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Flüge gestrichenEin Wermutstropfen für steirische Mallorca-Fans

Graz–Palma de Mallorca: Laudamotion streicht zwei wöchentliche Flüge, Eurowings erhöht von zwei auf drei im Sommer 2019. Heuer ist der Flughafen bei Passagieren wieder auf Kurs zur Millionen-Marke.

Michael O'Leary, Andreas Gruber
Michael O'Leary, Andreas Gruber © APA/Herbert Pfarrhofer
 

Als Laudamotion, die österreichische Tochter der Ryanair, am 22. Oktober verkündete, die Stationen in Graz und Salzburg zu schließen, hieß es, der Flug Graz–Palma im Sommer 2019 werde weiter angeboten. Das sagte Andreas Gruber, Geschäftsführer der Laudamotion, dem Portal „Austrian Aviation Net“.

Nun kommt es anders. Wie berichtet, streicht Laudamotion die Mallorca-Route von Graz und Linz im nächsten Sommer, hingegen soll Palma von Wien vier Mal und von Salzburg einmal täglich angeflogen werden. Lauda werde die Balearen auch verstärkt von den Städten München, Düsseldorf, Stuttgart, Hannover und Münster bedienen. Der Kleinen Zeitung erklärt Lauda-Sprecherin Milene Platzer einen der Gründe, warum Graz aus dem Netz fällt: „Es gibt keine Umläufe mehr, die Maschine muss jeden Tag nach Wien zurückkehren.“ Der Rückzug aus der Steiermark sei auch eine „wirtschaftliche Entscheidung“.

Laudamotion mit hohen Verlusten

Noch fliegt Laudamotion tief in den roten Zahlen und erwartet im ersten Jahr einen Verlust von 150 Millionen Euro. Die Airline, die Niki Lauda in zähem Kampf unter anderem gegen die Lufthansa aus der Konkursmasse der Air Berlin herausgekauft und von Niki in Laudamotion umbenannt hatte, hätte ohne Ryanair nicht überlebt. Denn kaum hatte Lauda „seine“ Airline wieder, holte er mit Michael O’Leary das Enfant terrible der Luftfahrt an Bord. Seit August hält Ryanair 75 Prozent an der Laudamotion. „Sie wären ohne unsere Hilfe gescheitert“, sagte O’Leary im Oktober. 2019 solle die österreichische Tochter die Gewinnschwelle erreichen. In Graz sieht Airline-Chef Gruber aber „keine Entwicklungsmöglichkeiten“, teilte er den Mitarbeitern mit.

Die sommerlichen Spanienflüge ab Graz kamen beim Publikum jedenfalls gut an. In den besten Jahren zählte Graz bis zu sieben Palma-Verbindungen pro Woche, heuer waren es vier – zwei von Laudamotion, zwei von der Lufthansa-Tochter Eurowings. Auf Mallorca verzichten muss man ab Graz auch im Sommer 2019 nicht, versichert Flughafen-Chef Gerhard Widmann der Kleinen Zeitung. Eurowings „wird dreimal fliegen – Montag, Donnerstag und Samstag. Das ist bereits buchbar.“ Die Deutschen stocken also von zwei auf drei wöchentliche Flüge auf, bleibt unterm Strich dennoch einer weniger nach Palma.

Schafft Graz die Millionenmarke?

Für den Sommerflugplan 2019 „steht schon fast alles“, sagt Widmann. Das Angebot werde ähnlich umfangreich sein wie 2018, „mit vielen Städteflügen, Griechenland, Antalya in der Türkei und Ägypten“. Das heurige Jahr laufe aus Sicht des Flughafens sehr gut, „wir liegen bei den Passagieren derzeit sieben Prozent über dem Vorjahr“.

Hoben 2017 959.166 Passagiere von Graz ab, könnte der Flughafen 2018 seit längerer Zeit wieder knapp über der Millionenmarke landen. „Abgerechnet wird erst am 31. Dezember“, bleibt Widmann vorsichtig.

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