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Leser-WahlDas sind die Köpfe des Jahres aus der Süd- und Weststeiermark

Sie haben uns zum Staunen oder Lachen gebracht, uns bewegt oder umsorgt: Die Leser der Kleinen Zeitung wählten die Köpfe des Jahres der Süd- und Weststeiermark. Das sind die Gewinner – wir gratulieren!

Die Köpfe des Jahres 2020 aus der Süd- und Weststeiermark © KLZ/Stefan Pajman
 

Es war ein Jahr, in dem vieles anders und sehr herausfordernd war. Trotzdem – und vielleicht gerade deshalb – darf eines nicht fehlen: Wir holen wieder Menschen aus der Süd- und Weststeiermark vor den Vorhang, die 2020 Besonderes geleistet haben – unsere Köpfe des Jahres. Normalerweise hätten wir gestern Abend die Nominierten unserer Wahl zur Gala ins Styria Media Center nach Graz geladen. Dort hätten wir verkündet, wen Sie, liebe Leserinnen und Leser, mittels Tausender Stimmzettel und Online-Voting-Klicks zu den Siegern gekürt haben.

Eine Gala ist derzeit freilich unmöglich. Deshalb haben wir uns etwas anderes überlegt: Unser Moderator Mathias Pascottini bat gemeinsam mit einem Kamerateam die noch ahnungslosen Gewinner unter einem Vorwand zum Interview – und überraschte sie vor laufender Kamera mit ihrem Sieg. Ein immenser Organisationsaufwand für unser Marketingteam – in den vier Großregionen gibt es 32 Gewinner –, der sich gelohnt hat: Dass die Überraschung gelungen ist, können Sie in den Gesichtern der Geehrten ablesen. Das Video finden Sie hier: www.kleine.at/koepfe

Kategorie Soziales Gewissen: Gudrun u. Wolfgang Galler

Holten den Sieg: Gudrun und Wolfgang Galler Foto © KLZ/Stefan Pajman

"Auszeichnung für herausragende Leistungen" steht auf der Urkunde, die den sozialen Köpfen des Jahres überreicht wurde. „Das hätten wir uns nicht erwartet. Es ist ein Ansporn und eine Bestätigung für uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen,“ sagt Wolfgang Galler gerührt, der gemeinsam mit seiner Frau Gudrun die meisten Stimmen in der Kategorie „Soziales Gewissen“ bekam.

Das Ehepaar aus Deutschlandsberg hat die Plattform „Styria Panther Werke“ gegründet. Alle Erlöse dieser Online-Tauschbörse, einer ganz spontanen Idee, gehen an die Vinzi-Werke. „Man macht ein Foto von einem CD Player und stellt dieses online. Ein Interessent überweist den Betrag dann gleich auf ein offizielles Spendenkonto der Vinzi-Werke,“ erklärt Galler.

Kategorie Gastgeber: Michaela u. Walter Prettenthaler

Michaela und Walter Prettenthaler kochen im Restaurant "Walters Genusswirt" in Voitsberg auf Foto © KLZ/Stefan Pajman

Im ersten Lockdown haben Michaela und Walter Prettenthaler den Entschluss gewagt, etwas Neues „anzugehen.“ Nach zwölf Jahren auf der Burg in Voitsberg starteten sie mit dem Genusswirt beim Neuen Lagerhaus-Zentrum auf den ehemaligen ÖDK-Gründen durch. „Leider ohne großes Eröffnungsfest“, so Walter Prettenthaler. Denn aufgrund von Lockdown zwei und drei konnte das neue Lokal bisher gerade einmal ein Monat offen halten.

Aber auch wenn der Plan mit Frühstück und Verköstigung für Besucher des angeschlossenen Seminarraums noch warten muss, versorgten die beiden Vollblut-Gastronomen ihre Gäste mit „Essen to go“. Die regionale und hochwertige Kost überzeugt eben – auch oder vielleicht gerade in Corona-Zeiten.

Kategorie Sport: Dominik Deutschl

Der Bärnbacher Dominik Deutschl (24) ist Co-Trainer bei Sturm Graz Foto © KLZ/Stefan Pajman
Alles begann für Dominik Deutschl mit einem Praktikum beim WAC. „Darüber bin ich in die Rolle beim SK Sturm gerutscht, ich habe alles auf eine Karte gesetzt“, erinnert sich Dominik Deutschl. Das Risiko hat sich ausgezahlt: Der 24-jährige Bärnbacher wurde zum Co-Trainer beim Bundesligisten. Dort fügte er sich gut ein, von Cheftrainer Christian Ilzer gibt es viel Lob für den Weststeirer: „Er ist Mister 100 Prozent und ein wirklich großes Trainertalent.“

Bei Problemen auf und neben dem Feld ist Deutschl ein wichtiger Bezugspunkt zu den Spielern. Dass er sich einen Platz „im Herzen der Steiermark“ gesichert hat, findet Deutschl „top“ – Platz hat er offenbar auch im Herzen der Steirer, denn diese wählten ihn für seine Trainerleistung zum Kopf des Jahres.

