Die Tinte ist trocken und die Zukunft der Mittelschule sowie der Sporthalle Bärnbach ist besiegelt. Am Freitag, dem 27. März 2026, hat Otto Kresch einen millionenschweren Schenkungsvertrag mit der Stadtgemeinde Bärnbach unterzeichnet und sich damit selbst ein Denkmal gesetzt. Der Unternehmer unterstützt die Sanierung der Mittelschule und der Sporthalle mit zwei Millionen Euro. Nach der Fertigstellung im Herbst 2028 wird letztere zum „KR. Otto Kresch Sport- und Eventcenter“ umbenannt.

Die Turn- und Sporthalle wird vergrößert, sodass künftig doppelt so viele Zuschauer wie bisher Platz finden. „Sie soll einen modernen Charakter haben und so freundlich gestaltet werden, dass alle Spaß haben und mit einem freudigen Gefühl nach Hause gehen“, sagt Kresch. Der Remus-Gründer habe seine Hilfe sofort zugesagt, als Bürgermeister Jochen Bocksrucker ihm von der geplanten Sanierung erzählte. „Ich mache das sehr gerne und bin stolz, dass das Projekt nun gestartet wird“, so Kresch.

Gegenleistungen vonseiten der Stadtgemeinde erwartet er nicht. „Ich kriege Gänsehaut von dieser unglaublichen Großzügigkeit. Eine Schenkung einer derartig hohen Summe von einer Privatperson an die öffentliche Hand hat es bei uns noch nie gegeben“, sagt Bocksruker. In Zeiten angespannter Gemeindefinanzen ist er dankbar für die Möglichkeit, etwas für alle Kinder, Jugendlichen und Sportbegeisterten aus Bärnbach und den umliegenden Gemeinden tun zu können.

Platz für 2200 Zuschauer

Eine umfassende Projektstudie ist bereits finalisiert. Demnach sollen 310 neue Sitzplätze geschaffen werden. Die Gesamtkapazität wird dann 2200 Zuschauer auf der Tribüne und am Parkettboden betragen. Letzterer wird erneurt und mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Außerdem werden ein neuer Zugangsbereich mit Stiege, Aufzug und Rampe, Lagerräume für Sportvereine, Bühnenelemente und TV-Übertragungen errichtet. Sämtliche sanitären und elektronischen Anlagen werden erneuert. Die direkt an die Halle anschließende Mittelschule wird in zwei Bauabschnitten thermisch saniert und hinsichtlich Brandschutz und Barrierefreiheit optimiert.

Die Bruttokosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 12,7 Millionen Euro. Es gibt bereits eine mündliche Zusage, dass 60 Prozent davon durch Bedarfszuweisungsmittel des Landes Steiermark finanziert werden. Zusätzlich tragen die Gemeinden Kainach, Köflach und Geistthal-Södingberg einen Teil der Kosten. Mit den zwei Millionen von Kresch werden die Planungskosten und ein Teil der Bauarbeiten finanziert. Die Planung beginnt unverzüglich, Baubeginn ist Anfang 2027.

Ein Zukunftsprojekt für die Jugend

Für seine Großzügigkeit und unternehmerischen Verdienste will die Stadtgemeinde Kresch bei der Eröffnung des Freundschaftsfests am 12. Juni ein Zeichen der Wertschätzung setzen. Otto und Angelika Kresch kündigten 1990 bei Sebring und machten sich selbstständig. Später sollte Remus, Weltmarktführer unter den Sportauspuffherstellern, das Unternehmen kaufen. Als Präsident und Mäzen der HSG Lipizzanerheimat liegt Otto Kresch die Jugendförderung besonders am Herzen. „Ich bin überzeugt, dass die Jugend die Zukunft ist und dass in den nächsten Jahren viele Nachwuchsspieler in die Kampfmannschaft hochgezogen werden”, sagt er bei der Pressekonferenz im Rahmen der Unterzeichnung des Schenkungsvertrags – und erntet dafür kräftigen Applaus.