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Nach Isovolatic-Pleite38 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

Das Insolvenzverfahren gegen Isovoltaic Solinex in Lebring wurde am Donnerstag eröffnet. Das Arbeitsmarktservice rechnet mit Kündigungen, Insolvenzverwalter muss sich erst einen Überblick verschaffen.

Der Fotovoltaik-Komponenten-Hersteller Isovoltaic in Lebring ist insolvent
Der Fotovoltaik-Komponenten-Hersteller Isovoltaic in Lebring ist insolvent © Thomas Wieser
 

Gläubigerschutzverbände hatten die Hiobsbotschaft bereits Mittwochnachmittag verkündet. Seit gestern ist es auch offiziell: Das Landesgericht Graz hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Isovoltaic Solinex GmbH in Lebring eröffnet. Die Überschuldung des Herstellers von Rückseitenfolien für Fotovoltaikmodule beträgt wie berichtet rund 5,5 Millionen Euro.

Auch wenn die Geschäftsleitung eine Sanierung beabsichtigt, blicken die zuletzt 38 Beschäftigten einer ungewissen Zukunft entgegen. Vorausgesetzt die rund 75 Gläubiger stimmen dem Sanierungsplan zu, wird die Fortführung des Unternehmens wohl nur mit einer deutlichen Reduktion von Personal und Betriebsanlagen machbar sein. Laut Auskunft des AMS Leibnitz wurde das Frühwarnsystem zur Anzeige von Kündigen bereits vor einiger Zeit vorsorglich aktiviert. „Das ist gesetzlich so vorgeschrieben. Wir gehen davon aus, dass es Kündigungen geben wird, können derzeit aber nicht sagen wann, und wie viele Mitarbeiter es betreffen wird“, hieß es gestern beim AMS Leibnitz.

Insolvenzverwalter prüft noch

Am Ball ist nun der Grazer Rechtsanwalt Axel Reckenzaun, der zum Insolvenzverwalter bestellt wurde: „Ich muss mir erst einen Überblick verschaffen. Anfang nächster Woche kann ich mehr sagen“, bittet er um Geduld.
„Bedauerlich“ findet die Isovoltaic-Pleite Lebrings Bürgermeister Franz Labugger. Überrascht sei er aber nicht. „Das hat sich leider abgezeichnet. Weil der Fotovoltaikmarkt eingebrochen ist, wurde der Mitarbeiterstand kontinuierlich reduziert.“ In Summe sei Lebring aber ein florierender Wirtschaftsstandort: „Wir haben rund 2000 Arbeitsplätze – etwa 150 mehr als im Vorjahr.“
Von der Geschäftsführung und vom Betriebsrat war noch niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

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