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Aber kein OnlinehandelLidl investiert 150 Millionen in neue Lebensmittel-Märkte

Lidl, die Nummer vier auf dem heimischen Lebensmittelmarkt, erweitert sein Filialnetz 2019 um fünf neue Märkte, ein besonderer Trend dabei sind "Multi-Use-Standorte". Weiterhin kein Onlinehandel mit Lebensmittel.

Lidl-Chef Christian Schug
Lidl-Chef Christian Schug © APA/Georg Hochmuth
 

Der Diskonter Lidl hat den Umsatz in Österreich im Geschäftsjahr 2018/19 leicht von 1,3 auf 1,35 Milliarden Euro gesteigert. Der Marktanteil im Lebensmittelhandel erhöhte sich dadurch im vergangenen Jahr von 6,3 auf 6,5 Prozent. Nach Rewe (Billa, Merkur, Penny, Adeg), Spar und Hofer ist Lidl der viertgrößte Lebensmittelhändler in Österreich. Heuer plant der Diskonter Investitionen von 150 Millionen Euro.

2018 sei für den Lebensmittelhandel ein herausforderndes Jahr gewesen, der Wettbewerb sei härter geworden, sagte Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsführung von Lidl Österreich. Die Handelsbranche ächzt unter politischen Maßnahmen wie Registrierkassenpflicht, Plastiksackerl-Verbot oder Diskussionen wie zuletzt rund um den Karfreitag.

Zu viel Bürokratie

"In manchen Fällen machen Regulierungen Sinn und sind notwendig. Gleichzeitig nehmen Über-Regulierung und Bürokratisierung von Jahr für Jahr zu", räumte Schug gegenüber der APA ein. "Das macht das gesamte Geschäft komplizierter und wir müssen dafür Ressourcen aufwenden, die uns für das Kerngeschäft verloren gehen. Wir sehen bei der Entbürokratisierung noch Luft nach oben."

20 weniger Plastik bis 2025

Bis 2025 plant Lidl, den Plastikverbrauch um 20 Prozent zu reduzieren. Seit 2017 verkauft der Diskonter keine Einweg-Sackerln mehr, bei den Eigenmarken stellt Lidl den Angaben zufolge das Verpackungsmaterial nach und nach um. Ab Mitte März sollen österreichweit biologisch abbaubare Knotenbeutel für Obst und Gemüse zum Einsatz kommen.

Fünf neue Märkte

Im neuen Geschäftsjahr will Lidl fünf neue Märkte in Österreich eröffnen. Derzeit hat der Diskonter 246 Filialen. Vorantreiben will Lidl auch seine "Multi-Use-Standorte", also Standorte, die von mehreren genutzt werden. Im Erdgeschoß oder im ersten Stock ist die Lidl-Filiale, dazu kommen noch überbaute Parkplätze, Wohnungen, Büros und Kindergärten.

Lidl in Österreich

Der zur deutschen Schwarz-Gruppe gehörende Lebensmitteldiskonter ist seit 1998 in Österreich. Der Händler beschäftigt in der Salzburger Zentrale, in den drei Logistikzentren in Laakirchen (OÖ), Wundschuh (Steiermark) und Müllendorf (Burgenland) und den Filialen über 5.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

In Großebersdorf (NÖ) ist wie berichtet ein neues Logistikzentrum in Planung, das Anfang 2020 den Teil-Betrieb aufnehmen soll. Im Vollausbau sollen dort 240 Menschen beschäftigt werden, die Mitarbeitersuche beginne im Sommer 2019.

"Die Flächen sind begrenzt, die Quadratmeter-Preise dementsprechend hoch. Deshalb geht es klar Richtung Multi-Use-Standorte", sagte Schug. Ein Pilotprojekt gibt es seit 2017 in Wien. Aktuell im Bau sei ein Markt in der Wiener Laxenburger Straße. Auch im Grazer Citygate sei ein weiteres Projekt auf Schiene. "Wirklich interessante Projekte, aber sehr aufwendig", so Schug.

Onlinehandel nicht wirtschaftlich

Lidl hat als Diskonter ein reduziertes Sortiment, davon 80 Prozent Eigenmarken und 20 Prozent Markenprodukte. Seit 2012 wurde der Anteil der Lebensmittel aus Österreich stark erhöht und liegt derzeit bei fast 50 Prozent. Wie die Vollsortimenter Billa, Spar & Co setzt auch der Diskonter immer mehr auf Frische, Regionalität und Bio-Produkte, kein Thema ist hingegen die Zustellung von Lebensmitteln.

"Der Online-Handel mit Lebensmitteln ist unserer Meinung nach noch nicht soweit, dass Lebensmittel in diesem Absatzkanal wirtschaftlich verkauft werden können", sagte Schug. Lidl habe aber unter dem Namen "Lidl bringt's" einen Zustelldienst für Non-Food-Artikel von der Küchenmaschine bis zum E-Bike.

 

Kommentare (2)
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undhetz
13
7
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echt schade ...

denn genau diese ramschbrüder brauchen wir überhaupt nicht. reichen doch schon REWE und SPAR, diese miesen kerle, die nach und nach die erzeugenden unternehmen ausquetschen ... erpressen und in die verzweiflung treiben ...

einen großen dank an die wirtschaftskammer - "die-hand-hinhalt-kammer"!

Estarte
0
5
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WER SOLL DAS ALLES ESSEN ?

An jeder Ecke ist bereits ein Lebensmittelmarkt.
Lidl ist übrigens wieder bei unzähligen Waren um 20 Cent schleichend mit dem Preis hinauf gefahren,das merkt keiner, macht aber am Monatsende im Durchschnitt ca. 10 Euro mehr aus, wenn man dort einkauft.
Spar quetscht nicht nur die erzeugenden Unternehmer aus, sondern holt sich geförderte Billigstarbeitskräfte am 2. Arbeitsmarkt vom AMS.
Das ist gut fürs "BÖRSERL" :):):) und Frau Weichselbraun schmeckts :):):) die NATUR PUR.......