Wie stark verändert die Digitalisierung das Personalwesen zurzeit, Herr Barozzi?
GIANPAOLO BAROZZI: Es ist ein entscheidender Wendepunkt für Human Resources (HR), für das Personalwesen – vor allem dank maschinellem Lernen beziehungsweise künstlicher Intelligenz. Bald wird man überall den Einfluss und das Zusammenspiel von HR und maschinellem Lernen spüren. Im Marketing wird maschinelles Lernen bereits verwendet, um den Kunden maßgeschneiderte Angebote machen zu können. Im Verkauf, um zu verstehen, wohin sich die Kunden bewegen. Und in der Produktion verwendet man es, um die Entwicklung zu innovieren. HR kommt aber die viel grundlegendere Aufgabe zu, die Art und Weise, wie wir alle arbeiten, umfassend neu zu gestalten. Maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz sind zugleich die Antriebskräfte dieser Entwicklung als auch die Mittel, mit denen man sie beeinflussen kann.