Die Wirtschaftskammer Österreich will den Unternehmen bis Ende 2029 in Summe 100 Millionen Euro rückerstatten. Das kündigte WKÖ-Präsidentin Martha Schultz am Dienstagabend in der ORF-Sendung „Report“ an. „Mein Ziel ist es, den Unternehmerinnen und Unternehmern 100 Millionen Euro zurückzugeben. Das ist mit den Ländern vereinbart beziehungsweise koordiniert“, sagte Schultz. Wie das geschehen soll, „kommt jetzt in die technische Umsetzung“.
„Es wird einen Pfad geben über diese drei Jahre, bis wir dann 2030 die 100 Millionen Einsparungen erreicht haben“, so Schultz. Der Betrag komme „auch aus der Kammerumlage 2“ (KU2) sowie „aus den einzelnen Einsparpotenzialen“.
Das Budget der ganzen Wirtschaftskammer mit Landeskammern und Fachgruppen liegt deutlich über einer Milliarde Euro im Jahr. Laut Budgetvoranschlag vom November kann alleine die Wirtschaftskammer Österreich heuer mit 327 Millionen Euro an Einnahmen rechnen. Davon sollen 100 Millionen Euro aus der von der Vorsteuer abhängigen Kammerumlage 1 kommen und 159 Millionen Euro aus der von Arbeitgeberbetrieben zu entrichtenden Kammerumlage 2. Der KU2-Satz setzt sich aus einem Bundeskammer-Anteil und einem von jeder Landeskammer festgesetzten Anteil zusammen. Aufgrund der unterschiedlichen Landeskammer-Anteile ergeben sich für jedes Bundesland verschiedene KU2-Sätze. Kritiker hatten die gänzliche Abschaffung der KU2 gefordert.