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Via MigraFast 18.000 Höhenmeter in den Beinen

Die Feuerwehrkameraden Karl Heinz Reinprecht und Christian Arzberger fuhren in acht Tagen am Mountainbike von Mittenwald zum Monte Grappa.

Die Feuerwehrkameraden Karl Heinz Reinprecht und Christian Arzberger fuhren am Mountainbike von Mittenwald zum Monte Grappa
Die Feuerwehrkameraden Karl Heinz Reinprecht und Christian Arzberger fuhren am Mountainbike von Mittenwald zum Monte Grappa © KK
 

Ein ganzes Jahr an Planung und gezieltem Training steckt hinter der Alpen-Tour, die zwei Leibnitzer Feuerwehrleute kürzlich am Mountainbike absolviert haben. In acht Tagen fuhren Karl Heinz Reinprecht und Christian Arzberger die Via Migra von Mittenwald in Bayern zum Monte Grappa in Italien. Diese zählt zur Königsklasse unter den Mountainbike-Touren. 498 Kilometer liegen hinter den beiden, 17.835 Höhenmeter haben sie in den Beinen.

„Es ist schon eine Mördertour“, sagt Arzberger. „Es war eine psychische Belastung, weil viele Abschnitte gar nicht fahrbar waren. Dort mussten wird die Räder tragen und klettern.“ Das fahrtechnische Können, die Ausdauer, das Sitzfleisch – all das haben sich die beiden begeisterten Sportler über Jahre hinweg antrainiert. „Der Hirschtalg war auf der Tour aber unser wichtigster Begleiter“, verrät der 30-Jährige. „Und die Radlerhose sollte man auch eher weniger oft wechseln, damit sie gut eingesessen ist.“ Und eines hebt er ganz besonders hervor: „Ohne, dass die Partnerinnen einem den Rücken stärken, geht sowas nicht“, sagt Arzberger.

Unterwegs auf der "Via Migra" Foto © KK

„Man muss genau wissen, was man fahren kann und was machbar ist“, sagt Reinprecht. Der 57-jährige hatte die Tourenplanung über. „Wir hatten Kartenmaterial und GPS mit dabei.“ Denn nicht überall konnten die beiden sich auf den Satellitenempfang verlassen. „Verfahren haben wir uns aber trotzdem. Das passiert einfach, ist ja auch nicht schlimm, wenn man's rechtzeitig merkt.“ Immerhin konnten die beiden mit leichtem Gepäck reisen. Denn Kaiserwetter begleitete sie über alle Höhen und durch alle Tiefen.

Begleitet hat die beiden übrigens ihr Kamerad Herbert Vorauer, der sich um Unterkünfte und den Gepäcktransport im Auto kümmerte.
Gerade bei den Tragepassagen seien die Herausforderungen im Kopf groß. „Da hat man viel Zeit zum Nachdenken. Da fragt man sich schon, warum man sich das überhaupt antut“, sagt Reinprecht. Doch die Belohnung, eine solche Tour geschafft zu haben, wiegt sämtliche Strapazen auf. „Da ist man auf einmal am Monte Grappa und sieht bis Venedig. Das ist schon was.“ Und er schmiedet schon Zukunftspläne. „Im Vorfeld habe ich gesagt, das wird meine letzte Tour“, sagt Reinprecht. „Doch inzwischen würde ich mich schon wieder überreden lassen. Vom Vesuv zum Ätna zu fahren, zum Beispiel.“

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