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Weltspartag

Österreicher sparen im Schnitt 150 Euro im Monat

610 Milliarden Euro an Finanzmitteln haben Österreichs Haushalte auf der hohen Kante - 230 Milliarden Euro davon auf Sparkonten oder als Einlagen. Nicht umsonst gilt Österreich als Land der Sparer. Am heutigen Weltspartag wird das wieder besonders augenscheinlich.

Sparen gehört nach wie vor zu den Lieblingsbeschäftigungen der Österreicher
Sparen gehört nach wie vor zu den Lieblingsbeschäftigungen der Österreicher © Fotolia
 

Heute ist es wieder so weit: Da laden die Banken und Sparkassen zum Weltspartag. Umfragen besagen zwar, dass sich der Weltspartag als solcher erschöpft hat - vor allem was das Geldeinlegen an diesem Tag anlangt. Die Banken halten an dieser Tradition aber fest.

Zu keiner anderen Zeit im Jahr gibt es eine größere Fülle an Statistiken, Analysen und Kundenbefragungen zum Sparverhalten und Finanzwissen der Bevölkerung als jetzt Ende Oktober. Trotz des anhaltenden Zinsschwunds und jahrelang rückläufiger Sparquoten sind die Österreicher im Europavergleich ein Volk von Sparern geblieben. Kundenbefragungen ergeben, dass sieben von zehn Österreichern regelmäßig sparen.

Das Geld der Großeltern

In Summe haben die Haushalte in Österreich 610 Milliarden Euro an Finanzmitteln auf der hohen Kante, 230 Milliarden davon auf Sparkonten bzw. als Einlagen. Das hat die Nationalbank zuletzt berichtet.

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Weltspartag: Sparbüchsen im Wandel der Zeit

Die älteste bekannte Spardose stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus und wurde bei Ausgrabungen in Priene gefunden. Die Griechen nannten dieses "Schatzhaus" Thesauros. Das Wort gilt als Ursprung für den deutschen Begriff Tresor.

Creative Commons, Marcus Cyron

Im Mittelalter und in der Neuzeit wurden vor allem Behältnisse aus Ton oder Holz zum Sammeln von Münzen benutzt. Allerdings stand hier nicht das persönliche Sparen im Vordergrund, sondern das Sammeln von Spenden.

Public Domain

Mit der Etablierung der klassischen Banken ab dem 16. Jahrhundert bekam auch das Persönliche wieder einen höheren Stellenwert. Doch den Durchbruch brachte erst die Industrielle Revolution, die immer mehr Menschen Wohlstand brachte. Hier eine Spardose aus der Zeit Napoleons.

Creative Commons

Im 20. Jahrhundert entdeckten die Banken zunehmend Kinder als Spar-Zielgruppe. Dementsprechend wurden die Sparbüchsen immer verspielter, so wie dieser Mini-Tresor aus den 1930er-Jahren.

Creative Commons, Joe Haupt

Die Vorzüge des Sparens sollten Kindern so früh wie möglich gezeigt werden. Eine Sparbüchse aus den Niederlanden, erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Public Domain

Auch in Österreich haben Banken eigene Maskottchen entworfen, um Kinder anzusprechen: die Raiffeisen-Gruppe die Biene "Sumsi" und die Sparkassen-Gruppe den "Sparefroh".

Public Domain

Doch das beliebteste Sparsymbol ist seit Jahrhunderten das Schwein. Es gilt seit früher Zeit als Symbol der Fruchtbarkeit, Nützlichkeit und Genügsamkeit.

(c) Erwin Scheriau

Die Wirren des vergangenen Jahrzehnts haben allerdings so manches Symbol des Sparens konterkariert. Ein besonders bitteres Beispiel: Der rundliche Hippo der Hypo Group Alpe Adria.

Roman Vilgut
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Ein spaßiges, wenn auch bedingt repräsentatives Detail einer Spar-Umfrage der Plattform "Durchblicker" zum Thema Taschengeld: Demnach bekommen hierzulande viele Kleinkinder regelmäßig Bares von den Großen; angeblich sind es 13 Prozent der bis zu Vierjährigen, die jedes Monat durchschnittlich 4,54 Euro Taschengeld von ihren Eltern erhalten. Und rund ein Drittel der Kleinsten spart dieses Geld auch selber. Das sagen ihre Eltern.

Und wussten Sie eigentlich, dass . . .

. . . pro Person im Schnitt monatlich 150 Euro zurückgelegt werden?

. . . von den 610 Milliarden Euro nicht weniger als 22 Milliarden Euro Bargeld sind? 111 Milliarden Euro entfallen auf Lebensversicherungen.

. . . nur fünf Prozent der Haushalte Aktien halten?

Kommentare (5)

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e59541acc96a3c3e39529d77735d334a
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Ja,

Österreich ist wirklich reich,wir geben im Monat 1950€ aus,und sparen dazu noch 150€.im Monat!
Und wir haben alle 70000€ am Konto!
Oh du glücklicher Österreicher.

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Der beste Rat

Investieren Sie in Finanzbildung!
Machen Sie sich, Ihre Kinder und Enkel fit für ein erfolgreiches Finanzleben. Es gibt auch die finanzielle Gesundheit! Dort, wo die Schule bzw. unser Bildungswesen versagt, muss man selbst aktiv werden um eine klare Sicht gegenüber Banken und Finanzberatern zu gewinnen.
Banken und Vermittler sind immer an ihren eigenen bzw. lukrativsten Provisionsprodukten orientiert und verfolgen keineswegs eine objektiven Beratungsansatz. Beachten Sie die Konditionen und Spesen ganz genau, verlangen Sie Aufklärung, die auf lange Sicht sind die Spesen entscheidend. Beispielsweise können die jährlichen laufenden Spesen bei Investmentfonds gleich Mal 2 % und mehr betragen, was auf 10 Jahre dann schon Mal 25 % sind (inkl. Zinseszins!).
Keine/-r kennt die zukünftige Kursentwicklung, wenn dem so wäre, würde diese Person noch arbeiten?

ACorven
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Wie kommt ihr auf den Schwachsinn...

...dass heute Weltspartag ist - nur weils die Raika so praktiziert.
In Österreich ist offiziell der 31.10. der Weltspartag....

microfib
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ACorven

Weltspartag ist nicht immer am 31. Oktober
Offiziell ist der Weltspartag der 31. Oktober. Jedoch wird es in Österreich und auch in anderen Ländern so gehandhabt, dass dieser Tag auch am letzten Werktag vor dem 31. Oktober stattfinden kann,

ACorven
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Stimmt in dem Fall..

... dass der 31.10. auf ein Wochenende fällt - ansonsten ist in Österreich immer am 31.10 (wie sie selber schreiben offiziell) Weltspartag.