienkollegen "AImazing" gegründet. Die Entwicklung, die in einem kleinen Kästchen Platz findet, digitalisiert die herkömmliche Registrierkasse zum Verrechnungssystem mit künstlicher Intelligenz, die Kunden und Lagersysteme optimiert. "In Singapur sind wir schon auf dem Markt", erzählt Yon Yi Ka, der jüngst auch beim 4Gamechanger-Festival in Wien dabei war.

Start-up-Austausch

Nun sollen bald Gründer aus Österreich ihre Projekte im Block71 entwickeln können. So wie umgekehrt Start-ups aus Singapur in Österreich, und zwar jeweils für zehn Wochen. "Für dieses Programm mit hochqualitativem Mentorship für den Raum Südostasien sollen sich ab kommendem Herbst auch KMU bewerben können", sagte WKÖ-Präsident Harald Mahrer am Freitag beim Abschluss eines Kooperationsvertrags mit NUS Enterprise. "Internationalisierung und Talente sind Teil unserer Innovationsstrategie."

Die Strategen in Singapur legen es in noch größeren Dimensionen an: "Wir entsenden jedes Jahr 300 Studenten weltweit für ein ganzes Jahr zu Start-ups", berichtete Wong Poh Kam, der Leiter von NUS Enterprise. Scheitern von Gründern wird als Lernen in Kauf genommen, doch Wong Poh Kam verweist auf drei Erfolgsgründungen mit über einer halben Milliarde US-Dollar Bewertung.

Medizinstudium mit Virtual Reality

AI in der Medizin. Auf der Nanyang Technology University hat man eine eigene medizinische Fakultät eingerichtet, die Lee Kong Chian School in Kooperation mit dem Imperial College London. "Wir definieren Medizin und Healthcare neu, stellen Werte wie Humanität und Integrität voran und unterstützen Gesundheitsbetreuung mit künstlicher Intelligenz. Unsere Studenten bekommen von Beginn an einen weißen Mantel und ein iPad und sind nach einer Woche im Kontakt mit Patienten. Im Teamlernen wird Anatomie an Touchscreens mit Virtual Reality gelernt", berichtet Josip Car, aus Laibach stammender Verantwortlicher der Medizinfakultät. Von KI-Diagnosen und Nanotechnologie in der Neurochirurgie bis zu Biodesign reicht das weite Feld der Forschung, das Entwicklungschefin Shaareta Pelly auflistet.

Singapur kühlen. Nicht weit davon erforscht ein privates Institut der ETH Zürich mit 200 Forschern Smart-City-Systeme und im Speziellen das Klimaphänomen der täglich an- und abschwellenden Stadthitze, die aus dem Verkehr, aber noch viel mehr aus den Beton- und Asphaltflächen glüht. Direktor Gerhard Schmitt rät dringend zur Ummantelung von Gebäuden mit Fotovoltaik sowie Urban Farming. "Da ist Wien als Smart City schon weiter."

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