Aufgrund der stockenden Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 60.000 Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie sind von Montag bis Mittwoch österreichweit ein- bis zweistündige Betriebsversammlungen angesetzt. Der stärkste Tag werde der Mittwoch mit rund 40 Versammlungen sein, hieß es von der Gewerkschaft PRO-GE auf APA-Anfrage. Betriebsversammlungen gibt es unter anderem bei Siemens, Infineon, Zumtobel, Andritz Hydro, TSA, Elin, AT&S und AMS AG.
„Wir erhöhen den Druck“
„Wir erhöhen den Druck auf die Arbeitgeber und informieren in den nächsten Tagen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben über den Stand der Verhandlungen“, so PRO-GE-Chefverhandler Reinhold Binder. „Der Zorn und die Enttäuschung“ über das bisherige Angebot der Arbeitgeber sei „groß“. Die Arbeitnehmervertreter hatten nach der gescheiterten dritten KV-Runde auf die für die Verhandlung relevante Inflation von 2,76 Prozent verwiesen. Das Angebot des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) lag laut den Gewerkschaften hingegen bei 1 Prozent.