82 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher würden gerne im Eigentum wohnen. Dieser 2025er-Wert ist laut Bausparkassenverband gegenüber 2024 sogar noch um drei Punkte gestiegen.

Das zeigt sich auch an den Bauspareinlagen: Sie sind auf 15 Milliarden Euro gestiegen – das bedeutet ein Plus gegenüber 2024 von 626 Millionen Euro. Die vergebenen Wohnraumfinanzierungen erreichten 1,7 Milliarden Euro. 37 Prozent der Österreicher haben einen Bausparvertrag. Im Vorjahr wurden 434.000 neu abgeschlossen.

„Eigenmittel werden immer wichtiger“

„Eigenmittel werden immer wichtiger“, sagt Andreas Kaim von der s Bausparkasse. 52 Prozent der Befragten würden beim Ansparen eindeutig zugunsten der Sicherheit auf hohe Gewinne verzichten. Doch es fehlen durchschnittlich 75 Prozent des nötigen Kapitals.

Andreas Kaim, s Bausparkasse
Andreas Kaim, s Bausparkasse © Klz / Stefan Pajman

Susanne Riess-Hahn: „Mietbremse bewirkt Verteuerung“

Die als Langzeitchefin bei der Wüstenrot Bausparkassa heuer scheidende Susanne Riess-Hahn hält einerseits ein Plädoyer für die staatlichen Bausparprämien und gegen die Mietpreisbremse. Während die Prämie „trotz vergleichsweise geringen Mitteleinsatzes eindeutig messbar“ wirke und zu mehr Wohneigentum führe, würde die Bremse das Angebot verknappen und so für eine weitere Verteuerung sorgen. Beim Thema leistbares Wohnen herrsche eine „schwierige Situation“, so Riess-Hahn. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis klettere im vierten Quartal 2025 auf 10,40 Euro. Die Eigentumsquote beim Wohnen liegt in Österreich mit 55 Prozent im Europavergleich tief, nur in Deutschland ist der Wert geringer. Im EU-Schnitt sind es 70 Prozent.

Wüstenrot-Chefin Susanne Riess-Hahn
Wüstenrot-Chefin Susanne Riess-Hahn © KLZ / Klz / Stefan Pajman