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ÖHV-Tagung"Wer will 40 Jahre altes Hotelbad?"

Nach der Bundesregierung gehen Österreichs Hoteliere bei Tagung in Villach in Klausur. ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer hat noch Wünsche: "Abschreibungsdauer muss radikal gekürzt werden."

ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Mit der am 1. November 2018 in Kraft getretenen Rücknahme der Mehrwertsteuer auf Nächtigungsumsätze von 13 auf zehn Prozent gehört die Hotelbranche zu den ersten Entlastungs-Nutznießern der türkis-blauen Koalition. Es bedeutet ein jährliches Einsparungsvolumen von 120 Millionen Euro. "Alles, was Arbeit entlastet, ist herzlich willkommen", begrüßt Michaela Reitterer, die Präsidentin der Hoteliervereinigung, nun auch die Ankündigungen der Bundesregierung bei ihrer Klausur in Mauerbach. "Die ÖHV-Forderungen Arbeit zu entlasten und Online-Umsätze zu besteuern sind seit Jahren Fixpunkt aller Regierungsprogramme. Jetzt nehmen sie realistische Formen an", so Reitterer. Am Sonntag heißt die ÖHV-Präsidentin in Villach selbst die Hoteliers zur Klausur willkommen - drei Tage lang trifft sich die Branche zum alljährlichen Hotelierkongress.

Der Regierung reicht die ÖHV-Präsidentin aber noch deutliche Wünsche nach: "Die Regierung ist angetreten, die Schäden zu reparieren, die Vorgänger angerichtet haben." Dazu gehöre die Angleichung von Abschreibungs- und Nutzungsdauer, doch müsse die Abschreibungsdauer radikal gekürzt werden. "Ein Bad auf 40 Jahre abschreiben? Wer will ein 40 Jahre altes Hotelbad?" Willkommen ist der ÖHV die geplante Digitalsteuer für Online-Giganten.

Im Mittelpunkt der Tagung mit dem Motto "Rethink Tourism" steht das Thema Nachhaltigkeit. Die ÖHV wartet mit einer Studie auf, wie die Österreicher darüber denken. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger will dazu erste Eckpunkte zum Masterplan Tourismus bekannt geben.

Kommentare (2)

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walterkaernten
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abschreibungen

Die Dame hat vollkommen recht.
Die abschreibungszeiten sind viel zu lange.
Das bring die betriebe in Abhängigkeit von banken und verhindert modernisierungen.

ich denke das kürzere abschreibungszeiten viele arbeitsplätze schaffen würden.

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enzianbrenner
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schwer zu verstehen

wenn hier jemand die problemlösungen beim plastik, die plastikweisheit mit dem löffel gegessen hat, noch dazu eine e-mobilität zu sehr massiv unterstützt, wo doch jeder die fertigungsprobleme der batterienproduktion kennt. UND dann noch als tourismusexpertin mit einem "masterplan" auftritt und gar noch bekannt gibt ... a tausendsassa ... sozusagen!
an frau reitterer die botschaft: wenn ich beruflich unterwegs bin, quartier benötige: warum soll ich für zusatzleistungen zahlen, wenn ich nur "nächtigen" will ... die preisvorstellungen bei auskunft an der rezeption sind doch mehr als von weit hergeholt, schaut oft so aus, als ob ich mit dem nächtigungspreis das ganze hotel kaufen soll !!!

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