AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

''HansiSeppi''Spaß und Most gegen digitale Depression

„HansiSeppi“ sind die zwei neuesten Gesichter auf den regionalen Kabarettbühnen. Mit ihrem Debüt-Programm sagen sie der „Webression“ den Kampf an.

Kabarett-Debütanten Johannes „Hansi“ Alber und Josef „Seppi“ Neubauer © Jonas Pregartner
 

Was tun, wenn man Ladegeräte braucht, die aber gerade Geräte laden? Ganz klar: In den Geräteladen gehen, wo die Ladegeräte in der geraden Ladegeräte-Lade –natürlich gerade! – auf Lager liegen.

Schon beim leisen Lesen einen Knoten in die Zunge bekommen? Zum Glück lässt sich die Stelle auch bequem zurückgelehnt genießen. Wenn sicBh das Neo-Kabarettisten-Duo Johannes „Hansi“ Alber und Josef „Seppi“ Neubauer scheinbar mühelos damit abmüht. Die Nummer ist nämlich Teil ihres Debüt-Bühnen-Programms „AntiWebressivum“.

Steirischer Most ist das beste Heilmittel gegen die Webression.

Josef „Seppi“ Neubauer

Damit kämpfen sie gegen eine neue Volkskrankheit, die „Webression“ an: Gegen Nasen, die am Bildschirm kleben, feuchte Finger, die ziellos durch das Internet navigieren. Heilmittel gegen die um sich greifende Epidemie haben sie gleich zwei dabei. Das 90-minütige Programm – beim Lachen sollte man wohl kurze Zeit auf das Handy vergessen – und: steirischen Most. Dem wird nicht nur in einem Lied – Neubauer spielt Ukulele – gehuldigt, auch in Flaschen abgefüllt bringen sie ihn mit.

 

Kostprobe von HansiSeppi

Ihren ersten großen Auftritt – nach der Vorpremiere vor rund 20 Leuten – hatten der Programmierer Neubauer aus Puch bei Weiz und der Ilzer Fluglotse Alber als Duo im September. In der Freizeithalle Greinbach spielten sie vor mehr als 300 Leuten.

Erstmals vor Publikum spielte Neubauer 2012 – beim 30. Geburtstag seines Bruders. Damals parodierte er andere Künstler. „Dann hat man mich vor zwei Jahren mehr oder weniger gezwungen, dass ich bei einem Kabarettabend das Vorprogramm spiele“, erzählt Neubauer – ohne Gage. Kompagnon Alber hat hingegen „bei einem Erfolgscoaching herausgefunden, dass ich am glücklichsten bin, wenn ich andere Leute zum Lachen bringe.“ Also stellte er ein humorvolles Video auf Youtube.

Beim Bundesheer kennengelernt

Neubauer, den Alber 15 Jahre zuvor beim Bundesheer kennengelernt hatte, sah das Video – und nahm Kontakt auf. Drei Tage darauf erschien das erste gemeinsame Video. „Zuerst haben wir nur Social Media befüllt. Aber wir wollten Kabarettisten sein. Dann haben wir ein paar Monate dahinprobiert“, sagt Neubauer. Nach einem Dreivierteljahr hatte das Duo schließlich ein Programm. „So lustig, wie es klingt, ist das Schreiben gar nicht – es ist harte Arbeit“, erklärt Neubauer.

Nach jedem Auftritt wird weiter am Programm gefeilt. „Wir hören uns das Feedback der Leute an und schauen, wo gelacht wird und wo es ruhig ist“, sagt Alber.

Kleinkunstwettbewerb

Das Duo hat derzeit mehrere Auftritte in Vorbereitung und ist auch auf Hallensuche. „Sehr viel von dem, was wir geschrieben haben, ist nicht im Programm“, so Neubauer. Man darf also auf Folgeprogramme hoffen? „Es gibt schon einen roten Faden.“

Auch für den Grazer Kleinkunstvogel im April hat sich das Duo angemeldet. Der Wettbewerb diente immerhin schon klingenden Namen wie Michael Mittermeier, Alf Poier oder Paul Pizzera als Sprungbrett.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren