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AlibabaChinesische Onlineshops boomen bei Steirern und Kärntnern

Bereits 62 Prozent der österreichischen Konsumenten kauften in chinesischen Onlineshops ein. Kärntner und Steirer seien dabei führend. Der Handelsverband warnt vor Risiken.

Alibaba-Hauptquartier in Hangzhou in China © AP
 

Kaum jemand kennt hierzulande den chinesischen Onlineshop Tmall. Dabei warten dort mehr als 550 Millionen potenzielle Käufer und Käuferinnen auf hochwertige europäische Produkte. Ganz anders sieht es bei Handels-Plattformen wie AliExpress (Alibaba) oder Wish aus, die mit ihrem riesigen Sortiment an spottbilligen chinesischen Produkten zurzeit den europäischen Markt überfluten und heimische KEP-Dienstleister an ihre Grenzen treiben. Der "Handelsverband Consumer Check" hat sich den Trend zum grenzüberschreitenden Online-Shopping in Fernost genauer angesehen und die österreichischen KonsumentInnen befragt.

Das Ergebnis: "62 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben bereits zumindest einmal bei chinesischen Online-Händlern eingekauft, bei den unter-39-jährigen sind es sogar über 70 Prozent", erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Häufig erfolgt der Kauf über Marktplätze wie Amazon oder Wish.com. Letztere war 2017 die am meisten heruntergeladene Shopping-App in den USA und zählt zu den am schnellsten wachsenden eCommerce-Anbietern weltweit. "Rund ein Viertel der heimischen KonsumentInnen hat auch bereits Erfahrungen mit chinesischen Marktplätzen wie AliExpress gemacht, wo Endkunden weltweit von chinesischen Händlern und Herstellern kaufen können", bestätigt Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes.

Kärntner und Steirer liegen vorne

Im Bundesländervergleich zeigen insbesondere die Konsumentinnen und Konsumenten in Kärnten (72%), der Steiermark (70%), Salzburg und Vorarlberg (je 69%) eine Vorliebe für chinesische Anbieter, das Schlusslicht bildet Niederösterreich (54%). Vier von zehn Shopper kennen AliExpress, andere chinesische Anbieter wie Gearbest (7,4%), Lightinthebox (6,4%) oder Bang good (5,4%) sind hingegen noch vergleichsweise unbekannt.

7,5 Millionen Pakete nach Österreich

2017 gelangten mehr als 560 Millionen chinesische Pakete im Cross-Border-Handel nach Europa, davon 97 Prozent gänzlich zoll- und mehrwertsteuerfrei, so der Handelsverband. Möglich sei dies zum einen aufgrund von Einfuhrumsatzsteuerbefreiungen (bis 22 Euro Warenwert) und Zollfreigrenzen (bis 150 Euro), zum anderen aufgrund bewusster Falschdeklarationen, wie der Handelsverband erklärt. "Leider ‚vergessen‘ viele chinesische Online-Händler allzu gern, für ihre Pakete bei der Einfuhr in die EU auch Zoll und Einfuhrumsatzsteuer zu zahlen. Die Pakete werden bewusst falsch deklariert, um unter der Freigrenze von 22 Euro zu bleiben. Das Schadensausmaß liegt allein in Österreich bei mindestens 120 Millionen Euro und europaweit bei mehr als sieben Milliarden Euro", sagt Will, der 2018 mit 7,5 Millionen chinesischen Sendungen nach Österreich rechnet.

Viele Fälschungen

Der österreichische Zoll beschlagnahmte im vergangenen Jahr fast 250.000 gefälschte Produkte im Gesamtwert von mehr als 13,7 Millionen Euro.

Der heimische Konsument trägt dabei das volle Risiko, den vorab entrichteten Kaufpreis nicht mehr zurückzuerhalten: Sollte seitens der Zollbehörde eine Produktfälschung vermutet werden, ist der Konsument mehr oder weniger verpflichtet, der Vernichtung der Ware zuzustimmen, da ansonsten ein Gerichtsverfahren droht. Ob in diesem Fall eine Rücküberweisung des bereits bezahlten Kaufpreises durch den Drittstaaten-Onlinehändler erfolgt, sei mehr als fraglich, warnt Will.

Kommentare (21)

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sakh2000
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Mag zwar nicht gerade nett sein,

aber das ärmste Bundesland hat die meisten Chinakäufer. Warum wohl?

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Sol lucet omnibus
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Katastrophaler Kundenservice,

Qualität absolut letzter Dreck, Lieferzeiten zum Teil 4 Wochen. Rücksendungen: an wen bitte? Die Firmen melden sich nicht und Alibaba fühlt sich nicht zuständig. Finger weg!

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gerbur
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Die "hochwertigen" Produkte

aus Europa sind aber meist zu 90% aus Komponenten gebastelt, die alle aus China stammen. Skurril, dass die Chinesen ihren eigenen Ramsch gerne hochpreisig kaufen, sobald nur "Made in Europe" draufsteht.

