Der amerikanische Nationalökonom und Wirtschaftshistoriker Charles Kindleberger hat zur großen Depression das Standardwerk „Die Weltwirtschaftskrise 1929-1939“ geschrieben. Die bekannteste Abbildung aus seinem Buch ist die „Kindleberger-Spirale“, die eine klare Darstellung von den weltweiten Konsequenzen der damaligen Maßnahmen gibt: Der Warenverkehr zwischen den Staaten nahm von Jänner 1929 bis März 1933 von 2998 Millionen Dollar auf 992 Millionen, somit auf ein Drittel, ab. Das war begleitet von einem radikalen Investitionsrückgang, finanziellen Turbulenzen, die zu Rezession und Massenarbeitslosigkeit führten – die Weltwirtschaft war aus den Fugen geraten.
Trumps Zollbeben und die Folgen
Als die Weltwirtschaft aus den Fugen geriet: Wiederholt sich die Geschichte?
Analyse.
Vor knapp 100 Jahren gab es die „große Depression“ mit Börsenkrach, Zollkriegen und weltweit steigender Arbeitslosigkeit. Blüht der Welt nach Trumps „Liberation Day“ nun Ähnliches?
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