AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Automatisiert Wenn Roboter in der "Waschstraße" Hagel-Dellen suchen

Klagenfurter G&P Schadenlogistik GmbH und Joanneum Research entwickeln automatisiertes Schadenbegutachtungssystem für Fahrzeuge. Roboter sollen Hagel-Dellen vermessen.

Helmut Gallob entwickelt mit dem Joanneum Research ein automatisiertes Schadensbegutachtungssystem © Puch Johannes
 

Nach einem starken Hagel haben jene Firmen, die Fahrzeugschäden begutachten, Hochsaison. Und nicht selten dauert es nach einem solchen Ereignis Monate, bis diese Begutachtungsphase abgeschlossen ist. "Dazu kommt, dass die Zahl und Größe der festgestellten Dellen oft eher ungenau ist", beschreibt Helmut Gallob, Chef der Klagenfurter Firma G&P Schadenlogistik GmbH.

Automatisierte Schadensbegutachtungssysteme

Sein Unternehmen ist auf die Begutachtung von Fahrzeugschäden spezialisiert und arbeitet in dem Bereich mit Versicherungen zusammen. Seit 2017 beschäftigt Gallob sich mit der Entwicklung von automatisierten Schadensbegutachtungssystemen. Gemeinsam mit dem Joanneum Research arbeitet die Firma G&P Schadenlogistik jetzt an einem neuen Standard zur Erfassung und Berechnung von Fahrzeugschäden. Ein Projekt, das vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) im Bereich Technologische Dienstleistungen und Informationstechnologien ausgezeichnet wurde. "Es geht darum, die bisher manuelle Erstellung von Kfz-Schadensgutachten durch eine automatisierte und digitalisierte bildhafte Erkennung von Beschädigungen an Fahrzeugoberflächen zu ersetzen", erklärt Gallob.

Aktuell läuft die Hagelgutachtenerstellung so ab, dass die Sachverständigen die Schäden mit freiem Auge beurteilen. Bei der Begutachtung durch die Versicherung werde dann, so Gallob, auf einer Fläche von 30 mal 30 Zentimetern noch einmal kontrolliert, ob Anzahl und Größe der Dellen stimmen. Eine Vorgehensweise, die für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend sei.

Wie eine Waschstraße

Das alles soll künftig wesentlich genauer werden. Die Entwicklung der Hardware ist gerade in Arbeit. "Es wird so ähnlich aussehen wie eine Waschstraße, durch die das beschädigte Auto durchfährt", beschreibt Gallob. Darin werden sich drei Roboter befinden, die mit ihren "Armen" quasi alle Teile des Autos "abtasten". Eine wesentliche Herausforderung dabei seien die geeigneten Sensoren und Kamerasysteme. Gallob ist aber zuversichtlich, dass bis zum Sommer bzw. Herbst der erste Prototyp zur Begutachtung von Schäden eingesetzt werden kann.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.