Johannes Rumpl, Landesdirektor der Uniqa-Versicherung in der Steiermark, will an diesem Tag explizit über die Jungen reden. Warum sich dann das Gespräch zu Beginn just um Österreichs Pensionssystem dreht? Nun, Rumpl ist überzeugt, dass eine Zeitenwende bevorsteht. „Unser Pensionssystem wurde vor 70 Jahren gar nicht so schlecht erfunden“, sagt er. Jetzt aber sei es nicht mehr zeitgemäß, eher ein „Koloss auf tönernen Füßen“, wie Rumpl befindet. Er führt das auf zunehmendes Ungleichgewicht zwischen Erwerbstätigen und Nicht-Erwerbstätigen zurück, also der Essenz des Umlagesystems. Wären 1950 auf eine Person im Pensionsalter noch sechs Personen im erwerbsfähigen Alter gekommen, liege die Quote aktuell noch bei drei zu eins. 2040 schließlich, so schätzt es die Statistik Austria, werden nur mehr zwei Erwerbsfähige auf einen Pensionisten entfallen.
Finanzvorsorge-Studie
„Frauen haben zwangsläufig weniger Spielraum für finanzielle Vorsorge“
Fast jeder Dritte gibt in einer aktuellen Befragung an, zu wenig Geld für finanzielle Vorsorge zu haben. Bei Frauen ist die Lage noch zugespitzter.
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