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ArbeiterkammerImmer mehr Probleme beim Aufladen von E-Autos

Die Zahl der E-Autos in Österreich steigt und nun wird auch langsam klar, welche Probleme es noch an den Ladesäulen gibt. Vor allem die Intransparenten Preise werden kritisiert.

Symobilbild
Symobilbild © APA/HELMUT FOHRINGER
 

Probleme beim Tanken von E-Autos nehmen zu, so die Arbeiterkammer (AK) am Montag. "Einem Kunden wurde ein Preis verrechnet, der etwa das Sechsfache über der Angabe an der Ladesäule war", führte AK-Energieexperte Michael Soder in einer Aussendung exemplarisch an. Der ÖAMTC bekräftigte indes seinen Ruf nach einem Aus für den Tarifdschungel bei E-Tankstellen.

Die Verbraucher-Anfrage häufen sich rund ums E-Tanken jedenfalls, so die AK, die vor kurzem eine Analyse der Preise vorgelegt hat. Diese zeigt, dass die Kosten fürs E-Tanken intransparent sind und es enorme Preisunterschiede gibt. "Die uns vorliegenden Fälle von verunsicherten E-AutofahrerInnen machen klar, dass es höchst an der Zeit ist, dass die Politik hier tätig werden muss", fordert Soder.

Gesetze anpassen

Unter vielen anderen Punkten müsse die geltende Rechtslage an die EU-rechtlichen Vorgaben angeglichen werden. Der Gesetzgeber gehe davon aus, dass die bestehende Rechtslage im Preisauszeichnungsgesetz und im Dienstleistungsgesetz für die Umsetzung genügt. Dies ist laut AK jedoch nicht der Fall. Weder das Preisauszeichnungsgesetz noch das Dienstleistungsgesetz enthalte Vorschriften, die auf eine einfache und eindeutige Vergleichbarkeit der Preise abstellten. Um den wie in den EU-Recht geforderten Vorgaben zu entsprechen, sollte es deshalb Änderungen in den dafür entsprechenden Gesetzen geben.

Zudem gehöre die Preisvergleichbarkeit durch Vertrags-, Verrechnungs- und Preistransparenz gestärkt. Auch ein Preismonitoring müsse etabliert werden, so die AK.

Auch dem ÖAMTC zufolge sind die Preise "nach wie vor nicht eindeutig vergleichbar". Besonders problematisch sei, dass die Tarife an vielen E-Ladestationen zeitabhängig sind - man zahle, solange das Auto angesteckt ist. "Die tatsächlich abgegebene Strommenge spielt dabei keine Rolle", kritisiert Martin Grasslober vom Autofahrerclub.

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Danke für Ihr Verständnis.

scionescio
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Die Probleme sind noch viel größer als hier dargestellt und jeder normale Konsument würde zum Richter laufen, wenn ihm das woanders passieren würde ...

... oder kann sich jemand vorstellen, dass er an der Tankstelle für 5min zapfen bezahlt und abhängig davon, wie viele andere gleichzeitig mit ihm tanken, entweder 10, 20 oder 40Liter im Tank hat - aber immer den gleichen Preis bezahlt?
Abgesehen davon, dass ich kaum meine Reise planen kann (weil es ja auch die vierfache Zeit dauern kann, bis mein eFahrzeug so weit aufgeladen ist, dass ich die nächste Stromtankstelle erreichen kann) bezahle ich eine Leistung, die ich gar nicht erhalten habe - woanders würde man Betrug dazu sagen ...
Aber die innovatorischen Annehmer und Fanatiker sind geduldig und nehmen das hin - die breite Masse mit Sicherheit nicht.
In Österreich werden viele Tankstellen, die nicht noch im kostenlosen Demomodus laufen, sehr oft noch per Hand im Excel abgerechnet, weil die eingesetzte Verwaltungssoftware mit den vielen Tarifpermutationen nicht zurecht kommt.
Die aktuell eingesetzten Protokolle haben gar keine Möglichkeit, eine Stromtankstelle zu reservieren - ist aber auch schwer möglich, weil man ja nicht sagen kann, wie lange ein Ladevorgang dauern wird und man ein abgestelltes Auto, das eine Ladestelle besetzt, ja nicht einfach entfernen kann.
Schlimm ist auch, dass die eingesetzten Ladestellen nicht geeicht sind: während das in Deutschland ein Thema ist, schert sich in Österreich niemand darum, ob der Konsument überhaupt erhält, was ihm verrechnet wird ...
Ganz schlimm wird es beim Roamen: im Prinzip weiß man vorher kaum, was s nacher kosten wird ...

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umo10
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Den Teufel an die wand malen

Die Energiewende hat ihre Kinderkrankheiten. Zuerst steigt die Steuer auf Diesel und Benzin, Heizöl. Wie bei den Zigaretten. Die meiste Zeit wird eh Zuhause geladen

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ichbindermeinung
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in Kürze wird es die E-Auto Steuer geben

Wenn die Electroautomarktdurchdringung immer höher wird und demzufolge die Steuereinnahmen deutlich sinken werden; Mineralölsteuer; keine motorbez. Versicherungssteuer; Niedrige Servicekosten; keine Öle; Umsatzentgang und MWSt. Entgang wegen vieler fehlender Teile (Auspuff, Ölfilter, Motoranbauteile....) Umsatzrückgänge Werkstätten, Produktionsfirmen, dann es ist es nur mehr eine Frage der Zeit, dass das E-Auto deutlich besteuert werden muss.

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scionescio
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@ichbindermeinung: die niedrigen Servicekosten sind auch nur eine Mär ...

... frag einmal einen Teslafahrer was er beim Service bezahlt - wenn du dann noch den enormen Reiferverschleiß und die Fantasiepreise für Ersatzteile dazurechnest, hast du teilweise höhere Unterhaltskosten als bei einem Verbrenner (die Stromer bei Sixt waren in der Wartung nicht billiger als die anderen Fahrzeuge in ihrer Klasse!)
Dass nach ein paar Jahren ein neuer Akku um zigtausend Euros fällig wird, ist da gar nicht einkalkuliert (auch der enorme Wertverlust ist nicht betrachtet).

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Carlo62
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Es werden noch viel mehr Probleme entstehen!

Außerdem: es ist klar, dass auch eine Gebühr verrechnet wird wenn ein PKW die Ladestation blockiert, auch wenn keine Ladung mehr erfolgt. Es wird ja die Möglichkeit genommen, ein anderes Fahrzeug zu laden.

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Lamax2
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Richtig!

Es werden noch viel mehr Probleme kommen; nicht nur beim Preis. Beispiel: Ich habe mich bei einer Fahrt z. B. von Graz nach München auf eine Pausevon ca 30 min eingestellt, habe mit Mühe eine Steckdose gefunden und muss feststellen, dass da mindestens fünf Autos warten und die nächste ist nicht erreichbar. Gewöhnung an die Zeiten der Postkutsche ?

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