Das "Sonnwendrauchen" ist eine besondere Form des Brauchtums zur Sommersonnenwende, die speziell im Almbogen zwischen Geistthal, Kainach und Graden beheimatet ist und sich durch Jahrhunderte erhalten hat. Dabei werden nicht, wie in anderen Gegenden üblich, helle und weitum leuchtende Feuer entflammt, sondern stark rauchende Reisig- oder Heuhaufen entzündet. Der über die Wiesen und Äcker ziehende Rauch soll für die landwirtschaftlichen Acker- und Wiesenflächen segenbringend wirken. Hanns Koren, der anerkannte Volkskundler, war viele Jahre hindurch mit seinen Studenten bei diesem Brauch im oberen Kainachtal zu Gast.
Kainach
Warum es am Wochenende in Kainach auf Wiesen und Äckern rauchte
Die ungewöhnliche Rauchentwicklung ist gar nicht so ungewöhnlich, sondern eine jahrtausendealte Handlung auf den Almen in der Region, die Segen bringen soll.
© Mayer