Derzeit werden wöchentlich 87 Unternehmungen insolvent, fast schon täglich wird über die Eröffnungen von Großinsolvenzen berichtet. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) rückt das Bild jetzt im Nachhang zu seiner Insolvenzstatistik zurecht: In Österreich betreffen mehr als 90 Prozent der eröffneten Firmeninsolvenzverfahren Unternehmen mit weniger als 10 Dienstnehmern und Betriebe, deren Jahresumsatz oder Bilanzsumme weniger als 2 Millionen Euro betragen. In 60,54 Prozent der eröffneten Insolvenzverfahren werden in Österreich zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung keine Dienstnehmer mehr beschäftigt. In 61,28 Prozent der Fälle liegen die Verbindlichkeiten unter 500.000 Euro. Rund ein Drittel der eröffneten Firmeninsolvenzen entfällt auf nicht protokollierte Einzelunternehmen, welche im Regelfall Kleinstunternehmen sind.
Firmenpleiten in Österreich
Kleinstunternehmen am häufigsten von Insolvenz betroffen
Schlagzeilen machen meistens Großinsolvenzen, tatsächlich aber betreffen Insolvenzen in Österreich zumeist Kleinstunternehmen. Das geplante, vereinfachte Liquidationsverfahren für sie steht in der Kritik.
© Adobe Stock