AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Ausziehen mit 31Das sind die Nesthocker im "Hotel Mama"

Im Alter von 26 Jahren verlässt der durchschnittliche Europäer das Elternhaus. Wenn man die Länder miteinander vergleicht, gibt es aber große Unterschiede.

In Österreich verlassen die Kinder im Schnitt mit 26 Jahren das Elternhaus © matthias21 - Fotolia
 

Laut einem Bericht in der "Presse" bleiben die Kroaten in der EU am längsten im Elternhaus. Laut Eurostat-Daten vom Dienstag zogen sie 2017 im Durchschnitt erst mit 31,9 Jahren aus. Auch in Italien und Malta zieht der durchschnittliche Erwachsene erst mit über 30 Jahren aus dem "Hotel Mama" aus. Besonders früh verlassen hingegen die Skandinavier das Elternhaus. Und die Österreicher liegen knapp unter dem EU-Durchschnitt von 26 Jahren.

Und noch eines fällt auf: In fast allen Ländern nutzen Männer das "Hotel Mama" deutlich länger als Frauen. Die größten Unterschiede gibt es in Bulgarien (27,5 Jahre bei Frauen und 31,7 Jahre bei Männern), in Rumänien (25,6 Jahre für Frauen und 30,5 Jahre für Männer). Ausgeglichen ist das Verhältnis dagegen in Schweden.

 

 

Kommentare (10)

Kommentieren
Ichweissetwas
0
20
Lesenswert?

Ist auch eine Kostenfrage,

die Wohnungen werden immer teurer, für junge Leute kaum leistbar und leben wollen sie auch! In einigen Teilen Österreichs sind Wohnungen nicht so teuer, man fragt sich in Graz bei so vielen freien Wohnungen, warum die Preise steigen.......?!

Antworten
Aurelia22
25
9
Lesenswert?

Also ich musste sehr früh

meine Tochter loslassen. Mit 18 ist die ausgezogen. Jetzt lebt sie schon lange in Wien. Zuerst gab ich ihr alle Liebe dieser Erde, dann gab ich ihr die Flügel um zu fliegen. Wir haben ein tolles Verhältnis und jeder lebt ein gutes Leben. Und wenn sie uns braucht sind wir für sie da. Kann mir nicht vorstellen so lange einen Nachwuchs im Haus zu haben. Da hat man was falsch gemacht finde ich.

Antworten
leTal
0
11
Lesenswert?

.

Die Umstände sind bei jeder Familie anders.
"Da hat man was falsch gemacht" zeugt von einer sehr eingeschränkten Sichtweise auf dieses Thema.

Antworten
lieschenmueller
0
21
Lesenswert?

@Aurelia22

Das liest sich schön für Sie und Ihre Tochter.

Mit einem wäre ich vorsichtig, nämlich dass andere - bei denen das nicht so ist - etwas falsch gemacht hätten.

Überlegen Sie mal die wirtschaftlichen Verhältnisse in manchen Ländern. Italien z B. hat meines Wissens eine sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit und wahrscheinlich keine geringeren Mieten als wir. Auch die Situation, wie wohnt man in einigen Ländern und wie ist die Tradition familienmäßig. Soll heißen, sind mehrere Generationen in den meist Eigenheimen üblich? Rumänien und Bulgarien würde ich in der Richtung ansiedeln.

Die persönliche Ansicht ist nicht immer das Nonplusultra. Auch wenn dadurch vieles einfach erscheinen mag, was es aber nicht ist.

Antworten
Aurelia22
3
3
Lesenswert?

lieschenmueller

Sie haben recht ich denke immer, das meine Meinung das Nonplusultra ist. Verstehe schon. Nun ich bin auch schon mit 17 Jahren ausgeflogen um Arbeiten zu gehen, es war damals so. Bin aber als ich älter war zurück um Mama zu Pflegen. Ich find halt das man sich in der Fremde einmal durchboxen sollte um das Leben so richtig zu kapieren.

Antworten
Isabella1986
0
6
Lesenswert?

Man nennt es

Toleranz, andere Ansichten nicht sofort als "falsch" abzustempeln.

Obwohl Sie selbst so früh von zu Hause ausgezogen sind, scheinen Sie durch Ihre Lebenserfahrung nicht sehr weise geworden zu sein. Womöglich sogar überdurchschnittlich hart, da viel Negatives erlebt?

Das Leben kann man ebenfalls verstehen, wenn man erst mit dreißig auszieht, oder nicht irgendwo in der Fremde herumirrt. Schicksalsschläge, Erfahrungsschätze, Probleme mit Mitmenschen, Schwierigkeiten im Berufsalltag - nichts davon bleibt dir erspart, gleichgültig, wo du schläfst oder lebst.

Zudem möchte ich anmerken, dass nicht jeder zu Hause bleibt, weil zu faul. Und nicht jeder lässt sich zu Hause von hinten bis vorn verwöhnen. Manche steuern auch Geld bei und unterstützen Mutter oder Vater tatkräftig. Wenn das "falsch" ist, weiß ich nicht, was dann noch "richtig" ist in dieser verschrobenen, verrückten Welt.

Antworten
Aurelia22
1
0
Lesenswert?

Isabella

Ob ich weise bin oder nicht das können sie in keiner Weise beurteilen.In der Fremde bin ich nicht herumgeirrt, sondern ich musste hart Arbeiten wovon sie wahrscheinlich keine Ahnung haben. Ich bin jedenfalls der Meinung das Jugend in Fremde gehört und nicht am Elterntisch sitzt bis es irgendwann passt. Aber bitte wer bin ich schon? Ein niemand!

Antworten
lieschenmueller
1
5
Lesenswert?

@Aurelia22 - "Verstehe schon"

Kleine Spitzen gehören manchmal dazu ;-)

Mein Nachwuchs ist genau an seinem 19. Geburtstag ausgezogen. Ergab sich auch dadurch, dass er an so einem Datum geboren ist, wo danach terminmäßig ein neuer Lebensabschnitt anfängt.

Ich fand aber nie "musste früh loslassen" - sondern das ist der Lauf der Dinge.

Auch auf die Gefahr hin, dass er mitliest, ich fand es irgendwie herrlich. Ein Abschnitt für einen selber, wo man wieder viel Zeit für sich hat. Genauso freue ich mich darüber, dass er gerne an den Wochenenden kommt.

Antworten
Aurelia22
1
1
Lesenswert?

Meine Tochter kommt nur einmal

im Jahr, aber wir Telefonieren tägl. man muss einfach loslassen finde ich. Es hat mir so weh getan das ich mich einfach eine Zeitlang nicht mal bewegen konnte. Aber da musste ich auch durch. es wäre zu lang meine ganze Geschichte zu erzählen, hart geworden bin ich sicher. Weise geworden bin ich insofern als das ich von der Menschheit im algm. nix mehr halte. Leider ist das so. darum will ich und mein Mann von niemand mehr etwas wissen, sei es Verwandschaft oder fremde.

Antworten
lieschenmueller
0
2
Lesenswert?

@Aurelia22

Ja, wir haben alle unsere eigene Geschichte und unser eigenes Packerl zu tragen.

Darum Aurelia, tun Sie das, was Ihnen persönlich gut tut. Solange man niemand damit schadet, ist das total in Ordnung. Man lebt nur ein Mal.

Antworten