GlücksspielSo wehrt sich maltesische Behörde gegen Mafia-Vorwurf

In mehreren Medienberichten wurde Malta angegriffen, beim Online-Glücksspiel gemeinsame Sache mit der italienischen Mafia zu machen. Die maltesische Behörde stellt das nun in Abrede.

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Im so genannten "Daphne Projekt" recherchierte und publizierte die "Süddeutsche Zeitung" gemeinsam mit 17 anderen Medien die Verstrickungen der italienischen Mafia mit der Online-Glücksspiel-Hochburg Malta. Das Projekt ist eine Fortsetzung der Arbeit der im vergangenen Oktober ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia. Der zentrale Vorwurf der Medienberichte: Die italienische Mafia habe das Online-Glücksspiel auf Malta, das von dort in der gesamten EU angeboten wird, fest im Griff und verdiene Millionen dabei, während die maltesische Behörde nur lasch kontrolliere.

Gegen diese Vorwürfe und die Berichte setzt sich nun die maltesische Glücksspielbehörde MAG in einer Aussendung zur Wehr, die auch der Kleinen Zeitung vorliegt.

Die jüngst veröffentlichten Artikel beziehen sich laut MGA auf "aufgewärmte Geschichten". Die Behörde bestreitet auch den Vorwurf der mangelnden Zusammenarbeit mit ermittelnden italienischen Behörden: "Anfragen von Strafverfolgungs- oder Finanzermittlungsstellen werden an die entsprechenden Behörden in Malta geschickt", heißt es. "Selbstverständlich kooperiert die MGA und stellt den zuständigen Behörden bei ordnungsgemäßer Aufforderung alle relevanten Informationen zur Verfügung."

Für die MGA sei es "von größter Bedeutung", kriminelle Zugriffe zu verhindern, in den Zulassungsverfahren für Glücksspiel-Lizenzen halte man die Sorgfaltspflicht ein. Vielen Antragstellern würde eine Lizenz verweigert, wenn die fachliche Eignung fehle oder die Standards nicht eingehalten würden, so die Behörde.

 

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