In der SüdsteiermarkNächtlicher Einsatz gegen Fluten und Schlamm

Die Regenfälle ließen nach. Die Schäden durch das Hochwasser sind zum Teil beträchtlich. Etliche Feuerwehren waren die ganze Nacht im Einsatz. Zug entgleiste, bei Wildon wurden vier Menschen aus den Fluten gerettet.

Feuerwehrmann aus Ehrenhausen im Hochwassereinsatz © © FF Ehrenhausen
 

"Teilweise haben die Feuerwehrleute durchgearbeitet", schilderte heute Früh der Leibnitzer Feuerwehrsprecher Herbert Putz. Es war eine heftige Nacht für zahlreiche Feuerwehrleute aus der Südsteiermark. "Der Regen ist gewaltig runtergegangen", so Putz. Er erlebte selbst die Ausmaße des Starkregens, etwa im Wurzinggraben. "Der Schlamm ist 15 Zentimeter hoch dahergekommen."

Heftiges Unwetter

Es war ein heftiges Unwetter, dass gestern Abend in weiten Teilen des Landes niedergegangen war. Betroffen davon war auch die Südsteiermark. Binnen weniger Minuten regnete es so viel, dass es zu zahlreichen Überschwemmungen und Vermurungen kam.

Schlammlawine in der Südsteiermark
Foto © BFV LB

Seit dem Abend kämpften die Feuerwehren gegen das erste Unwetter des heurigen Jahres an. Im Einsatz waren beispielsweise die Feuerwehren Schönberg, Weitendorf, Hengsberg, Neudorf ob Wildon, St. Georgen an der Stiefing, Feiting, Heimschuh, Großfelgitsch, Obergralla, St. Ulrich am Waasen, Wildon und Allerheiligen bei Wildon. Knapp 200 Einsatzkräfte standen im Einsatz, um vermurte Straßen zu sichern und vom Schlamm zu befreien. Keller standen teilweise bis zu einen Meter unter Wasser und mussten ausgepumpt werden. Auch der Masten einer umgeknickten Stromleitung musste gesichert werden.

Überflutung bei Hengsberg Foto © FF Schönberg

Lebensrettung bei Wildon

Allein 20 Einsätze gab es im Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Wildon. Sie rettete drei Menschen aus den Wassermassen. Der Wurzingbach war im Ortsteil Wurzing über die Ufer getreten und hatte drei Fahrzeuge mitgerissen. Der Einsatz war lebensgefährlich für die Wildoner Feuerwehrmänner.

Zu Lebensrettern wurden gestern Abend die Wildoner Feuerwehrleute Christian Sorko, Michael Roschker und Mario Predota. Die Freiwillige Feuerwehr Wildon war alarmiert worden, um während des Starkregens einen Keller auszupumpen.

Kommandant Christian Sorko (links) und Mario Predota von der FF Wildon Foto © FF Wildon

„Wir waren auf der L371 Richtung Wurzing unterwegs“, schilderte Kommandant und Einsatzleiter Christian Sorko. „Plötzlich kam eine Flutwelle. Das Wasser ist binnen Sekunden von hinten nach vorne geschossen. Es ist alles sehr schnell gegangen.“ Drei Fahrzeuge wurden in dem Bereich von den Wassermassen eingeschlossen. „Das Wasser war gut ein, eineinhalb Meter hoch“, so Sorko.

FF Wildon
Lebensretter Michael Roschker von der FF Wildon © FF Wildon

Die Feuerwehrleute kämpften sich zu den drei Autos durch, in denen vier Personen (ein Vater mit seinem Sohn, ein weiterer Mann und eine Frau) eingeschlossen waren. Der Bub wurde durch das Wasser einige Meter zur Böschung getragen, die Frau wurde mit einer Rettungsleine gesichert und aus dem Wasser gerettet. Auch die beiden Männer konnten sich auf die Böschung retten. „Die Situation war für alle Vier sehr brenzlig“, so Sorko, der auch gestern Nachmittag mit zahlreichen Kollegen der Feuerwehr Wildon wieder im Einsatz war, um Schäden zu beseitigen und Keller auszupumpen.

