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Negativzinsen

Jetzt bekommen auch Großkonzerne Geld für Schulden

Staaten und staatliche Betriebe haben es bereits geschafft: negative Zinsen auf Anleihen. Nun bekommen auch Konsumgüter-Konzerne Geld fürs Schuldenmachen.

Henkel-Chef Kasper Rorsted
© APA/dpa/Rolf Vennenbernd
 

Die Niedrigzinspolitik und die Wertpapieraufkauf-Programme der EZB stellen die Grundsätze der Privatwirtschaft immer stärker auf den Kopf. Bereits mehrere Staaten, auch Österreich, haben Anleihen mit negativer Rendite ausgegebenen, sie bekommen Geld fürs Schuldenmachen.

Nun ist das auch zwei großen multinationalen Konzernen gelungen. Laut dem deutschen Handelsblatt hat sich der Waschmittel- und Konsumgüterkonzern Henkel unter anderem 500 Millionen Euro für zwei Jahre beschafft. Für diese Schuldscheine zahlt das Unternehmen eine Rendite von minus 0,05 Prozent. Pro einer Million Euro verlieren Investoren pro Jahr 500 Euro. Gleiches ist dem  französischen Pharmakonzern Sanofi gelungen. Er platzierte zu denselben Konditionen eine Milliarde Euro über drei Jahre.

Am Donnerstag tritt der EZB-Rat erneut zusammen, um über die weitere Geldpolitik zu entscheiden. Ein weiterer Zinsschritt wird nicht erwartet, möglich ist aber laut Analysten eine Verlängerung des Anleihenkaufprogramms in Verbindung mit einem veränderten Regelwerk.

Kommentare (2)

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Bisdumoped
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Und wer wird das letztlich bezahlen?

Die letzten dummen EU Bürger, die fleißig bis zum Umfallen arbeiten und Steuern zahlen.
Die EU, ein Umverteilungsapparat vom Volk zu wenigen Privelligierten.

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fromm
5
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da tun sich ja ganz neue Dimensionen auf

wenn es wenigstens für die sog. kleinen Leute auch gelten würde.

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