Start in StraßJetzt kämpft auch das Heer gegen Goldrute und Co.

Invasoren unter den Pflanzen sollen auf den steirischen Übungsflächen des Bundesheeres vernichtet werden. Beginn ist am Donnerstag auf dem Garnisonsübungsplatz in Straß.

Goldrute
Auch die Goldrute gehört zu den Problempflanzen © Robert Lenhard
 

Schon bei der Problematik rund um den Riesenbärenklau wurde in den letzten Jahren der Einsatz des Bundesheeres angedacht. Nun nimmt das Militär wirklich den Kampf gegen invasive Neophyten, also eingeschleppten Pflanzenarten, auf - vorerst auf dem eigenem Gefechtsfeld. Wie das Militärkommando Steiermark am Montag mitteilte, wird auf militärischen Übungsflächen demnächst "gerodet". Begonnen wird mit dem Übungsplatz der südsteirischen Garnison Straß.

Rund 15 Soldaten und Zivilbedienstete werden gemeinsam mit zehn Freiwilligen der Steirischen Berg- und Naturwacht sowie zwei Mitarbeitern der Marktgemeinde Straß am Donnerstag ganztägig eine Neophytenbekämpfung am örtlichen Garnisonsübungsplatz durchführen.

Verlust der Artenvielfalt droht

Dabei werden insbesondere der Staudenknöterich, das Drüsige Springkraut sowie die Goldrute entfernt und dauerhaft vernichtet. Diese invasiven Neophyten sind laut Militärkommando Problempflanzen, welche heimische Pflanzen- und Tierarten verdrängen. Das führe in weiterer Folge zu einem erheblichen Verlust der biologischen Vielfalt für heimische Biotope und Lebensräume.

Der Kampf gegen den mitunter gut getarnten Feind wird das Heer auch an anderen Orten führen: Derartige Aktionstage sind auch auf dem Übungsplatz Ortnerhof bei St. Michael (Bezirk Leoben) sowie auf dem Schießplatz Feliferhof bei Graz geplant.

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