VoitsbergCaritas und Pfarre investieren in neue Jugend-WG

Das Haus Michael, in dem das „Mobil betreute Wohnen“ der Caritas in Voitsberg untergebracht ist, wird saniert und umgebaut, um mehr Jugendliche in Notsituationen unterbringen zu können.

Das Haus Michael wird saniert und die Jugend-WG erweitert © Rainer Brinskelle
 

Ein großes Projekt nehmen Caritas, Pfarre Voitsberg und Diözese Graz-Seckau in Angriff. Noch im Frühling starten in Voitsberg die Sanierung und der Ausbau von Haus Michael direkt neben dem „Haus des Lebens“. Darin sind nicht nur die Notschlafstelle Voitsberg sowie der Kleiderladen (siehe links) untergebracht, sondern auch die Wohngemeinschaft „Mobil betreutes Jugendwohnen“ der Caritas. „Der Bedarf ist einfach größer geworden“, sagt Martin Rapp, Pastoralassistent der Pfarre.

Platz bietet das „Mobil betreute Jugendwohnen“ für sechs Bewohner bis zu ihrem 18. Lebensjahr – in Ausnahmefällen werden auch junge Erwachsene bis 21 Jahren betreut. Mit den Bauarbeiten, die noch im Mai beginnen, wird das Angebot auf drei mobilbetreute Wohnungen sowie eine sogenannte Krisenwohnung für akute Notlagen erweitert. Dazu werden die rund 300 Quadratmeter großen Räumlichkeiten neu aufgeteilt.

 

Rainer Brinskelle
Martin Rapp von der Pfarre Voitsberg © Rainer Brinskelle

Die Existenzsicherungsstelle, die derzeit noch im Haus Michael untergebracht ist, wird demnächst ins angrenzende „Haus des Lebens“ übersiedeln. Auch der Caritas-Markt der Pfarre Voitsberg, der vom Spar-Parkplatz zugänglich ist, wird adaptiert. Laut ersten Informationen werden insgesamt rund 420.000 Euro investiert.

Ökologische Sanierung

Ein ganzes besonderes Projekt hat die Landjugend Ortsgruppe Voitsberg in die Tat umgesetzt. Wegen des Umbaus des Haus Michaels musste der Kleiderladen der Pfarre Voitsberg in den Zubau von Haus Michael umziehen. Auf Anfrage der Pfarre haben sich die Mitglieder der Landjugend Voitsberg mit Obmann Lukas Pauger und Leiterin Johanna Lenz sofort dazu bereit erklärt, den Umbau zu unterstützen.

 

Die Landjugend Voitsberg baute den Kleiderladen um Foto © Landjugend Voitsberg

„Und sie haben gesagt, wenn, dann machen sie es gleich ökologisch“, freute sich Martin Rapp von der Pfarre. Neben Studium, Zivildienst oder der Arbeit investieren die Jugendlichen zig Stunden in den Umbau. Unter anderem wurde eine Hanfdämmung angebracht, die Wandvertäfelungen und die Decke wurden mit naturbelassenen Eichenbrettern hergestellt und für die Wände wurde nur reine Kalkfarbe verwendet. „Es wird auch so viel wie möglich wiederverwendet, zum Beispiel die alten Lampen oder die Einrichtung“, betont Rapp.

 

Die Mitglieder der Landjugend machen die Arbeiten in ihrer Freizeit.

Martin Rapp, Pfarre Voitsberg

Ab Mai soll der verkleinerte Kleiderladen an zwei Tagen pro Woche geöffnet sein, betrieben wird er von Ehrenamtlichen. Die genauen Öffnungszeiten werden ausgehängt.

Diözesanes Jubiläum

Im Rahmen ihrer Firmstunden haben die beiden Firmgruppen aus Voitsberg unter dem Motto „Wachsen lassen“ zwei Hochbeete bepflanzt. „Darin sind sowohl Blumen als auch etwas zum Naschen, wie Erdbeeren“, sagt Martin Rapp. Die beiden Hochbeete stehen bereits auf dem Voitsberger Hauptplatz vor der Michaelikirche.

 

Firmlinge bepflanzten Hochbeete für den Hauptplatz Foto © Firmteam Voitsberg

Dort wird im Rahmen des Jubiläums „800 Jahre Diözese Graz-Seckau“ von 11. bis 17. Juni auf einer Bühne unter dem Motto „Muss ich heute A ngst haben? Ein Programm, das über Schicksale spricht und Mut macht“ ein dichtes Programm angeboten. So gibt es Geschichtsvorträge, Impulsreferate zum Themenkreis Angst, Wallfahrten, Mitmachkonzerte für Kinder oder Begegnungen mit Menschen von Hospiz und Kriseninterventionsteam.

Ein Höhepunkt wird der Zuhörtisch sein, an dem sich Menschen mit ihren Problemen ganztags an geschulte Personen wenden können.„Das Schöne an diesem Jubiläums-Programm ist, dass es von Menschen aus der Kirche und der Zivilgesellschaft mitgetragen wird“, so Rapp.

 

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