Kategorie Newcomer: Katrin Strohmaier

Jungwinzerin Katrin Strohmaier freut sich riesig über die Auszeichnung Foto © KLZ/Stefan Pajman
Es ist der erste Schilcher-Wermut auf der ganzen Welt. Die Fruchtigkeit ist dominant, das Wermut-Kraut ist schon präsent, aber es ist nicht zu bitter.“ Alles andere als bitter ist auch der Beigeschmack von „Miss Rósy“. Mit der kreativen Kreation dieses kräuterversetzten Weines konnte Katrin Strohmaier in der Kategorie „Newcomer“ überzeugen.

„Oh mein Gott, wow, das ist ein Wahnsinn“, ist die 20-jährige Jungwinzerin aus Pölfing-Brunn fassungslos. „Ich habe in der Weinbau-Schule in Silberberg eine Fachbereichsarbeit schreiben müssen und wollte etwas machen, wovon ich auch nach dem Abschluss noch etwas habe,“ erklärt Strohmaier strahlend. Gleich im ersten Jahr konnte der Wermut mehrere nationale und internationale Preise abräumen: „Es ist ein Standbein, das nicht mehr wegzudenken ist

Kategorie Wirtschaft & Forschung: Bioenergie Edler

Hans-Stefan, Jakob und Andreas Edler von der Bioenergie Köflach Foto © KLZ/Stefan Pajman

"Wir produzieren hier aus regionalem Waldhackgut Strom und Wärme für die ganze Region“, erzählt Jakob Edler, Geschäftsführer der Bioenergie Köflach. Aktuell wird in der Lipizzanerstadt gerade die drei Megawatt starke Dampfturbine in das neue Heizwerk KWK II eingebaut und synchronisiert. Ende März soll dann der Probebetrieb des neuen Werkes, momentan das modernste und effizienteste in der Steiermark, starten.

Im Rahmen unserer Köpfe-Aktion wurde es den Brüdern Jakob, Hans-Stefan, Andreas und Thomas auch ohne Biomasse ganz warm ums Herz. „Über die Nominierung waren wir vier Brüder sehr stolz“, sagt Jakob Edler. Dass es sogar zum Sieg gereicht hat, ist natürlich umso schöner. „Und wir sind froh, hier diese Innovationen, die von uns und unseren Mitarbeitern tagtäglich passieren, auch an die Öffentlichkeit tragen zu können.“

Kategorie Entertainment: Daniel Düsenflitz

Daniel Müller alias Düsenflitz nahm den Preis auf der Burgruine Ligist entgegen Foto © KLZ/Stefan Pajman

Eigentlich sollte Daniel Müller alias Daniel Düsenflitz in dieser Saison zum sechsten Mal den Skitouristen im Dampfkessel in Flachau beim Après-Ski einheizen – stattdessen fungiert der gebürtige Ligister im Home-Office als Familienunterhalter. Auch in dieser Rolle geht der Weststeirer voll auf, obwohl ihm die Auftritte natürlich fehlen. In dieser Zeit erinnert sich Müller gerne an seinen ersten Auftritt als Daniel Düsenflitz im Bierkönig auf Mallorca zurück.

„Der Reiz ist einfach, dass ich selbst gern Teil des Publikums bin“, verrät der Sänger und Moderator ein Erfolgsgeheimnis. Auch in der für Künstler so schwierigen Corona-Pandemie ist der Weststeirer stets präsent – aktuell eben nur online mit Interview- und Musiksendungen. „Die Überraschung ist geglückt, ihr seid einfach ein Wahnsinn“, bedankt sich „Düsi“ bei seinen Fans.

Kategorie Kultur: Albert Masser

Große Freude löste der Sieg bei Albert Masser und seiner Familie au Foto © KLZ/Stefan Pajman

Schon in Kindertagen beschäftigte sich Künstler Albert Masser leidenschaftlich mit Farben und tobte sich mit Stift und Pinsel kreativ aus. „Dieses Talent hat sich bei ihm früh herauskristallisiert und seine Lehrer in der Volksschule haben uns damals schon gesagt, dass wir da dran bleiben sollen“, erzählt Massers Mutter Riccarda Masser.

Seitdem hat der heute 21-Jährige aus Bad Schwanberg seine Leidenschaft zur Berufung gemacht. „Zwei bis drei Stunden am Tag verbringt Albert mit dem Zeichnen“, so seine Mutter. Im vergangenen Jahr erhielt der junge Künstler unter anderem den „VOIfesch“-Kunstpreis des Vereins für originelle Inklusion (VOI), der an Künstler mit körperlicher oder geistiger Beeinträchtigung verliehen wird. Sein Werk ziert seit der Auszeichnung einen Lkw, der durch ganz Österreich unterwegs ist.

Lebenswerk-Preis: Gerhard Roth

Gerhard Roth vor seinem Haus in der Südweststeiermark Foto © KLZ/Stefan Pajman

Gerhard Roth (78) zählt zu den bekanntesten Gegenwartsautoren Österreichs. Seine beiden großen Zyklen sind "Die Archive des Schweigens" und "Orkus". Aktuell hat Roth sein Venedig-Tryptichon beendet. Derzeit arbeitet er am Roman "Die Imker", eine Fortschreibung des Buches "Landläufiger Tod" mit der Hauptfigur Franz Lindner. Ein ausführliches Porträt lesen sie >>>hier<<<.

Kommentare (1)
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Eltern
1
2
Lesenswert?

Schade

Keiner dabei, dem ich meine Stimme gegeben habe 😢😢