Es sind nur noch wenige Wochen, bis für den Voitsberger Harald Kalthuber neben seiner Arbeit als strategischer Einkäufer bei der Knapp AG in Hart bei Graz ein weiterer Job hinzukommt: der als Hochzeitsfotograf. Seit knapp 15 Jahren fotografiert der 37-Jährige. Erst waren es private Fotoshootings mit Freunden und Bekannten, nach wenigen Jahren kam auch die erste Anfrage für Hochzeitsfotografie. „Seit sechs Jahren habe ich mittlerweile meinen Fokus auf Hochzeiten“, erzählt Kalthuber, „das Fotografieren ist ein toller kreativer Ausgleich für meinen Vollzeitjob.“

Wie er all die Arbeit unter einen Hut bekommt? „Ganz einfach, ich habe seit Jahren so gut wie keinen Sommer mehr“, lacht der Weststeirer. Maximal 15 bis 20 Hochzeiten fotografiert er pro Jahr. „Denn mir ist wichtig, dass meine Kunden die Fotos so schnell wie möglich bekommen. Innerhalb von zwei Wochen sind alle Bilder fertig bearbeitet.“

Verewigen von Emotionen

Eine der besonders schönen Seiten des Jobs: Er führt ihn immer wieder an die malerischsten Orte der Steiermark. „Bei den Brautpaaren aus dem Bezirk Voitsberg sind besonders das Weingut Herbst in Ligist oder der Buschenschank Dorner in Reiteregg beliebt“, sagt Kalthuber. „Aber ich bin natürlich auch oft an der steirischen Weinstraße, dort wird sehr gern geheiratet – kein Wunder, die Gegend ist einfach wahnsinnig schön.“

Die zweite, für ihn eigentlich noch schönere Seite: „Fotografieren ist im Grunde das Festhalten von Emotionen. Und bei wenigen Anlässen gibt es so viele Emotionen wie bei einer Hochzeit“, sagt Kalthuber. „Ich erlebe Hochzeiten deshalb ganz bewusst nicht nur als Dienstleister, sondern knüpfe Kontakte, bin inmitten der Leute. Wenn man Vertrauen zu den Brautpaaren aufbaut, werden die Fotos automatisch authentisch.“

Brautpaare profitieren von seiner Erfahrung

Über 100 Hochzeiten hat Kalthuber schon fotografiert. Diese Erfahrung nutzt er auch: „In erster Linie bin ich als Fotograf da, aber immer auch ein bisschen als Entertainer und Brautführer. Und ich unterstütze auch emotional. Wenn ich merke, dass das Brautpaar sehr nervös ist, versuche ich, Ruhe hineinzubringen.“ Auch Tipps für die Planung gibt er gerne weiter. Denn: „Wenn man schon auf so vielen Hochzeiten war, kennt man die wichtigsten Punkte einfach.“ Einer seiner Ratschläge: Genug Pausen ohne Programmpunkte einplanen, „denn der Tag verfliegt sowieso, man braucht auch Momente zum Innehalten und Genießen.“

Bei den Brautpaaren kommen nicht nur Kalthubers Erfahrung, sondern auch seine Art und Erfahrung gut an, die allermeisten Neukunden kommen mittlerweile über Empfehlungen. „Ich werde oft auch noch gebeten, ein bisschen zu bleiben und mitzufeiern, das ehrt mich wirklich sehr. Und das Schönste ist sowieso, wenn meine Brautpaare sich bei der persönlichen Übergabe der Bilder freuen, wie ich ihren Tag festgehalten habe.“

Müde von all den Festen der Liebe ist der Weststeirer aber noch lange nicht. „Jede Hochzeit ist individuell und schön“, sagt er. „Was ich aber noch auf meiner Wunschliste stehen habe: eine Winterhochzeit im Schnee oder auf einer Alm zu fotografieren.“