Die Bauzeit lag bei rund elf Monaten, am Donnerstag erfolgte die Eröffnung: Am Cargo Terminal Graz (Terminal Graz-Süd in Werndorf) ist abermals die Infrastruktur ausgebaut worden. Um rund 4,6 Millionen Euro wurde die Fahrzeugwerkstätte erweitert. Realisiert wurde das Projekt unter der Projektleitung der Steiermärkischen Landesbahnen (StLB) in Zusammenarbeit mit der Güterterminal Werndorf Projekt GmbH (GWP) als Grundstückseigentümerin und Errichterin. Derzeit läuft noch der Probebetrieb, der Vollbetrieb wird dann am 6. April aufgenommen. „Durch das kontinuierliche Wachstum des Terminals in den letzten zwei Jahrzehnten wurde auch der Tätigkeitsbereich der StLB erweitert und führte zu einem steigenden Bedarf an zusätzlicher Infrastruktur“, wird betont.

Dem wurde nun Rechnung getragen. „Die Erweiterung der Fahrzeugwerkstätte stellt einen entscheidenden Meilenstein in dieser Entwicklung dar und trägt maßgeblich zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts bei.“ Mit der Inbetriebnahme der neuen Halle sei die Nutzfläche mehr als verdoppelt worden, „wodurch künftig mehrere Fahrzeuge gleichzeitig bearbeitet werden können“ heißt es in einer Unternehmensmitteilung. „Für die Steiermärkischen Landesbahnen ist es wichtig, den Standort für Eisenbahnverkehrsunternehmen attraktiv zu gestalten. Ein wesentlicher Teil davon ist die Werkstätte für Schienenfahrzeuge. Es freut uns, dass wir mit der Erweiterung der gestiegenen Nachfrage Rechnung tragen dürfen“, sagt Ronald Kiss, Direktor Steiermärkische Landesbahnen.

„Deutlich mehr Flexibilität“

Derzeit seien neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Werkstätte beschäftigt. „Abhängig von neuen Aufträgen ist in den kommenden Monaten und Jahren mit weiterem Personalaufbau zu rechnen.“ Bei den Landesbahnen verweist man auch auf die ökonomischen Vorteile. „Durch die vergrößerte Fahrzeugwerkstätte profitieren die rund 30 Eisenbahnverkehrsunternehmen, die den Terminal laufend nutzen, von deutlich mehr Flexibilität, da jederzeit ein Ganzzugvolumen zur Verfügung steht und eine etwaige erforderliche Überstellung von Ersatzwagen sowie die kostenintensive Bereitstellung von Ersatzlokomotiven entfällt.“ Dadurch werde „eine hohe Planbarkeit und Sicherheit hinsichtlich der Fahrzeugverfügbarkeit gewährleistet“. Die Chefs der GWP, Reinhard Hinrichs und Heimo Kniechtl, sehen in der Errichtung „eine interessante Aufgabe“. Man sei zufrieden, „das Projekt der Steiermärkischen Landesbahnen fristgerecht und budgetkonform übergeben zu können“.

„Weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Cargo Terminals“

Die steirische Verkehrslandesrätin Claudia Holzer betonte im Rahmen der Eröffnung: „Die Erweiterung der Fahrzeugwerkstätte stellt einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Cargo Terminals Graz dar und trägt maßgeblich zur Stärkung des Standorts bei. Die Werkstätte ist eine Serviceleistung, die an keinem anderen Terminal angeboten wird. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal heben wir uns klar vom Wettbewerb ab.“ Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer unterstreicht, dass sich „der Cargo Terminal Graz als modernes Logistikzentrum zu einer leistungsstarken Drehscheibe im Herzen Europas entwickelt“ habe. „Die Investition in eine erweiterte Fahrzeugwerkstätte schafft ein österreichweit einzigartiges Serviceangebot, erhöht die Wettbewerbsfähigkeit des Terminals und unterstützt die konsequente Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene.“