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Zukünftiger Bürgermeister im InterviewOliver Felber: Engagement für die Region ist sein Hobby

Die Birkfelder ÖVP wählte am Dienstag Oliver Felber mit 55,26 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Bürgermeister Franz Derler, der heuer noch zurücktreten wird.

Der Autohändler Oliver Felber wird nächster Bürgermeister in Birkeld © Sissi Furgler Fotografie
 

Herr Felber, wie geht es Ihnen am Tag nach Ihrer Wahl zum Bürgermeister-Kandidaten der Birkfelder ÖVP?

Felber: Die Nacht war kurz. Ich habe gestern noch kurz gefeiert, war heute früh auf. Es ist ein anstrengender Tag, in der Firma ist viel los und viele Leute gratulieren mir. Darüber und auf die neue Herausforderung freue ich mich. Zugleich ist Wehmut da, weil ich, wenn ich das Autohaus verkaufe, da ich den Bürgermeister Vollzeit machen möchte, nicht mehr für meine Kunden da sein kann.

Die nächste Wahl ist 2020. Ist es kein Risiko, das Autohaus aufzugeben? Was, wenn Sie dann nicht mehr Bürgermeister sind?

Wir sind ein Kleinbetrieb, ich arbeite auch selbst fleißig in der Werkstatt, habe technisches Verständnis und sicher auch Führungsqualität, und deshalb sicher kein Problem, Arbeit zu finden. Außerdem habe ich Anteile am elterlichen Betrieb.

Ihre Pläne für die Wahl? Welche Themen liegen Ihnen am Herzen?

Ich will ab Herbst damit beginnen, Themen für die Wahl vorzubereiten. Digitalisierung, Gesundheitsvorsorge, Infrastruktur, Arbeitsplätze, allen Generationen eine Perspektive geben ... jedes Thema hat seine Wichtigkeit. Abwanderung beschäftigt mich am meisten. Ich will wieder Leute zu uns herbringen.

Zur Person

Oliver Felber, 44, ist seit 2015 verheiratet und hat "eineinhalb" Kinder: seinen Sohn (4) und seine Tochter, die im Juni zur Welt kommen wird.

Seine Schullaufbahn absolvierte er von der Volksschule bis zum Polytechnikum in Birkfeld.

Im Familienbetrieb machte er die Lehre zum Kfz-Mechaniker, arbeitete dort 15 Jahre lang.

2002 machte er seine Meisterprüfung.

2005, als der Besitzer in Pension ging, übernahm er das Autohaus Grünanger.

Wie wollen Sie die ÖVPler überzeugen, die für ihren Konkurrenten Franz Filzmoser stimmten?

Herr Filzmoser konnte sich in seiner Position die Zeit nehmen und war sehr stark mit Wahlwerbung unterwegs. Ich hatte als Selbstständiger die Zeit nicht. Ich will mich gerne mit Herrn Filzmoser, der sicher ein bisschen enttäuscht war, zusammensetzen, über seine Vorstellungen reden. Seine Mitarbeit werden wir brauchen.

Wann wird der Bürgermeisterwechsel vollzogen?

Dazu werde ich mich mit dem Bürgermeister abstimmen und mit ihm auch zu Veranstaltungen gehen, damit sich die Leute an mein Gesicht und an meine Person gewöhnen. Der Wechsel selbst sollte ab September, spätestens aber Ende des Jahres stattfinden.

Wie wollen Sie die Zusammenarbeit mit FPÖ und SPÖ anlegen?

Ich will mit dem Gemeindevorstand abstimmen, inwiefern es die gibt. Konkreten Pläne habe ich nicht, bin aber für Gespräche offen. Konstruktive Zusammenarbeit kann man nie ablehnen.

Freizeit bleibt Ihnen künftig wohl noch weniger?

Mein Hobby war früher Sport, jetzt ist es das Engagement für die Region. Als Tourismusobmann bin ich viel unterwegs und in vielen Gremien vertreten. Auf der anderen Seite steht natürlich meine Familie im Vordergrund.

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