Beginnen wir den Blick in das Technikjahr 2025 ausnahmsweise mit einer vielversprechenden Technologie, die heuer wohl keinen Durchbruch feiern wird. Zumindest nicht, wenn es nach Jensen Huang, Chef des Chipherstellers Nvidia, geht. Dessen Wort hat zurzeit ja besonders viel Gewicht. Huang jedenfalls sagte dieser Tage, dass es noch rund zwei Jahrzehnte dauern wird, bis „nützliche“ Quantencomputer am Markt sein werden – und schickte damit die Aktien zahlreicher Quanten-Firmen auf Talfahrt.

Bei Nvidia selbst steht indes, nach einem fulminanten Vorjahr, auch jetzt wieder ein Börsenplus. Als Triebfeder fungiert weiter Künstliche Intelligenz (KI), Nvidia gilt als Schlüsselspieler dieser Industrie. Weltweit werden die Systeme der Kalifornier für Trainings von KI-Anwendungen verwendet, ganze Rechenzentren von anderen Riesen wie Facebook oder Google sind damit befüllt.

CES: Technologie aus Las Vegas, eine Bilderserie

Heuer will Nvidia erstmals einen KI-Supercomputer, mit dem neuen Chip GB10, auf Schreibtische bringen. In Las Vegas, im Rahmen der taktgebenden Technikmesse CES, zeigte Huang das kompakte und 3000 US-Dollar teure Gerät mit dem Namen „Project Digits“. Geht es nach den Vorstellungen Nvidias, sollen damit bald Millionen Menschen, egal ob Entwicklerinnen und Entwickler oder Studierende, an Software mit KI arbeiten können.

Das Jahr der Agenten

Grosso modo gibt es kaum Zweifel, dass das Technologiejahr auch heuer von KI und seinen Anwendungen dominiert sein wird. „2025 könnte das Jahr werden, in dem die KI endlich auch in Europa ankommt“, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Als Grund wird das Auftreten sogenannter KI-Agenten angeführt. Gemeint sind damit computerbasierte Systeme, die mithilfe von KI in der Lage sind, Aufgaben völlig autonom zu lösen.

So könnte auch ein Problem gelöst werden, das viele Unternehmen zurzeit mit KI haben: Sie scheitern an der Skalierbarkeit, weil das „Prompten“ – also die Befehle an die KI – für ihre Mitarbeiter komplex ist. Schon in drei Jahren, so zeigen sich die tendenziell technologiefreundlichen Marktforscher von Gartner überzeugt, wird ein Drittel aller Anwendungen in Betrieben KI-Agenten enthalten.

Am 22. Jänner legt Samsung vor

Was sich technologisch sonst so tun wird? Bei den neuen Smartphone-Flaggschiffen läutet Samsung am 22. Jänner das Jahr offiziell ein, gerechnet wird mit einem „extradünnen“ Galaxy S25. Apple wiederum soll sich dem Vernehmen nach 2025, möglicherweise neben einem faltbaren iPad, vor allem auf das vernetzte Zuhause, das „Smart Home“, fokussieren.

Am Programm soll dort eine vernetzte Türklingel mit Kamera sein, um in Folge per Gesichtserkennung Türen aufzusperren. Auch von einem neuen HomeHub, als zentrale Schaltstelle der vernetzten Wohnung, ist immer wieder die Rede.