Starkregen Wildon: Menschen aus Bach gerettet

In der Gemeinde Kalsdorf mussten zwei Personen aus ihrem Keller gerettet werden.

FF Kalsdorf

Sie waren von eindringenden Wassermassen überrascht worden.

FF Kalsdorf
FF Kalsdorf

Ein schweres Unwetter hat Montag Abend ab 20.20 Uhr Wildon heimgesucht. Im Rüsthaus der FF Wildon wurde ein Einsatzstab aufgebaut.

© Fotos: LM d.V. Marcel Keutz

Im Dauereinsatz waren acht Feuerwehren aus dem Bezirk Leibnitz, zwei Wechselladefahrzeuge mit Kran und rund hundert Feuerwehrkräfte.

© Fotos: LM d.V. Marcel Keutz

Allein 20 Einsätze gab es im Einsatzgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Wildon.

© Fotos: LM d.V. Marcel Keutz

Sie rettete drei Menschenleben aus den Wassermassen.

© Fotos: LM d.V. Marcel Keutz

Der Wurzingbach war im Ortsteil Wurzing über die Ufer getreten und hatte drei Fahrzeuge mitgerissen.

© Fotos: LM d.V. Marcel Keutz

Der Einsatz war lebensgefährlich für die Wildoner Feuerwehrmänner, da das Wasser rund 40 Zentimeter hoch stand.

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Dieses Video vom Hagel hat uns Leserreporter Wolfgang Patschok auf der Fahrt durchs Stiefingtal aufgenommen:

Fahrzeuge im Hochwasser

Im Einsatz war auch die FF Ehrenhausen. Einige Fahrzeuge blieben zwischen Retznei und Aflenz/Sulm im Hochwasser stehen. Sie wurden geborgen. Es gab auch Unterstützung für die FF Wildon, Sandsäcke wurden aus Ehrenhausen angeliefert. Der Gamlitzbach trat im Bereich Erzherzog Johann-Promenade über das Ufer und überflutete die Straße.

Zug entgleiste

Auch die Eisenbahn war von den Starkregen in der Nacht auf Dienstag betroffen. Im Bezirk Leibnitz ging zwischen Leibnitz und Retznei eine Mure ab, wobei ein Güterzug entgleiste. Bei der Lokomotive wurde das Drehgestell ausgerissen. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Schwer beschädigt wurde nicht nur der Unterbau der eingleisigen Strecke, sondern auch der Oberbau. Zur Zeit wird eben der Zug freigebaggert und die Lok geborgen. Wie Christoph Posch, Sprecher der ÖBB, erklärte, werde man 300 bis 400 Meter Geleise austauschen müssen und zudem den Oberbau neu errichten müssen.

Die Strecke ist auf jeden Fall für mehrere Tage gesperrt. Für den lokalen Verkehr gibt es einen Schienenersatzverkehr Spielfeld - Leibnitz, für den Fernverkehr einen zwischen Graz und Spielfeld. Der Güterverkehr wird großräumig über Villach umgeleitet.

Heftige Unwetter: Einsätze in der Südsteiermark

Unwetter in der Südsteiermark

Lebensretter Christian Sorko (links), Kommandant der FF Wildon, und Mario Predota

BFV LB

Unwetter in der Südsteiermark

Lebensretter Michael Roschker (FF Wildon)

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Unwetter in der Südsteiermark

Sie retteten Montagabend bei Wildon vier Personen aus drei Fahrzeugen. Die Autos waren von den Fluten mitgerissen worden...

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Weitere Fotos von den Unwettereinsätzen und Schäden der letzten Stunden in der Südsteiermark...

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