„Die Hebalm war in diesem Winter so etwas wie ein Sinnbild für eine Region, in der heuer vieles zusammenpasste – vom frühen Schnee bis zur spürbar zurückgekehrten Lust auf Winterurlaub", sagt Herbert Germuth, Vorsitzender des Tourismusverbands Südsteiermark. Das Skigebiet war im abgelaufenen Winter einer der großen Gewinner: „Wir sind 58 Jahre in Betrieb und heuer haben wir die drittbeste Saison gehabt“, sagt Konrad Klug von den Klugliften auf der Hebalm. Viel habe zusammengepasst: „Von Anfang bis Ende, super.“
Der frühe Schneefall im Dezember habe die Winterstimmung und die Lust auf Skifahren schon sehr früh angekurbelt – von der Weinebene bis zur Koralpe – betont Germuth. „Der Schnee in den Herkunftsregionen der Gäste ist das Wichtigste, weil dann kriegt man die Stimmung rüber.“
Zudem sei auf der Weinebene der Scheibb-Turbo gezündet worden, ergänzt Konrad Klug. „Julia Scheibb hat bei uns Skifahren gelernt.“ Ihr Erfolg und der Gewinn der Riesentorlaufkugel bringe wieder mehr junge Menschen zum Skifahren und verleihe dem Skigebiet zusätzliche Popularität.
Ganzjahresbetriebe im Aufwind
Doch die Bilanz endet nicht am Pistenrand. In den Wellness- und Ganzjahresbetrieben zeige sich ebenfalls ein Aufwärtstrend, so Germuth. Er spricht von „sehr, sehr positiven Rückmeldungen von den Hotels, vor allem der Dezember sei extrem stark verlaufen “.
Auch Loisium-Direktorin Daria Schirmann bilanziert positiv: „Die Saison ist besser gelaufen als im Vorjahr, auch wenn die Wintermonate – ausgenommen Weihnachten und Silvester – traditionell schwächer sind. Silvester war wieder sehr erfreulich, da hatten wir eine Auslastung von über 90 Prozent.“
Dezember gleicht Rückgänge aus
Ein Blick auf die Nächtigungszahlen zeigt: Der Winter in der Erlebnisregion Südsteiermark verlief nicht in allen Monaten gleich stark. Während November und Jänner unter dem Vorjahr lagen, setzte der Dezember mit einem deutlichen Plus einen wichtigen Impuls. Im Detail: Im November 2025 wurden 33.885 Nächtigungen gezählt, nach 37.458 im Jahr davor. Der Dezember konnte auf 22.624 zulegen, nach 20.816 im Dezember 2024. Im Jänner 2026 lagen die Nächtigungen bei rund 18.000, nach 19.437 im Vergleichsmonat des Vorjahres. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg von 2,2 Tagen im November auf 2,6 Tage im Dezember und Jänner.
Für die Wintersaison 2026/27 werde schon jetzt an neuen Adventangeboten gearbeitet, berichtet Germuth: „Wir sind bereits mit den Betrieben im Gespräch. Wir wollen bestehende Aktivitäten noch stärker bündeln, Veranstaltungen und Aufenthalte noch besser kombinieren und attraktive Packages anbieten.“