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glashaus
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nur die halbe Wahrheit

viele der Produkte die man über alibaba bestellt kann man natürlich auch bei österreichischen Händlern kaufen. Allerdings mit bis zum 100fachen was man in China bezahlt. Also wie jetzt?

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Hildegard11
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Online

Im ewigen Konsumrausch ist den Menschen nix zu dreckig. Hauptsache billig - wurscht woher, wurscht unter welchen Bedingungen. Hauptsache Chinesenramsch!!!!

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gonde
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Das ist so nicht richtig. Ich kaufe vor allem Bauteile, welche ich hier in Europa gar nicht bekomme!

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glashaus
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Und

dein Fernseher oder Handy wird in Österreich produziert?

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ronin1234
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Das wird wenigstens bei einem österreichischem händler gekauft (fernseher)

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sacheh
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Dem

ist nichts mehr hinzuzufügen.

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Leser-643
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Was für ein Schwachsinn,

Handy, Tablets und und und. Alles Top Produkte und der Kundenservice 1A. Gegen den Zoll bei teureren Produkten kann man sich versichern, der Ablauf völlig reibungslos. Hab schon Produkte um 2€ bestellt, ohne Versandkosten. Warum soll ich hier ein Vielfaches bezahlen?

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ronin1234
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Weil sie europäische arbeitsplätze sichern. Oder sie verzichten auf 50 prozent ihres gehaltes dann können wir auch billiger produzieren.

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microfib
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Europäische Arbeitsplätze

Von was reden Sie denn hier? Adidas, Puma, das Iphone, geschweige elektronische Geräte, Kleidung, es git fast keinen Artikel den man zu kaufen bekommt, der nicht "Made in China" ist. Ein Haushalt ohne "Made in China" würde traurig aussehen. Fast jeder läßt mittlerweile in China erzeugen. Wenn Sie im Discounter Fischstäbchen oder Tiefkühlfilet kaufen, können Sie davon ausgehen, dass die Rohware in China aufgetaut, bearbeitet, wieder eingefroren und von dort aus weitertransportiert wird. Neben Fisch oder Shrimps stammten aber auch die Zutaten für Marmelade, Joghurt, Saftschorle oder Schokolade häufig von dort. Ich mache also nichts anderes, als der Händler, der im großem Stil in China produzieren odere Waren aus China bestellt. Und solange der Kunde nicht bereit ist, ein mehrfaches für ein Produkt aus heimischer Produktion zu bezahlen, wird sich daran auch nichts ändern.

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ronin1234
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Deswegen geht es mit uns in österreich seit dem Eu beitritt bergab.Sie werden sagen es ist vieles billiger geworden aber der lohndruck ist auch dementsprechend gestiegen und die lohn und einkommensspirale dreht dich nach unten.

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sakh2000
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Klasse Kommentar,

ein iPhone made in USA würde das doppelte kosten, weil alleine die Einzelteile, die Apple dazukauft, nicht vorrätig sind. Wer ist bereit 2000+ Euro für ein iPhone zu bezahlen?

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ronin1234
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Dann sollen sie eben das doppelte verlangen! Derjenige der ein i phone will zahlt auch 2000 euro

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sakh2000
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Aber auch ihr Android

kostet dann mindestens das doppelte. Zahlen Sie das dann auch? Detto Ihr Fernseher, Ihr Haarföhn, Mikrowellenherd ...

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ronin1234
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Ich habe für meine telefone noch nie etwas bezahlt

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sakh2000
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Direkt aus China oder über Zwischenhändler in Europa - ist doch egal!

Vieles was Menschen aus China einkaufen, wird auch über europäische Shops und Geschäft angeboten, zu überhöhten Mondpreisen. Dabei werden Jobs gesichert? Was für Jobs - unzufriedene Verkäufer, Logistikmitarbeiter. Die einzigen, die sich eine goldene Nase verdienen sind die Importeure und Wiederverkäufer!!! Da kauf ich doch lieber selbst aus China - legal und versteuere alles selbst - UND spare immer noch Geld. Wir leben alle in einer freien Welt und entscheiden über unsere Zukunft. Wann hört denn endlich dieses "klein-klein" Denken auf!

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ronin1234
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Es gibt genug international tätige firmen die von ihren zulieferen echtheitszertifikate verlangen, made in Eu und diese unzufriedenen jobs entanden ja erst durch die vielen Chinaimporte.

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Hildegard11
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China

Weil man aus China prinzipiell nix kauft, sondern Europa. Waren, wenn irgendwie möglich. Kapiert!!!

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sakh2000
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Globalisierung - ein Fremdwort?

Schauen Sie doch einmal nach, was bei Ihnen alles aus China kommt bzw. aus dem Fernen Osten - denn selbst in China ist die Produktion schon zu teuer geworden. Dann rechnen Sie den Kaufpreis dieser Produkte zusammen und davon mindestens 50 % - das haben irgendwelche Importeure oder Zwischenhändler daran verdient, dass sie es verabsäumt haben direkt einzukaufen. Die tollen Jobs, die hier damit geschaffen würde möchte ich selbst nicht ausüben.

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